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Festakt für 25-jährige Partnerschaft: Akrobatik für mehr Toleranz

Die Städtepartnerschaft zwischen Mörfelden-Walldorf und Wageningen ist aus der Friedensbewegung entstanden. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Partnerschaft unterzeichneten beide Städte nun ein Statement gegen Rassismus und für mehr Völkerverständigung.
Andrea Engler bot spektakuläre Auftritte als Hula-Hoop-Artistin und Akrobatin. Bilder > Andrea Engler bot spektakuläre Auftritte als Hula-Hoop-Artistin und Akrobatin.
Mörfelden-Walldorf. 

Seit 25 Jahren haben Mörfelden-Walldorf und das niederländische Wageningen eine Städtepartnerschaft. Das wurde am vergangenen Wochenende in der Doppelstadt mit einem bunten Programm gefeiert. Es war die internationale Friedensbewegung nach dem Nato-Doppelbeschluss von 1979, die Mörfelden-Walldorf und Wageningen zusammenbrachte.

Im Jahr 1985 gingen beide Städte eine Friedenspartnerschaft ein, aus der 1992 schließlich eine formelle Städtepartnerschaft entstand. „Heute ist es leider wieder hochaktuell, sich für den Frieden, die Völkerverständigung und die europäische Zusammenarbeit einzusetzen“, erklärte Mörfelden-Walldorfs Bürgermeister bei einer Akademischen Feier zum Bestehen der 25-jährigen Städtepartnerschaft. Genau hierfür – sowie für Toleranz, demokratische Werte und Weltoffenheit – stehen die beiden Partnerstädte.

Weitere Freunde in Europa

Wageningen ist eine von drei Partnerstädten Mörfelden-Walldorfs. Die älteste Partnerschaft besteht mit dem französischen Vitrolles in der Nähe von Marseille, die bereits 1984 geschlossen wurde.

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Nachdem die niederländischen Freunde im Mai bei einem Besuch der Mörfelden-Walldorfer Delegation in Wageningen zum Befreiungstag von der deutschen Besatzung bereits ein abwechslungsreiches Programm für ihre Gäste auf die Beine gestellt hatten, zeigte sich nun auch die Doppelstadt von ihrer besten Seite. Das Organisationsteam rund um Martina Maurer und Thomas Krüger hatte eine Menge vorbereitet.

Spektakuläre Auftritte

Die Feiern begannen am Samstag mit dem „Fest der Vielfalt“, an dem auch die Stadt Wageningen mit einem Käsestand teilnahm und damit zum Gelingen des bunten Festes beitrug. Die abendliche Feierstunde im Rathaus Walldorf in Anwesenheit von vielen Bürgern, Vereinsvertretern und örtlicher politischer Prominenz hatte ebenfalls ein vielfältiges Programm zu bieten.

Der Moderator und Jongleur Axel S. führte kurzweilig und humorvoll durch den Abend. Neben Interviews mit den beiden Bürgermeistern Heinz-Peter Becker und Geert van Rumund sowie Monique Schmitt, der Vorsitzenden des Freundeskreises Städtepartnerschaft Mörfelden-Walldorf, gab es ein abwechslungsreiches Show-Programm. Axel S. begeisterte mit seinen Künsten am Diavolo. Andrea Engler lieferte mitreißende und spektakuläre Auftritte als Hula-Hoop-Artistin und als Vertikal-Akrobatin ab.

Politischer Höhepunkt des Abends war die Unterzeichnung eines gemeinsamen politischen Statements der beiden Partnerstädte durch ihre beiden Bürgermeister, in dem sich Wageningen und Mörfelden-Walldorf gegen Rassismus und Ausgrenzung sowie für demokratische Werte, Toleranz, Frieden, europäische Zusammenarbeit und Völkerverständigung aussprechen. „Gerade in den Zeiten von Rechtspopulismus und starken antieuropäischen Strömungen ist diese Erklärung umso wichtiger“, hob Heinz-Peter Becker hervor. Am Sonntag besuchten beide Delegationen das Naturschutzgebiet Mönchbruch sowie das Buddhistische Zentrum in Walldorf. Letzteres unterstrich nochmals die gemeinsame Botschaft der Toleranz vom Abend zuvor.

Vier Ausstellungen

Während des Festwochenendes wurden zudem gleich vier sehenswerte Ausstellungen eröffnet, die alle für die Bürger noch zu sehen sind. Am Sonntag wurde in einer emotional bewegenden Veranstaltung im Horváth-Zentrum eine polnisch-niederländische Ausstellung über das Vernichtungslager Sobibór eröffnet, in dem vom nationalsozialistischen Deutschland 250 000 Menschen grausam ermordet wurden. Die Ausstellung ist noch bis Samstag, 14. Oktober, zu sehen.

Bereits seit Samstagabend sind drei Ausstellungen im Rathaus Walldorf zu sehen, die dort noch bis Freitag, 22. September, in Augenschein genommen werden können. Eine befasst sich mit dem Thema „Begegnungen“ und wird vom Fotoclub Mörfelden-Walldorf und dem Cameraclub Wageningen ausgerichtet. Eine weitere Schau zeigt die Partnerschaft zwischen Wageningen und der Stadt Ndiza in Ruanda, die von der Doppelstadt unterstützt wird. Die Initiative „Frauen aus der Friedensbewegung“ richtet eine Ausstellung zur Friedenspartnerschaft zwischen Wageningen und Mörfelden-Walldorf aus.

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