E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 25°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Igel in Bad Homburg: Igel starten in den Frühling

Eine Homburgerin hat einer Handvoll Igeln Quartier für den Winter geboten. Jetzt sind die stachligen Geschöpfe ins Leben aufgebrochen. Traurig, aber auch irgendwie schön.
Nachbarin Marietta Tietze schaffte es, den freiheitsliebenden Fauchi vor die Kamera zu bekommen. Nachbarin Marietta Tietze schaffte es, den freiheitsliebenden Fauchi vor die Kamera zu bekommen.
Bad Homburg. 

Fauchi hat sie ihn genannt – den kleinen Igel, der sich von ihrem Garten aus aufgemacht hat ins Frühjahr. Weil er bei jeder Begegnung sofort faucht. Mit fünf Geschwistern hat er den Winter in Rosita Alberts Garten verbracht – zwischen Triftstraße und Saalburgstraße, also in der Innenstadt. Die Homburgerin wunderte sich, dass in den Vorgärten noch Igel leben – und wurde aktiv.

Als sie Mitte Oktober in ihrem Garten Fauchis frierenden Bruder sah, baute sie Kuschelkisten, in denen schließlich sechs stachlige Wesen Unterschlupf suchten. „Sechs kleine Igel, ein Wurf, alle untergewichtig, den Kampf gegen den Winter würden sie verlieren“, dachte die Homburgerin – und gab ihnen täglich Futter, reinigte die Kisten. Einen ganzen Winter lang.

Was gar nicht so einfach war. „Katzennassfutter wollte niemand von euch. Katzentrockenfutter war der Renner, Hühnchenfleisch? Nein, danke! Kamillentee, Fencheltee? Die einen mochten ihn, die anderen warfen voller Verachtung ihren Kot hinein. Der eine mochte Blaubeeren, der anderen nur Banane. Nörglige Spezialisten, ihr habt es mir nicht leicht gemacht.“

Bald wurden die Igelkäfige zu klein. Das Gewicht der Wichte von einst 250 Gramm hatte sich vervierfacht. Rosita Albert ließ die Tiere umziehen in „Luxusigelwohnungen, beheizbar und mit Temperatursensoren – eine Eigenkonstruktion, eine erfinderische Großtat“. Die Igel hielten Winterschlaf.

Jetzt ist Leben in der Bude. Die dick gewordenen Tiere verlassen spät abends ihre Kiste, futtern was, legen sich wieder aufs Ohr, um gegen 2 Uhr nachts durch die Gärten zu laufen. Die Winterigel haben übrigens ganz toll abgenommen, wie Rosita Albert schreibt. Jung und beweglich laufen sie durch den Garten. „Davon kann eine Frau nur träumen: drei Monate Winterschlaf und mit der Traumfigur aufwachen!“

(ahi)
Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen