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Discounter: Usinger Ortsbeirat segnet Pläne für Lidl-Umbau ab

Der Ortsbeirat in Usingen hat die Pläne zum Umbau des Lidl-Marktes abgesegnet. Leichter Gegenwind kam von der FDP.
In der Weilburger Straße wäre nach Ansicht des Gewerbevereins noch Platz für den Lidl-Markt. In der Weilburger Straße wäre nach Ansicht des Gewerbevereins noch Platz für den Lidl-Markt.
Usingen. 

Gerade einmal fünf Minuten brauchte der Ortsbeirat, um den Umbauplänen von Lidl zuzustimmen. Bekanntlich will der Discounter am Neuen Marktplatz größer und schöner werden. Eingehend habe man sich mit den Plänen beschäftigt, wie Ortsvorsteher Joachim Brötz (FWG) betonte. Eine Brücke über den Stockheimer Bach wäre gut, die Ausfahrt gegenüber des Westerfelder Wegs sei möglicherweise problematisch.

Brötz habe auch mit der Leitung der Kindertagesstätte am Riedborn gesprochen und sich darüber hinaus über die geplante Veränderung ein Bild gemacht. So weit, so diskussionslos die Abstimmung. Das war vor allem dem Umstand geschuldet, dass sich Bürger erst zu Wort melden dürfen, wenn der Beirat den Punkt „Bürger fragen den Ortsbeirat“ erreicht. Und der war nach der Abstimmung vorgesehen.

Falsches Gremium

Dann aber sprach Ralf Müller, Vorsitzender des Gewerbevereins, vor dem Ortsbeirat vor. Er gab zu bedenken, dass es neben den zwei Planungsvarianten von Lidl (Versetzung und Erweiterung des Gebäudes oder eine seitliche Erweiterung) eine dritte Möglichkeit gebe, nämlich dem Discounter Flächen in der Weilburger Straße zu vermitteln.

Aus seiner Sicht sprechen mehrere Gründe dafür: Die Stadt müsse für das Förderprogramm sowieso ein Stadtentwicklungskonzept aufstellen, dass bis Oktober fertig sein soll. Das wiederum gebe Usingen die Chance, sich auf lange Sicht attraktiver zu gestalten, vor allem in greifbarer Nähe zum Altstadtkern. Optisch könnte die Fläche in der Weilburger Straße aufgewertet werden und der Lidl fände auch eine entsprechende Frequenz.

„Der Ortsbeirat ist nicht das richtige Gremium dafür“, sagte Stadtrat Reiner Fritz und verwies auf die Stadtverordnetenversammlung. Allerdings: Ralf Müller hat weder als Bürger noch als FDP-Mitglied dort Rederecht. Die Möglichkeiten Anliegen und Anregungen vorzutragen, gibt es nur auf direktem Weg an die Fraktionen, die Verwaltung oder in den öffentlichen Sitzungen des Ortsbeirats. FDP-Fraktionschef Gerhard Brähler warf ein, dass es zumindest eine Überlegung wert wäre, die finale Entscheidung über Lidls Zukunft nicht schon im Februar – also vor dem Stadtentwicklungskonzept – zu treffen. Doch der Ortsbeirat wollte sich zu keiner Diskussion hinreißen lassen, zumal die Verwaltungsvorlage bereits abgestimmt sei.

Container, Parken, Wege

Weitaus intensiver beschäftigte sich das Gremium aber mit anderen Themen. Die gute Nachricht für die Anwohner im Wernborner Weg: Der Glascontainer auf dem Parkplatz am ehemaligen Amtsgericht, soll in eine Ecke, rechts vom UCV-Clubhaus versetzt werden.

Einig waren sich die Mitglieder auch darüber, dass sie einen Ortstermin mit Ordnungsamtsleiter Hans-Jörg Bleher brauchen. Die Parksituation in der Saalburg- und Altkönigsstraße sei für niemanden zufriedenstellend, gleichwohl wollte das Ordnungsamt in der Altkönigstraße gegenüber dem Malteser-Stützpunkt kein Parkverbot verhängen. Nun soll vor Ort noch einmal auf die Situation hingewiesen werden. Auch der Wegezustand der Weingärten müsste verbessert werden, auch das soll bei dieser Gelegenheit erneut thematisiert werden.

Wann mit einer Veränderung des Standortes Altes Krankenhaus zu rechnen ist, wollte das Gremium wissen, doch abgesehen von den bereits bekannten Plänen, dass der Kreis das ehemalige Krankenhaus verkaufen will, wusste der Beirat nicht mehr. Fraglich sei aber, wie das ehemalige Krankenhaus unter den Hammer kommen könne, nachdem derzeit dort noch Flüchtlinge untergebracht sind. Für diese müssten dann nämlich erst einmal Ersatzunterkünfte gesucht werden.

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