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Prozess gegen Schläger eingestellt: Anklagen gegen 35-Jährigen sollen in neuem Verfahren gebündelt werden

Das Verfahren gegen einen 35-jährigen Schausteller dauerte nur 30 Minuten. Dann wurde es vorläufig eingestellt. Es soll ein vernünftiger Verfahrensweg für den mehrfach vorbestraften Mann gefunden werden, gegen den noch weitere Anklagen laufen.
Die Statue Justizia. Foto: Peter Steffen/Archiv Die Statue Justizia.
Egelsbach. 

Das Verfahren gegen einen 35-jährigen Schausteller dauerte nur knapp 30 Minuten. Er war gestern in Langen angeklagt, seine inzwischen geschiedene Ehefrau am 4. Juni 2016 zu Hause in Egelsbach mit mehreren Schlägen ins Gesicht traktiert zu haben. Außerdem drohte er drei Tage später, ihre Mutter mit Benzin zu übergießen und „abzufackeln“. Zusätzlich hatte er laut Anklage angekündigt, die Spielothek, in der die Mutter in Egelsbach arbeitet, niederzubrennen. Doch zu einem Urteil kam es gestern nicht. Im Gegenteil, das Verfahren wurde vorläufig eingestellt.

Noch am Vormittag war unklar, ob gegen den bei einem Kirmesbetrieb in Bingen beschäftigten Mann überhaupt verhandelt werden kann.

Denn sein Aufenthaltsort war dem Gericht unbekannt. Doch dank der Hilfe von Staatsanwaltschaft und Protokollführerin wurde der Mann gefunden. Denn statt im Gefängnis in Darmstadt zu sitzen, war er kurzfristig nach Dieburg verlegt worden. Und von dort brachte ihn, doch noch pünktlich zum nachmittäglichen Termin, die Wachpolizei hin.

Pflichtverteidiger Andreas Sanders und die Staatsanwältin suchten einen praktikablen Weg, um gegen den mit zahlreichen Vorstrafen belasteten Schausteller einen vernünftigen Verfahrensweg zu finden. Der bereits in Strafhaft sitzende Mann hat noch mehrere Anklagen wegen Körperverletzung und Brandstiftung vor der Staatsanwaltschaft Darmstadt gegen sich laufen.

In Darmstadt ermittelt die Justiz, weil der 35-Jährige mindestens in zwei Fällen einen Keller in einem dortigen Mehrfamilienhaus angezündet und eine Gartenhütte in Brand gesetzt haben soll. Dass dabei niemand ums Leben kam, grenzt nach Ermittlungen der Strafverfolger an ein Wunder. Bei dem Kellerbrand wurde eines der Kinder des Schaustellers, das in einer Pflegefamilie lebt, so schwer verletzt, dass es in eine Klinik musste.

Nach Absprache mit Amtsrichter Sebastian Uebele folgte der Beschluss, das Verfahren in Langen vorläufig einzustellen. Denn gegen-über den hier verhandelten Vorwürfen wiegen die in Darmstadt erhobenen schwerer. Deshalb sei es sinnvoll, auch die Anklage aus Langen mit denen in Darmstadt zu verbinden und alles zusammen zu verhandeln.

(sc)
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