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Ironman: Angelika Halberstadt aus Dreieich fährt zum Triathlon nach Hawaii

Von Bereits beim zweiten Start beim Ironman siegte Angelika Halberstadt in ihrer Altersklasse. Jetzt heißt es: Daumen drücken für den Start in Kona.
Gut gelaunt und frisch grüßt Angelika Halberstadt während des Frankfurt Ironman vom Rad aus in die Kamera. Die Dreieicherin hat sich als Siegerin ihrer Altersklasse für die WM auf Hawaii qualifiziert. Gut gelaunt und frisch grüßt Angelika Halberstadt während des Frankfurt Ironman vom Rad aus in die Kamera. Die Dreieicherin hat sich als Siegerin ihrer Altersklasse für die WM auf Hawaii qualifiziert.
Dreieich. 

Angelika Halberstadt wollte einfach nur auf dem Römerberg ankommen – das war das große Ziel der Dreieicher Triathletin. Als sie morgens um 6.30 Uhr in den Langener Waldsee rannte, ahnte sie nicht im Traum, wie ihr Ironman enden würde. Nach nur zehn Stunden, 25 Minuten und 20 Sekunden rannte sie nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und einem Marathon über die Ziellinie. Damit war sie nicht nur die Siegerin der Altersklasse 50 bis 54 bei dem Damen – sie hat sich damit auch einen der heiß begehrten „Slots“ (Startplätze) bei den Ironman Weltmeisterschaften auf Hawaii gesichert. „Ich musste eine Nacht darüber schlafen, aber ja, ich werde in Kona an den Start gehen“, sagte sie und ist schon sehr gespannt auf das Abenteuer Hawaii.

Im Vorjahr hatte ihr Mann Benjamin ihr zum Geburtstag einen Startplatz geschenkt. Der erste Ironman endete für Angelika Halberstadt nach 100 Kilometern auf dem Rad mit einem gebrochenen Schlüsselbein und einer Operation im Krankenhaus. Aber die Sportlerin, die für den Vfl Münster startet und auch bei der SKG Sprendlingen Mitglied ist, wollte es noch einmal wissen. „Dabei wollte ich aber nichts riskieren. Ich habe es sehr locker angehen lassen. Ich habe mich selbst immer wieder dazu ermahnt, ruhig zu bleiben und den Lenker gut fest zu halten“, berichtet sie schmunzelnd. Zudem kam ihr das warme Wetter sehr entgegen. Das Schwimmen klappte hervorragend, ihre persönlich schwächste Disziplin, das Radfahren, noch viel besser. Sie habe das Rad am liebsten behalten wollen. Dann ist sie noch mit viel Kraft in den Marathon eingestiegen. „Ich habe mich selbst gewundert. Ich konnte noch sehr gut laufen. Auch meine erwartete Erleichterung im Ziel war gar nicht so groß. Ich habe mich auf der Strecke einfach nicht übernommen, ich habe nichts riskiert und darüber bin ich auch sehr froh.“

Bewegung nötig

Ihr ganzes Leben lang ist Angelika Halberstadt sportlich. „Ich habe zwei große Brüder, wir waren immer in Bewegung. Und als Kind und Jugendliche war ich in der Hessenauswahl der Skifahrer“, erzählt die sportliche Dreifach-Mutter. Surfen, segeln, Tennis spielen – all das hat sie ausprobiert. „Aber nachdem meine Kinder geboren waren, brauchte ich etwas, was ich leicht und unkompliziert machen konnte. Und das war das Laufen.“

Anspruchsvoller Ausdauerwettkampf

Der Ironman Hawaii wurde 1978 das erste Mal ausgetragen und ist der älteste Triathlon über die Langdistanz. Er gilt als einer der weltweit anspruchsvollsten Ausdauerwettkämpfe – auch wegen der

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Noch bevor die Familie in Götzenhain überhaupt wach war, schnürte sie die Laufschuhe. Sie brauche die Bewegung für ihre innere Ausgeglichenheit. „Ich lasse all meine Gereiztheit beim Laufen raus. Ich bin Physiotherapeutin und gehe mit vielen Menschen um. Da muss ich ausgeglichen sein.“ Eine Fußverletzung brachte sie vor ungefähr zehn Jahren zum Schwimmen. Ihr Bruder lieh ihr ein Fahrrad und dann waren die drei Disziplinen der Triathleten schon zusammen.

Gegenseitige Motivation

„Ich glaube, ich wäre nicht dabei geblieben, wenn meine beiden ältesten Kinder den Sport nicht ausgeübt hätten“, sagt Halberstadt. Als Trainingspartner könne sie Delphine und Casper inzwischen nicht mehr dienen. Die beiden sind gut in der Triathlon Bundesliga unterwegs. „Und einfach viel schneller als ich“, betont sie lachend. Gegenseitige Motivation wird im Hause Halberstadt großgeschrieben. Gut 20 Stunden in der Woche hat die Dreieicher Triathletin in das Ironman.Training investiert. „Mein Chef war zum Glück sehr flexibel und ich konnte bei der Swimnight in Langen trainieren, obwohl ich donnerstags eigentlich bis 20 Uhr arbeite.“ Sogar einen Wettkampfanzug gab es als Sponsoring.

Jetzt steht am 16. Oktober also der Raceday auf Hawaii in Kona an. „Das ist in den Herbstferien, und wir wollten sowieso in den Urlaub fahren“, kündigt Halberstadt einen zweiwöchigen Urlaub mit sportlichen Höchstleistungen an. Wer sie zu diesem Abenteuer begleitet, ist noch nicht ganz klar. „Mal sehen. Ich lasse es auf mich zukommen und steige in den nächsten Tagen in mein Training ein. Hoffentlich habe ich mir nicht zu viel vorgenommen“, sagt sie und hat auch ein bisschen Angst vor der eigenen Courage. Aber die Familie und alle Dreieicher werden der Hawaii-Starterin sicher die Daumen drücken.

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