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Stadtfest: Beim 140 Ständen kommt jeder auf seine Kosten

Von Flanieren, schauen oder einfach genießen: Beim Stadtfest gab es jede Menge an lukullischen Spezialitäten. Dazu stellten auch Vereine ihre Arbeit vor.
Die äthiopischen Frauen zeigen eine traditionelle Kaffeezeremonie auf dem Dreieicher Stadtfest. Die äthiopischen Frauen zeigen eine traditionelle Kaffeezeremonie auf dem Dreieicher Stadtfest.
Dreieich. 

Mit der „Freude schöner Götterfunken“, der Europahymne, gespielt vom Musikzug der Sprendlinger Turngemeinde starten die Dreieicher am Mittwochmittag in die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit auf dem Sprendlinger Stadtfest. Bei Sonnenschein und weitgehend blauem Himmel zieht es tausende Dreieicher in die Frankfurter Straße. Citymanagerin Sylvie Angersbach blickt entspannt auf das Treiben in der Einkaufsmeile.

„Alles läuft rund, alle Aussteller sind gekommen, wir sind wirklich zufrieden“, sagt Angersbach. „Wir freuen uns darüber, dass viele Standbetreiber sich sehr viel Mühe mit der Gestaltung ihres Angebots gegeben haben“, so die Mitarbeiterin der Stadt. Wenn es den ein Kritikpunkt gebe, dann den, dass es sich doch wieder sehr auf Sprendlingen konzentriere und die Organisatoren froh wären, wenn auch die anderen vier Stadtteile und ihre Vereine sich etwas aktiver einbringen würden.

Liebevoll arrangiert

Rund 140 Standbetreiber haben sich eingerichtet, präsentieren ihr Vereinsangebot, ihr Gewerbe und auffällig viel Essen. Die Küche kann am Feiertag ohne Frage kalt bleiben. Von süßen Crêpes, Kuchen, Baumstrietzel, über Pulled Pork, der guten alten Bratwurst, Cocktails, bis hin zu eritreischen, thailändischen oder türkischen Spezialitäten gibt es wohl nichts, was es beim Stadtfest nicht gibt.

Der Förderverein der Behindertenhilfe der Stadt Dreieich, ist eine jener Stände, die besonders liebevoll arrangiert waren. Die Bierzeltgarnituren sind weiß eingedeckt, die Tische mit gelben Blumen geschmückt. Da schmeckt der selbst gebackene Kuchen gleich viel besser. „Das ist doch auch wichtig. Wir wollen schließlich, dass unsere Gäste sich wohlfühlen“, sagt Heidi Schäfer, die Vorsitzende des Vereins, lächelnd. „Aber mindestens ebenso wichtig ist es für uns präsent zu sein und unsere Arbeit vorzustellen“, sagt Schäfer. Seit vier Jahren gelingt es den engagierten Eltern Urlaubstage für geistig behinderte Kinder und Erwachsene auch nach den Einsparungen von der Stadt zu einem Erlebnis zu machen.

Demokratische Werte

Bei allem Vereinstrubel, Partystimmung und Livekonzerten ist der 3. Oktober immer noch der Tag der Wiedervereinigung. Darauf legt Dieter Zimmer bei seiner letzten Eröffnungsrede in seiner Karriere als Bürgermeister wert. Er betont, wie wichtig Friede und Freiheit sind, wirbt für mehr Toleranz und Mitgefühl und erntet dafür Applaus.

„Auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung schauen die Menschen mit Fragen, Sorgen und Verunsicherung auf die innere Einheit unsere Lande – vielleicht deutlicher denn je“, ist Zimmer besorgt über wachsenden Populismus. Ereignisse wie in Chemnitz seien besorgniserregend und machten deutlich, dass es Risse im Land gebe. „Das Stadtfest ist ein Zeichen, dass wir für demokratische Werte stehen und auch unerschütterlich dafür eintreten werden“, so der Bürgermeister.

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