Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Neu-Isenburg 24°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

CDU in Bad Homburg: Nur noch Formsache: Wahl von Meinhard Matern zum Stadtrat

Von Noch hat die CDU Meinhard Matern nicht mal zu ihrem Kandidaten gekürt, da hat der Fachbereichsleiter Finanzen im Homburger Rathaus bereits eine beeindruckende Mehrheit hinter sich.
Meinhard Matern Meinhard Matern
Bad Homburg. 

Die FDP war als erstes aus der Deckung geprescht. Meinhard Mattern als Bürgermeister und Kämmerer – das können sich die Liberalen durchaus vorstellen. Wie berichtet, gilt der langjährige Leiter der städtischen Abteilung Finanzen als der Kandidat der CDU für die Ende August frei werdende Dezernentenstelle im Rathaus. Ende des Jahres soll Mattern dann zum Bürgermeister und sehr wahrscheinlich zum Kämmerer gekürt werden.

Allerdings wäre FDP-Fraktionschef Wolfgang Hof nicht Wolfgang Hof, würde er die signalisierte Zustimmung nicht noch mit einer kleinen „Gemeinheit“ verbinden. So äußerte Hof die Hoffnung, dass man Matern direkt mit der Erstellung des Haushalts für 2018 betrauen solle. „Ich bin gespannt, ob OB Alexander Hetjes diesen Mut aufbringt“, so Hof. Der aktuelle Bürgermeister und Kämmerer Karl Heinz Krug (SPD) hatte auf der Pressekonferenz, auf der er verkündet hatte, nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen, noch gesagt, dass der Haushalt 2018 aus seiner Feder fließen soll.

„Gute Zusammenarbeit“

In diesem Zusammenhang weist Krug die Behauptung zurück, wonach es ein Zerwürfnis zwischen ihm und Matern gegeben habe. „Diese Aussage entbehrt jeder Grundlage, die Zusammenarbeit mit Herrn Matern als Fachbereichsleiter ist ausgesprochen gut“, so Krug. Die TZ hat in diesem Zusammenhang andere Informationen.

Wie auch immer – Matern wird sich, so er denn von der CDU nominiert wird, auf breite Unterstützung stützen könne. Außer der CDU haben sich mittlerweile auch der Koalitionspartner SPD und weitere Oppositionsparteien positiv zu Matern geäußert. „Die CDU ist gut beraten, einen Bürgermeister zu suchen, der sich mit Finanzen auskennt, und Mattern ist einer, der es kann. Ich persönlich würde mich über seine Nominierung freuen“, so SPD-Fraktionschef Jürgen Stamm.

„Matern ist jemand, der Kämmerei kann“, sagt auch Daniela Kraft von den Grünen. Zwar habe man in der Fraktion noch nicht über diese Personalie gesprochen, doch die Fraktionsvorsitzende denkt, dass Mattern ein Konsenskandidat sei, „den man eventuell auch wählen kann“.

Besonders groß ist die Vorfreude bei der BLB, will man doch „den größten Fehler, den die BLB in ihrer nunmehr fast zwanzigjährigen Geschichte gemacht hat“, so Armin Johnert, ausmerzen. Und dieser Fehler sei es 2011 gewesen, 2011 nicht Matern, sondern Karl Heinz Krug zum Bürgermeister zu wählen. Die Wahl von Krug sei seinerzeit ein Junktim gewesen, und ein Scheitern der Wahl Krugs schon Mitte 2011 hätte dann wohl auch das Scheitern des Bündnisses (Grüne, SPD, BLB und NHU) zur Folge gehabt. Johnert: „Könnte ich die Geschichte zurückdrehen, ich würde das Scheitern in Kauf nehmen und Matern wählen. Die BLB kreidet Krug vor allem an, dass er vom Tag seiner Wahl an immer danach gestrebt habe, sich selbst gut in Szene zu setzen. „Es muss endlich Schluss sein mit dem ewigen Eigenlob des jetzigen Kämmerers, der bekanntlich sein größter Fan ist“, ätzt der BLB-Fraktionschef weiter.

Bei den Stadtrats-Wahlen im Mai werde die BLB ihren Fehler von 2011 korrigieren und für Matern stimmen. Auch wenn Matern die Stimmen der BLB schon sicher habe, werde man ihn noch mal in die Fraktion einladen.

Bei der AfD geht man davon, dass Matern ein „sparsamer Mensch“ sei. „Wir haben uns noch nicht festgelegt, aber ich gehe von unserer Zustimmung zu dieser Personalie aus“, so Fraktionschef Peter Münch.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse