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Erweiterung statt Aufstockung: Am Lidl-Markt in Oberursel soll in diesem Jahr gebaut werden

Von Lebensmittelgeschäfte sollen in der Stadt gehalten werden und bekommen deshalb häufig die Möglichkeit, ihre Verkaufsfläche zu erweitern. Das ist auch beim Lidl-Markt an der Hohemarkstraße in Oberursel der Fall. Dort bleibt aber in Bezug auf die Zukunft noch ein Fragezeichen.
Der Lidl-Markt an der Hohemarkstraße wird erst mal nicht zweigeschossig, sondern lediglich erweitert. Der Lidl-Markt an der Hohemarkstraße wird erst mal nicht zweigeschossig, sondern lediglich erweitert.
Oberursel. 

Der Trend ist klar: Lebensmittelhändler streben allerorten möglichst große Verkaufsflächen an. Deswegen bauen sie entweder neu oder vergrößern, sofern möglich, ihre bestehenden Märkte. Letzteres hat auch der Discounter Lidl vor, der in Oberursel zwei Märkte hat: in der Pfeiffstraße und an der Hohemarkstraße.

Das Unternehmen und die Politik haben derzeit den Laden an der Hohemarkstraße im Blick. Er soll in diesem Jahr erweitert werden – nach vorne in Richtung Hohemarkstraße. Das ist insofern neu, als dass Lidl seine Pläne geändert hat: Vor gut einem Jahr war noch davon die Rede gewesen, dass Lidl an der Hohemarkstraße einen zweigeschossigen Bau plane, mit mehr Parkflächen im Erdgeschoss und etwa 1500 Quadratmeter Verkaufsflächen im Obergeschoss. Es sollte der erste Markt in Hessen nach diesem Konzept sein, hatte Lidl im Dezember 2016 angekündigt.

Warten auf Genehmigung

Zum Jahreswechsel 2017/18 zeigt sich das Unternehmen weniger auskunftsfreudig: Die Frage dieser Zeitung, was zu der Planänderung geführt habe, bleibt trotz Nachhakens ebenso unbeantwortet wie Fragen zum Beispiel nach Baubeginn und Zeitplan. Marie Dann, Immobilienleiterin der Lidl-Regionalgesellschaft Butzbach, bestätigt lediglich, dass die Filiale modernisiert und vergrößert werden solle. Eingeleitet wird das Ganze mit einem sehr allgemein gehaltenen Satz: „Lidl entwickelt sein gesamtes Filialportfolio kontinuierlich qualitativ und quantitativ weiter, um den Kunden eine moderne Einkaufsstätte mit attraktiven Einkaufsbedingungen zu präsentieren.“ Nähere Angaben wollen Dann und die Lidl-Pressestelle mit Verweis darauf, dass man sich noch im Baugenehmigungsverfahren befinde, nicht machen.

Die ein oder andere Information lässt sich aber den öffentlich einsehbaren Unterlagen entnehmen, über die Oberursels Kommunalpolitiker Ende vergangenen Jahres beraten haben. Demnach soll die Verkaufsfläche von derzeit gut 1000 Quadratmeter auf knapp 1200 Quadratmeter vergrößert werden. Die Zahl der Parkplätze nimmt durch die Erweiterung hingegen ab: Laut Lageplan gibt es künftig 82 statt wie bislang 90 Pkw-Stellflächen.

Die Politik hat sich in zweierlei Hinsicht mit dem Lidl-Vorhaben beschäftigt: Zum einen haben die Stadtverordneten vor Weihnachten mehrheitlich dem Bebauungsplan ihr Okay erteilt. Er ist nun als Satzung beschlossen – die finale Stufe in einem Bebauungsplanverfahren.

Grüne üben Kritik

Zum anderen haben sie einem städtebaulichen Vertrag zwischen Stadt und Lidl zugestimmt, der nun im Hinblick auf die zunächst ad acta gelegte zweigeschossige Bauweise geändert wurde. Unverändert wird aber mit dem Vertrag geregelt, dass Lidl die Kosten für das B-Plan-Verfahren trägt.

Die Grünen stimmten im Stadtparlament als einzige Fraktion gegen Bebauungsplan und Vertrag. Denn Lidl habe nach wie vor die Möglichkeit, zweigeschossig zu bauen, sagte Stephan Schwarz mit Blick auf den Plan. „Das passt weder jetzt noch in Zukunft“, sagte Schwarz und forderte eine entsprechende Anpassung von Plan und Vertrag. Ob das Unternehmen mittelfristig noch einen solchen Bau plane – auch darauf bekam diese Zeitung von Lidl keine Antwort.

Den anderen Fraktionen war wichtig, dem Discounter keine Hürden in den Weg zu stellen. Der Markt sei immer voll, eine ortsnahe Einkaufsmöglichkeit, sagte SPD-Fraktionschef Dr. Eggert Winter. Ähnlich äußerte sich Thomas Fiehler (FDP), der auf das große Einzugsgebiet der Filiale verwies: „Wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, bequem einkaufen zu gehen.“

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