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„Das Buch der Ringe –: 160 Seiten Stadtgeschichte

Von Ein Historiker hielt die Laudatio, die Stadtgalerie war voll, Bürgermeister und Landrat waren bei der offiziellen Präsentation anwesend. Das „Buch der Ringe“ der Freunde Sprendlingens ist ein voller Erfolg.
Peter Holle (v.l.) präsentierte das „Buch der Ringe“ gemeinsam mit seinen Co-Autorinnen Beate Flesch, Christine Kraus und Anjal Göbel. Peter Holle (v.l.) präsentierte das „Buch der Ringe“ gemeinsam mit seinen Co-Autorinnen Beate Flesch, Christine Kraus und Anjal Göbel.
Dreieich. 

Die ersten Exemplare gingen in der Stadtgalerie bereits über die Ladentheke, bevor die Buchpräsentation der Freunde Sprendlingens überhaupt begonnen hatte. Alle Besucher wollten in den Seiten des „Buchs der Ringe – Geschichte(n) von Hirschsprung und Breitensee“ blättern. Die Stadt Dreieich und der Verein Freunde Sprendlingens hatten zur offiziellen Präsentation des Buches über den Sprendlinger Norden in die Stadtgalerie eingeladen. Das Interesse war riesig, die Plätze reichten kaum aus. Bürgermeister Dieter Zimmer bedankte sich bei dem Verein und bei dem Journalisten Peter Holle für das Engagement.

„Das Buch ist ein Geschenk, sehr bereichernd und interessant, weil auch die Zeitzeugen darin zu Wort kommen“, lobte der Bürgermeister. Dazu betonte der Rathauschef, dass der Begriff „sozialer Brennpunkt“ dem „Stadtteil im Grünen“ nie gerecht geworden sei. „Besonders weil so viele Akteure sich für ihren Stadtteil eingesetzt haben, ist uns eine positive Entwicklung des Quartiers gelungen, und wir haben gemeinsam zukunftsorientierte Bedingungen geschaffen“, so Zimmer weiter.

Ein modernes Quartier

Auch Landrat Oliver Quilling war voll des Lobes über das stadtgeschichtliche Werk auf 160 Seiten: „Das Buch beschreibt die Blütezeit eines modernen Stadtviertels genauso wie die Schattenseiten, als es in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre wegen erhöhter Arbeitslosigkeit und sinkender Wirtschaftskraft Schwierigkeiten im sozialen Miteinander gab“, sagte Oliver Quilling. Es sei bemerkenswert, dass die Menschen im Stadtviertel die Probleme erkannt und gemeinsam Lösungen erarbeitet hätten. „Mit enormer Eigeninitiative, mit Hilfe von Förderprogrammen wie etwa Soziale Stadt und einem integrierten Entwicklungskonzept haben es die Bürger geschafft, das Wohnumfeld in den drei Ringen attraktiver zu machen, neue Angebote auf die Beine zu stellen und somit die Lebensqualität insgesamt zu verbessern“, so der Landrat.

Stiftung deckt die Kosten

Er hatte noch eine besondere Überraschung für den Verein: Aus der kreiseigenen Stiftung Miteinander leben brachte er einen Scheck über 2000 Euro für die Deckung der Buchkosten mit.

Für die Laudatio an die Freunde Sprendlingens, den Autor Peter Holle und seine Co-Autoren war Thomas Bauer vom Institut für Stadtgeschichte aus Frankfurt angereist. Er lobte das Werk als höchst informativ und spannend. „Als Historiker interessieren mich die Kapitel zwei und drei am meisten“, sagte Bauer. Auf diesen rund 35 Seiten schreiben Peter Holle, Wilhelm Ott und Frank Oppermann über die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen, die in den Ringen ein Zuhause fanden, über die mittelalterlichen Pfade, die einst durch die heutige Wohnstadt führten und die besondere Anordnung der Architektur als „liegende Acht“.

Doch nun wurde aus dem Werk gelesen: Peter Holle gab eine kleine Einführung, dann lasen die Geschwister Beate Flesch und Christine Kraus, die in den „Ringen“ aufwuchsen und deren Kinderfoto das Buchcover ziert, aus ihren Geschichten. Auch die Dreieicher Künstlerin Anjali Göbel, die ihr „Elternhaus“ im Kurt-Schumacher-Ring in den vergangenen Jahren zu diversen Kunstprojekten genutzt hatte, berichtete aus ihrer Kindheit in der Wirtschaftswundersiedlung.

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