E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 28°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Für mehr Sicherheit: August-Bebel-Straße soll saniert werden

Von Die Neuplanung der August-Bebel-Straße soll unter Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen. Es hat sich bereits eine Bürgerinitiative gegründet, die, um die Sicherheit der Schulkinder, die dort lang laufen, zu gewährleisten, Tempo 30 und stärkere Kontrollen fordern.
Die August-Bebel-Straße in Sprendlingen ist stark befahren. Bei der nun anstehenden Sanierung will die Stadt Dreieich mit Querungshilfen die Verkehrssicherheit für die Fußgänger erhöhen. Die August-Bebel-Straße in Sprendlingen ist stark befahren. Bei der nun anstehenden Sanierung will die Stadt Dreieich mit Querungshilfen die Verkehrssicherheit für die Fußgänger erhöhen.
Dreieich. 

Die August-Bebel-Straße ist den Sprendlingern schon lange ein Dorn im Auge. Die Straße ist in einem sehr schlechten Zustand und viele Male geflickt. Rund 10 000 Autos fahren hier Tag für Tag lang. Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) weiß um die Dringlichkeit einer umfassenden Sanierung der Straße. „Die August-Bebel-Straße wurde zugunsten der Sanierung des Hayner Wegs zurückgestellt. Dort war die dringend erforderliche Erweiterung des Kanals noch drängender“, so der Stadtrat.

2018 beginnt der Planungsprozess für die Baustelle, die 2019 eingerichtet werden soll. In den Haushaltsberatungen ist der Sanierung eine hohe Priorität beigemessen worden, und es stehen jetzt 250 000 Euro für die Planung und weitere 55 000 Euro für die erforderlichen Voruntersuchungen bereit.

Gut 100 Unterschriften

„Die Neuplanung der Straße wird unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit und insbesondere der Anwohner erfolgen“, verspricht Martin Burlon. Das wird auch notwendig sein, denn die Anwohner haben inzwischen bereits eine Bürgerinitiative August-Bebel-Straße gegründet und unter den Nachbarn gut 100 Unterschriften für ihre Forderungen gesammelt. Dabei geht es den Anwohnern insbesondere um die hohe Frequenz der Straße und um die hohe Geschwindigkeit die dort gefahren wird.

„Sehr schwer wiegt, dass die Straße täglich von Hunderten von Kindern, welche die Schulen Erich Kästner, Ricarda Huch, Heinrich Heine oder Georg Büchner oder einen der innerstädtischen Kindergärten besuchen, überquert werden muss und hier erhebliche Sicherheitsdefizite bestehen“, schreibt die Bürgerinitiative in einer Information. Auf der Gesamtlänge der Straße stehen lediglich eine Ampel und ein Zebrastreifen zur Verfügung, kritisieren die engagierten Bürger. Sie fordern Tempo 30 sowie eine stärkere Kontrolle von Geschwindigkeits- und Verkehrsverstößen.

Umsetzbarkeit prüfen

Burlon kündigt an, die Hinweise und Forderungen von der Bürgerinitiative sehr ernst zu nehmen und auf ihre Umsetzbarkeit genau zu prüfen. Für das Tempo 30 auf der August-Bebel-Straße konnte er allerdings nicht sehr viel Hoffnung machen. „Auf den Haupterschließungsstraßen ist das ohne Weiteres rechtlich nicht möglich“, sagt der Erste Stadtrat. In der Frankfurter und in der Darmstädter Straße sei die Reduzierung aus Lärmschutzgründen mit Genehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt möglich gewesen. Geschwindigkeitskontrollen würden regelmäßig von der Ordnungsbehörde gemacht. 2017 waren das acht, bei denen 34 914 Fahrzeuge erfasst wurden, zwölf Verwarnungen und ein Bußgeldverfahren waren die Folge. Der Schnellste war mit 72 Kilometern pro Stunde unterwegs. Für den März kündigte Burlon aber neue Untersuchungen zum Fahrverhalten der Autofahrer an. „Wir wollen Ausreißer nach oben, gerade in den Abend- und Nachtstunden, von denen die Anwohner berichten, auch nicht negieren“, so Burlon.

Bei der Umgestaltung der Straße bei der jetzt anstehenden Sanierung fordert der Stadtrat die Anwohner auf, sich zu beteiligen. „Die August-Bebel-Straße hat bislang ja eine Ampel und einen Zebrastreifen. Wir werden das vermutlich ähnlich wie jetzt beim Hainer Weg lösen und die Straße für mehr Sicherheit für die Fußgänger mit Querungshilfen versehen“, so Burlon. Die Inseln in der Mitte der Straße hätten sich an anderer Stelle schon bewährt. Gerade die hohe Frequenz der Straße als Schulweg fordere besondere Vorsicht beim Thema Sicherheit.

Die Stadt Dreieich wird sich für die Sanierung der Straße, die Kosten in Millionenhöhe verursacht, beim Land um eine Förderung bemühen. Da sei bei der großen Sanierung des Hainer Wegs ja auch gelungen.

„Aus diesem Grund haben wir es jetzt auch bei der Planung etwas eilig, denn die Antragsfrist beim Land endet immer am 30. September“, kündigt der Stadtrat intensive Planungsarbeiten in den kommenden Monaten an.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen