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Gründchen wird 2018 erschlossen

Von Beiderseits des S-Bahnhofs Weißkirchen/Steinbach sind Gewerbegebiete in Planung, und auf beiden Seiten stehen in absehbarer Zeit Bauarbeiten an, um Kreisel zu schaffen. Steinbach ist dabei schon einen Schritt weiter als Oberursel.
Gewerbeflächen wie hier an der Kurmainzer Straße in Weißkirchen sollen „aufgeräumt“ werden. Gegenüber geht es künftig zu Mazda. Bilder > Foto: Matthias Reichwein Gewerbeflächen wie hier an der Kurmainzer Straße in Weißkirchen sollen „aufgeräumt“ werden. Gegenüber geht es künftig zu Mazda.
Steinbach/Weißkirchen. 

Die Entwicklung von Gewerbegebieten nahe dem S-Bahnhof Weißkirchen/Steinbach taugt schon zum kommunalpolitischen Klassiker, ist sie doch schon seit Jahren im Gespräch. Steinbach plant an der Bahnstraße gegenüber dem bestehenden Industriegebiet das neue Gewerbegebiet „Im Gründchen“. Oberursel arbeitet am Bebauungsplan „Gewerbegebiet am Bahnhof Oberursel-Weißkirchen/Steinbach“, der einerseits dem Autobauer Mazda mit seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum Erweiterungsmöglichkeiten gibt, andererseits ein „Aufräumen“ gegenüberliegender Flächen an der Zufahrt zum Park-and-Ride-Platz ermöglichen soll.

Jetzt sieht es so aus, als sollte sich tatsächlich in absehbarer Zeit etwas tun – zumindest auf Steinbacher Seite. „Wir wollen die Erschließungsaufträge bis Jahresende vergeben“, sagte Erster Stadtrat Lars Knobloch (FDP) unlängst bei einer Versammlung des Gewerbevereins. 2018 soll dann die Erschließung des Gründchens laufen.

Fragebogen für Firmen

Steinbacher Firmen, die im alten Industriegebiet ansässig sind, werden die Erschließungarbeiten in ihrer Nähe zu spüren bekommen. „Wir wollen mit dem Gewerbeverein in Dialog treten und auch auf einzelne Firmen im Gewerbegebiet zugehen“, kündigte Knobloch an. In einem Fragebogen solle nach den Bedürfnissen gefragt werden und danach, worauf zu achten sei. Der Gewerbeverein hatte schon im Frühjahr im Gespräch mit dieser Zeitung die Bitte geäußert, dass die Arbeiten mit möglichst wenig Beeinträchtigungen für die Gewerbetreibenden im alten Industriegebiet laufen. Zu klären sind zum Beispiel Anlieferzeiten für die Supermärkte, erklärte der Leiter des städtischen Bauamts, Alexander Müller. Die Erschließung soll 2018 witterungsabhängig beginnen, in der zweiten Jahreshälfte könnten sich dann Unternehmen ansiedeln, schätzte Müller.

Zu den Hauptinteressenten gehören eine Apotheke und ein Klebstoffhersteller. Steinbachs Bürgermeister Dr. Stefan Naas (FDP) rechnet mit einem positiven Abschluss. Die Unternehmen sollen etwa 250 Euro pro Quadratmeter zahlen – der Bodenrichtwert liegt bei 230 Euro – und gut die Hälfte der im ersten Gebietsteil etwa 4,3 vermarktbaren Hektar übernehmen. „Dann haben wir noch zwei, drei Grundstücke über, dann sind wir durch“, gab sich Steinbachs Rathaus-Chef optimistisch.

Erneute Offenlegung

Während der Bebauungsplan fürs Gründchen steht, wird der genannte B-Plan für das nahegelegene Gebiet in Weißkirchen in diesem Herbst nach kleinen Änderungen erneut offengelegt. Den Satzungsbeschluss – die abschließende Stufe eines B-Plan-Verfahrens – erwartet Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) für Frühjahr kommenden Jahres.

Wie in Steinbach an der jetzigen Kreuzung Industriestraße/Bahnstraße ist auch in Weißkirchen ein Kreisel vorgesehen, der in Höhe der Abfahrt von der Kurmainzer Straße zum Park-and-Ride-Platz gebaut wird. Wann der Weißkirchener Kreiselbau ansteht, ist offen. Eventuell dann, wenn die Kurmainzer Straße saniert wird, sagte Brum, ohne sich zeitlich festzulegen.

Der Kreisel in Weißkirchen erschließt nicht nur Mazda und soll eine Anbindungsmöglichkeit für die wieder intensiver diskutierte Südumgehung bieten, er führt auch zur gut einen Hektar großen Gewerbefläche, die der Oberurseler Bürgermeister vor allem als Reserve für „verträgliches Gewerbe“ im Blick hat. „Wir haben zurzeit mehr Nachfrage als Flächen“, sagte Brum.

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