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Vom Glück, zusammen zu sein

Glücklich strahlte das junge Paar 1966 in die Kamera. Bilder > Glücklich strahlte das junge Paar 1966 in die Kamera.
Weißkirchen. 

Ein Paar wie aus dem Bilderbuch: Er möchte nicht ohne sie sein und sie nicht ohne ihn – und das nach 50 Jahren Ehe. Heute feiern Luise und Norbert Bär ihre goldene Hochzeit.

Im schönen Luftkurort Mönchberg in Unterfranken, wo es in den 60ern das schönste Schwimmbad gab – zumindest Norbert Bärs Meinung nach –, fiel dem Frankfurter Bub die schöne Luise beim Milchabliefern sofort auf. „Sie kam vom elterlichen Bauernhof mit der Milch und ich war oft für ein paar Tage Erholung in Mönchberg, wie übrigens viele andere Frankfurter oder Offenbacher auch, die das große Freibad liebten“, erinnert sich Norbert Bär.

Ein großes Einweihungsfest auf dem Sportplatz in Mönchberg brachte die beiden zusammen: „Ich habe mich einfach zwischen sie und ihre Freundin gesetzt“, grinst der gelernte Fernmeldetechniker, der in Frankfurt-Bornheim das Licht der Welt erblickte. Die junge Einzelhandelskauffrau in dem hübschen, bunten Kleid war zunächst etwas perplex über so viel Courage, doch bald traf sie sich regelmäßig mit dem feschen, frechen Frankfurter zum Tanz in der Turnhalle in Mönchberg.

„Mir war sehr schnell klar, die will ich heiraten“, erzählt der heute 71-Jährige und seine Frau lächelt. Das junge Paar hatte jedoch mit Widrigkeiten zu kämpfen – Bärs Familie war nicht ganz einverstanden, und als er seine Prüfung abgelegt hatte, konnte das Paar sich über lange Zeiträume nicht sehen. Sie habe noch die Liebesbriefe aus dieser Zeit, erzählt Luise Bär.

Die beiden haben sich schließlich durchgesetzt: „1964 wurde sich verlobt und im Juli 1966 Hochzeit gefeiert.“ Kurz darauf kam Tochter Susanne zur Welt. Von ihr haben die Bärs die Enkel Laura (24) und Fabian (22), die beide studieren.

„Wir führen ein intensives Familienleben. Tochter mit Schwiegersohn und die Enkel wohnen in Heddernheim, wir sehen uns oft“, berichten die Eheleute. 13 Jahre lang seien sie mit Laura und Fabian in den Ferien auf einen Bauernhof gefahren. Außerdem sei der Opa zehn Jahre Jugendtrainer in Heddernheim gewesen, erzählt Norbert Bär. Dort spielte sein Enkel Fußball.

Das Ehe-Rezept der Bärs

Die Bärs unternehmen am liebsten Dinge gemeinsam. „Toleranz und Vertrauen gehören natürlich auch zu einer guten Ehe“, meinen beide. Wandern, kegeln oder Radfahren etwa und Ausflüge mit Freunden in Weingegenden sind ihre liebsten Hobbys. „Wichtig dabei ist nur, dass man die Sportart oder Aktivität zusammen ausüben kann“, betont Norbert Bär, der sich auch in der Kommunalpolitik engagierte. Zehn Jahre lang war er Vorsitzender der SPD Weißkirchen und 22 Jahre Mitglied im Ortsbeirat sowie zusätzlich acht Jahre stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft Hessen.

„Es ist schwer, ohne den anderen was zu machen.“ Dies sei ihm sehr früh klar gewesen, sagt er und seine Augen werden feucht: „Ich hänge an ihr und kann nicht ohne sie.“ Luise Bär (69) schaut ihren Gatten liebevoll an und streichelt ihm den Arm: „Ich doch auch nicht ohne dich.“

(rosa)
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