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Vergiftete Köder: Terrier stirbt an Rattengift: Angst vor Hundehassern in Weilrod

Von Aus Rod und Hasselbach sind Fälle bekanntgeworden, in denen Tiere Gift gefressen haben.
Aus Rod und Hasselbach sind Fälle bekanntgeworden, in denen Tiere Gift gefressen haben. (Symbolbild) Aus Rod und Hasselbach sind Fälle bekanntgeworden, in denen Tiere Gift gefressen haben. (Symbolbild)
Weilrod. 

Ein Hund tot, einer mit Müh’ und Not noch am Leben – offenbar geht in Weilrod ein Hundehasser um, der vergiftete Köder auslegt. Wie gestern bekannt wurde, ist der Jack-Russel-Terrier einer Familie aus Rod an der Weil am 22. Oktober einem Giftanschlag zum Opfer gefallen und trotz aller Bemühungen einer Tierärztin qualvoll verendet. Michaela Buhlmann, die in Weilrod als „mobile Tierbetreuerin“ arbeitet, dabei auch professionellen „Gassigang“ anbietet, und die Familie kennt, hat Bürgermeister Axel Bangert (SPD) gestern darüber informiert. Die Tierärztin habe keinen Zweifel daran, dass der Jack-Russel an Rattengift gestorben ist. Zu dem Vorfall war es bei einem Spaziergang oberhalb der Roder Kirche gekommen.

Noch ein Stück weiter oben, nahe dem Bornwiesenhof, hatte Buhlmann vor wenigen Tagen selbst ein sonderbares Erlebnis: „Ich war mit drei Hunden im Feld unterwegs, als ich zwei Männer mit einem blauen oder grauen Kleintransporter beobachtet habe. Sie haben sich gebückt und etwas aufgehoben, vermutlich Steine, und offensichtlich auf mich und die Hunde gewartet“, erzählt Buhlmann mit einem sehr unguten Gefühl. Sie war daraufhin mit den Hunden stehengeblieben. Irgendwann seien die Männer, die sie auf 20 bis 40 Jahre schätzt, mit ihrem Pritschenwagen dann in Richtung Rod davongefahren. Sie habe das Auto noch nie zuvor gesehen.

Buhlmann berichtete ferner von einer Kundin, deren Hund ebenfalls mit einem Giftköder in Kontakt geraten sei, zum Glück aber überlebt habe. Der Fall habe sich in Hasselbach zugetragen, allerdings schon im September. Christine Wagner, die Besitzerin der etwa einjährigen Mischlingshündin „Betty“, bestätigte der TZ den Fall. Es sei schon dunkel gewesen, als „Betty“, die aus einer rumänischen Tötungsstation stamme und die Nase ständig am Boden habe, den Köder vermutlich nicht aufgenommen, sondern nur daran geleckt habe: „Das war ihr Glück, die Vergiftung verlief deshalb glimpflich.“ Dennoch hatte der Hund bereits abends Durchfall, der sich über die Nacht verstärkt habe und morgens auch blutig gewesen sei, außerdem habe er sich mehrmals blutig übergeben: „Wir sind schnell in die Tierklinik nach Neu-Anspach gefahren, wo sie Betty zum Glück noch retten konnten“, so Wagner.

Weder sie, noch die Familie aus Rod seien zur Polizei gegangen, sagte Michael Greulich, Pressesprecher der Polizeidirektion Bad Homburg, gestern. Dabei, so Greulich und Bürgermeister Bangert, sei es wichtig, solche Fälle öffentlich zu machen, um den Tätern das Handwerk legen oder andere Hundehalter warnen zu können. „Was hätte das schon gebracht, da wäre doch nichts rausgekommen“, sagte Christine Wagner.

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