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Niederreifenberg: Schmittener Straßen: Brunhildestraße ist in einem desaströsen Zustand

Von Die Schmittener Straßen sind allgemein in einem schlechten Zustand. Ganz besonders schlimm ist es aber in Niederreifenberg – und hier vor dem Haus von Heinz-Josef Wagner.
Loch an Loch: Die Landesstraße 3025 befindet sich fast in ganz Schmitten in einem schlechten Zustand, aber vor dem Haus von Heinz-Josef Wagner in der Brunhildestraße ist es ganz besonders schlimm. Bilder > Loch an Loch: Die Landesstraße 3025 befindet sich fast in ganz Schmitten in einem schlechten Zustand, aber vor dem Haus von Heinz-Josef Wagner in der Brunhildestraße ist es ganz besonders schlimm.
Niederreifenberg. 

Die Brunhildestraße in Niederreifenberg, direkt vor dem Haus Nummer 2, in dem Heinz-Josef Wagner mit seiner Familie lebt, sieht wirklich schlimm aus. Mehrere Zentimeter tiefe, mehr oder weniger runde, kleine und große Löcher reihen sich auf einer Länge von 20 Metern aneinander.

Alle paar Wochen kommt ein aus zwei Männern bestehender Bautrupp vorbei, gießt Kalt-Asphalt in die Löcher und verschwindet nach wenigen Minuten wieder. Kurz vor Weihnachten war es wieder so weit, doch nun, keine vier Wochen später, sind die Löcher wieder da und der bröckelig gewordene und von Lastern sowie Autos herausgefahrene Teer hat sich auf der Fahrbahn und auf dem Gehweg verteilt.

Weil es Wagner und seine Frau Angela gerne ordentlich haben und nicht wollen, dass der Splitt ins Haus getragen wird und dort Kratzer in den Fliesen verursacht oder die Teppiche verschmutzt, fegen sie alle paar Tage Straße und Bordstein.

Fliegende Steine

Leid sind die beiden das schon lange, denn sie müssen nicht nur viel kehren, mitunter fliegen die schwarzen kleinen Steinchen bis an die Wohnzimmerscheibe im Untergeschoss, wo Enkel Christian mit seiner Freundin lebt. Zudem ist die Mauer vor ihrem Haus nach all der Zeit durch das sich in den Löchern sammelnde Wasser ganz verschmutzt worden, und auch den Zaun hat es bereits gebeutelt.

Seit 2015 geht das nun schon so, die Löcher sind aufgrund des Verkehrs und nach jedem Winter immer größer geworden und werden seitdem regelmäßig ausgebessert, was allerdings nie von langer Dauer ist. „Nach ein paar Tagen sind sie wieder ausgefahren, es gibt beim Kalt-Asphalt ja keine richtige Verbindung zum Untergrund“, meint Heinz-Josef Wagner, der das Zwei-Familien-Haus 1962 gebaut hat. Der Teer werde aus dem Eimer einfach in die Löcher geworfen, der Dreck einfach liegen gelassen, schildert er die Arbeiten. „Wenn ich dann was zu den Arbeitern sage, meinen sie, die Laster würden es schon festfahren.“ Die Folge: Die Masse spült sich entweder bei starkem Regen raus oder wird im Winter vom Schneepflug gerade wieder mitgenommen.

„Diese Ausbesserungen sind Blödsinn, schließlich kosten auch sie Geld.“ Eine teurere, aber dauerhafte Sanierung rechne sich deshalb, findet Wagner. Im Laufe des Gesprächs redet sich der gebürtige Niederreifenberger immer mehr in Rage: „Je mehr ich denke, desto dicker wird mein Hals.“ Dem 76-Jährigen reißt so langsam der Geduldsfaden, denn alle Versuche, an der Situation etwas zu ändern, sind bislang gescheitert.

Da es sich bei der Brunhildestraße um eine Landesstraße handelt, kann sich Wagner von der Gemeinde keine Hilfe erhoffen. Also ist er schon zwei Mal zur Straßenmeisterei nach Usingen gefahren, die sich allerdings nur für einfache Ausbesserungen zuständig erklärte und ansonsten auf das ihr übergeordnete Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes Hessen (Hessen Mobil) verwies. Also hat Wagner im Juni 2016 einen Brief nach Wiesbaden geschickt und darin die schlechten Straßenverhältnisse in Niederreifenberg beschrieben. Auf die übrigens anlässlich des Radrennens am 1. Mai 2016 sogar ein Kommentator im Fernsehen hingewiesen hatte.

Ein halbes Jahr hat er auf die Antwort gewartet, und das, was ihm von Hessen Mobil mitgeteilt wurde, hat ihm nicht gefallen. Die Behörde verweist darauf, dass die Instandsetzung der Landesstraße 3025 in der „Sanierungsoffensive 2016 – 2022“ enthalten ist und somit in diesem Zeitraum umgesetzt wird. Wann die Arbeiten stattfinden werden, könne allerdings noch nicht gesagt werden.

Anruf bei Hessen Mobil

Wagner und seine Frau wissen, dass die komplette L 3025 – auch in Schmitten – in einem denkbar schlechten Zustand ist, finden aber: „Bei uns ist es am schlimmsten.“ Deshalb sind sie nicht bereit, am Ende noch bis 2022 mit dem Problem zu leben. „Das ist eine Zumutung, und als Steuerzahler erwarte ich, dass auf mein Anliegen eingegangen wird“, meint Wagner und hatte sich umgehend noch einmal telefonisch an Hessen Mobil gewandt. Im Sommer kam dann „ein Herr mit Chauffeur“ in den Schmittener Ortsteil. Dieser hat Fotos gemacht, die Lage als „wirklich unzumutbar“ bezeichnet, aber auf die Frage, was denn nun geschehe, auch nichts Erbauliches gesagt: „Versprechen kann ich nichts.“

Inzwischen wäre es dem Ehepaar bald lieber, die Löcher würden gar nicht mehr ausgebessert, denn dann müssten sie wenigstens nicht ständig kehren. Dann allerdings haben sie immer noch unter dem Lärm der Laster zu leiden. „Wenn hier ein Lkw mit einem unbeladenen Anhänger vorbei fährt, ist das wirklich extrem laut“, meinen Wagners und fordern: „Die Straße muss schnellstens saniert werden.“

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