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Schnelle Entscheidung angemahnt: Förderverein forciert Kurbad-Sanierung in Königstein

Der Förderverein Kurbad Königstein mahnt erneut den Beginn der fälligen Badsanierung an. Die kommt auch, sagt die Stadt, aber erst nach dem Verkauf des Biesten-Geländes. Vernünftige Lösung statt maximaler Profit lautet dabei das Motto der Verantwortlichen.
Das Kurbad ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das Kurbad ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Königstein. 

Für den Vorsitzenden des Fördervereins Kurbad Königstein, Rainer Kowald, ist es eine „unendliche Geschichte“. Mehrfach bereits habe eine Mehrheit der Stadtverordneten bereits ihr Ja zur fälligen Sanierung des Bades bekräftigt. Getan habe sich aber so gut wie nichts. Das aber habe Auswirkungen auf die Personalausstattung, die der ehemalige Geschäftsführer des Bades, als „dünn“ bezeichnet.

Im Protokoll der vergangenen Mitgliederversammlung des Fördervereins heißt es dazu, dass hier „von der untersten Grenze für einen normalen Betriebsablauf gesprochen werden“ könne. Im Gespräch mit dieser Zeitung beklagt Kowald die häufig wechselnden Aushilfen, was bei den Besuchern vor allem im Saunabereich den Wohlfühlfaktor beeinträchtige.

Zugleich weiß er, dass die Personalfrage eng mit der geplanten Sanierung des denkmalgeschützten Kurbades zusammenhängt. Das bestätigt auch der wiedergewählte Bürgermeister Leonhard Helm gegenüber dieser Zeitung. „Allerdings ist eine Neuaufstellung zu diesem Zeitpunkt wenig sinnvoll“, so der Verwaltungschef weiter.

Vernunft statt Profit

Hintergrund ist der Kauf des sogenannten Biesten-Geländes durch die städtische Grundstücks- und Verwaltungs GmbH. Plan ist, das Areal an einen Investor zu verkaufen, um so wiederum Geld einzuspielen, das in die Sanierung des Bades gesteckt werden kann. „Dafür muss nun ein rechtskonformes Ausschreibungsverfahren angestoßen werden, in dem die Verkaufsbedingungen genau festgelegt werden“, so Helm. Ein maximaler Verkaufspreis in zweistelliger Millionenhöhe könne hierbei „nicht das A und O sein“. Vielmehr gehe es darum, eine städtebaulich vernünftige Lösung zu finden, die von allen Entscheidungsgremien getragen wird. Und das brauche eben Zeit. Den Zuschlag werde es frühestens Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres geben können. Das ist immerhin ein Zeitplan, wie ihn auch der 200 Mitglieder starke Förderverein auf seiner Mitgliederversammlung gefordert hatte.

Verein will mehr Infos

In der Zwischenzeit wird der Verein, der sich um die Förderung des Schwimmsports kümmert, sein Engagement im Badbetrieb fortsetzen und unter anderem die Schwimmkurse für Kinder aus finanziell schwächeren Familien verstärkt unterstützen.

Außerdem soll weiterhin in die Ausstattung mit Utensilien für die Schwimmkurse investiert werden. Demnächst werden spezielle Hanteln für die Aquafitness-Kurse angeschafft, so Kowald, dem es wichtig ist zu betonen, dass „wir trotz unserer Kritik keine Gegner des Bades sind, sondern im Gegenteil viel für das Haus tun“. Deshalb würde man sich seitens des Vereins auch wünschen, besser über die zukünftigen Planungen informiert zu werden. Das kann bald geschehen. Nach Angaben von Rainer Kowald sei ein Gesprächstermin mit dem Bürgermeister zur Situation und den Perspektiven des Kurbades für Mitte Juni anberaumt.

In der Zwischenzeit will man sich aber auch mit den Fraktionen in Verbindung setzen und dort über die Zukunft und die notwendige Sanierung des Bades sprechen. Kowald: „Das Bad ist für den heilkimatischen Kurort Königstein ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, den man nicht so einfach vernachlässigen darf.“ Deshalb müsse möglichst schnell eine Entscheidung zur weiteren Entwicklung des Biesten-Geländes und der damit verbundenen Badsanierung gefunden werden.

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