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Umweltamt: Aktueller Bericht: Mehr Flugzeuge über der Stadt

Foto: Boris Roessler (dpa)
Mörfelden-Walldorf. 

Nach Angaben des städtischen Amtes für Umwelt an die Mitglieder des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses haben im Jahr 2017 die Flugbewegungen von der Startbahn West gegenüber 2016 zugenommen. Das ist nachteilig für die Doppelstadt, da sie bezüglich des Fluglärms von dieser Startbahn betroffen ist, was im Besonderen für den Stadtteil Mörfelden gilt. Nach den Zahlen hatte sich Stadtrat Thomas Winkler (Grüne) erkundigt.

Hierbei ist jedoch zwischen absoluten und relativen Zahlen sowie Tag- und Nachtflugbewegungen zu unterscheiden. So haben zwischen 2016 und 2017 in absoluten Zahlen die Flugbewegungen allgemein zugenommen. Dieser Effekt macht sich daher für alle Start- oder Landebahnen des Frankfurter Flughafens bemerkbar, nicht nur die Startbahn West. Prozentual gibt es tagsüber keine signifikanten Unterschiede bei der Startbahn West, das heißt, der Anstieg entspricht den gewachsenen Flugbewegungen insgesamt.

Für Flugbewegungen in der Nacht lässt sich bei der Startbahn West jedoch nicht nur in absoluten Zahlen ein Anstieg feststellen, sondern auch prozentual. Nach Rücksprache des städtischen Amtes für Umwelt mit der Fluglärmkommission und der Fluglärmschutzbeauftragten des Landes Hessen, Regina Barth, ist das vor allem auf das zeitweilige Aussetzen der Lärmpause zwischen 5 und 6 Uhr zurückzuführen, was von Bauarbeiten an der Center-Bahn verursacht worden ist. Die vorliegenden Daten ließen allerdings nicht die Feststellung zu, dass die Flugzeuge steiler oder früher starten. Vielmehr müssten die Flugzeuge vermehrt später starten und aus dem Wald herauskommen. Das sei auf die Nutzung der Interception-Startoption (Startbeginn erst an der Feuerwehr in Höhe der Südbahn) zurückzuführen.

Die rund 4000 Meter lange reine „Startbahn 18 West“ war 1984 trotz heftiger Proteste und vieler Klagen, die schließlich vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof 1980 abgewiesen wurden, in Betrieb genommen worden. Besonders bekannt wurde hierbei das „Hüttendorf“, das 1981 von der Polizei geräumt wurde. Insgesamt wurden 220 000 Unterschriften gegen die Startbahn West und für ein Volksbegehren gesammelt.

(ak)

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