Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Ein Prost auf den TV-Auftritt

Von Ob die Traditions-Apfelweinwirtschaft „Zum Rühl“ noch bekannter wird, wird sich bei der Ausstrahlung der Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ im September zeigen. Wirt Klaus Geisenberger wollte jedenfalls einfach nur dabei sein, nachdem er in das Casting zur Sendung so reingerutscht ist . . .
Kamera läuft: Bei normalem Betrieb wurde in der Gaststätte „Zum Rühl“ für „Mein Lokal, Dein Lokal“ gedreht. Kamera läuft: Bei normalem Betrieb wurde in der Gaststätte „Zum Rühl“ für „Mein Lokal, Dein Lokal“ gedreht.
Weißkirchen. 

Manchmal kann ein Anruf Folgen haben. So zum Beispiel für Klaus Geisenberger, den Wirt der Weißkirchener Ebbelwei-Wirtschaft „Zum Rühl“. Bei einem Telefongespräch, das er im Frühjahr führte, ging es nicht um eine Tischreservierung. Fernsehmacher haben angefragt, ob er denn nicht mit seinem Gasthaus an der Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ teilnehmen wolle, die auf „kabel eins“ zu sehen ist. Gesucht wurden Kandidaten aus dem Rhein-Main-Gebiet. „Ich war erst ganz perplex, mit so was rechnet man ja nicht“, erinnert sich der Gastronom.

Zunächst habe es ein Telefoncasting gegeben, erzählt Geisenberger: „Die haben sich erkundigt, ob ich meine Soßen selbst mache, was ich mit Ja beantworten konnte, oder woher mein Apfelwein kommt.“ „Aus einer kleinen Kelterei aus dem Odenwald“, antwortete er seinen Gesprächspartnern.

Im Juni rückte dann ein Kamerateam an und wirbelte den Betrieb im „Rühl“ ganz schön durcheinander. „Wir haben ja das normale Tagesgeschäft trotzdem weitergeführt.“ Die anderen Teilnehmer seiner Runde sind das Restaurant „Fleur de Sel“ aus Maintal sowie drei gastronomische Betriebe aus Frankfurt: das „Hooters“, das „Do Brasil“ und das „Atelier Wilma“.

„Bei mir haben die Chefs der anderen Lokale Rinderfilet, Grüne Soße mit Lachs, Rumpsteak oder Pfefferschnitzel gegessen“, berichtet der Koch aus Weißkirchen. „Ich glaube, es hat ihnen geschmeckt, nur die Rahmsoße wurde kritisiert, aber genau wissen wir’s erst bei Ausstrahlung.“ Diese ist für September geplant, den genauen Termin kommunizieren die TV-Leute aber frühestens vier Wochen vor der Ausstrahlung. Die Gastronomen müssen sich dem Konzept der Doku-Soap entsprechend gegenseitig bewerten, am Ende der Woche bekommt der Gewinner den „Goldenen Teller“ von „kabel eins“ und ein Preisgeld von 3000 Euro.

Jeder habe zehn Punkte zu vergeben gehabt, erzählt Geisenberger: „Wenn wir 30 bekommen haben, wäre das in Ordnung.“ Er habe Spaß am Dreh gehabt. „Es war das erste Mal für mich, der ,Rühl‘ war sonst nur mit der Familie Rühl im Fernsehen, beim Blauen Bock mit Heinz Schenk vor vielen Jahren.“

Gut fürs Geschäft

Er denke, dass die Sendung seinen Bekanntheitsgrad erhöhe, und hoffe, dass sie sein Geschäft noch ankurbele, erzählt der Wirt: „Wir haben eine schwierige Zeit hinter uns mit Baustellen vor der Tür, die Gäste abhielten“, erzählt er. Dazu kam ein privater Schicksalsschlag.

Jetzt aber habe er ein gutes Team in Küche und Service. Es sei nicht so leicht, gute Leute für die Gastronomie zu finden. Sait aus dem Service nickt. Er hat es genossen, etwas im Hintergrund, aber dennoch bei den Dreharbeiten dabei gewesen zu sein: „Es war interessant zu sehen wie das mit den ganzen Kameras und Kabeln läuft.“ Ja, es liege eine spannende Zeit hinter ihnen, meint Geisenberger. „Aber uns ging’s dabei nicht ums Gewinnen, sondern einfach nur ums Dabeisein.“

„Mein Lokal, Dein Lokal“ ist montags bis freitags von 17.55 Uhr an auf „kabel eins“ zu sehen. Der Beitrag aus Weißkirchen soll im September ausgestrahlt werden, der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse