E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 25°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Gartenparadies: Beim Tag der offenen Gartenpforte zeigt Elisabeth Allerheiligen ihr kleines Paradies

Von Vor 20 Jahren haben Elisabeth Allerheiligen und ihr Mann ein Paradies geschaffen. Ein Ort, so schön, dass man ihn eigentlich nicht mehr verlassen möchte. Das fanden auch die Besucher beim Tag der offenen Gartenpforte.
In ihrem Traumgarten empfing Elisabeth Allerheiligen (links) am Wochenende interessierte Gäste, wie etwa Inger und Ulrich Vedder. Bilder > Foto: Leo F. Postl In ihrem Traumgarten empfing Elisabeth Allerheiligen (links) am Wochenende interessierte Gäste, wie etwa Inger und Ulrich Vedder.
Langen. 

Wenn man sich an einem Ort so richtig heimelig fühlt, wird dies von uns irdischen Menschen wie das „Paradies auf Erden“ beschrieben. Aber noch erbaulicher für das persönliche Wohlfühlempfinden ist es sicherlich, wenn sich der Mensch „sein Paradies“ selbst erschaffen hat. Genau dies trifft auf Elisabeth Allerheiligen zu. Vor 20 Jahren hatte sie mit ihrem Mann, der inzwischen verstorben ist, auf dem Oberen Steinberg in Langen ein Haus samt Gartengrundstück erworben – und dies zu einem echten (Garten-)Paradies umgestaltet. Am Wochenende beteiligte sich Elisabeth Allerheiligen an der hessenweiten Aktion „Offene Gartenpforte“ und die vielen Besucher waren angetan.

„Das ist aber wirklich wie ein Paradies hier auf Erden“, beschrieb eine Besucherin, die den Garten von Elisabeth Allerheiligen besuchte, ihre ersten Eindrücke. Das Grundstück ist von hohen immergrünen Thujen, Kirschlorbeer und Eiben uneinsehbar umrahmt. Freilich kein Wildwuchs, sondern ganz nach persönlichem Design, in Form geschnitten. Vor einer kleinen Mauer stehen zwei Liegestühle, ein passender Schirm hält – wenn gewünscht – das Zuviel an Sonneneinstrahlung ab. Daneben ranken Rosen von hell- bis dunkelrot. Davor breitet sich, leicht abschüssig, saftig grüner Rasen aus.

Der allerliebste Platz

„Und dort ist mein allerliebster Platz“, zeigt Elisabeth Allerheiligen auf eine Baumgruppe aus ausgewachsene Robinien. Zwischen diesen hat sie eine Hängematte gespannt. „Da kann es so heiß sein wie es will, unter dem Blätterdach ist es immer angenehm kühl, zudem kann ja das Sommerlüftchen von allen Seiten mich erreichen“, beschreibt die Gartenbesitzerin das paradiesische Gefühl. So können nicht nur ihre Füße sondern auch die Seele baumeln. „Und wenn dann noch die verstreut gepflanzten Rhododendrenbüsche blühen, dann möchte man wirklich nicht mehr raus aus der Hängematte“, so Elisabeth Allerheiligen.

Eine „Etage“ tiefer befindet sich eine Terrasse, von der der stufig angelegte Garten in seiner vollen Pracht einzusehen ist. „Die Abgrenzungssteine waren nicht ganz so nach meinem Geschmack, also habe ich sie mit verschiedenen Pflanzen etwas kaschiert“, erklärt sie die kunstvolle Verwandlung. Und ein paar Stufen wollte sie auch haben. „Ich kann doch nicht wie junge Hüpfer die kleine Mauer überwinden“, scherzt sie.

Die Farbgestaltung der blühenden Pflanzen hat Elisabeth Allerheiligen auf die Farben Weiß, Blau und Rot reduziert. „In meinem Garten gibt es nichts Gelbes oder was in diese Richtung geht“, sagt die Kalligraphie-Künstlerin.

Durstige Hortensien

Ach ja, Hortensien gibt es auch noch, diese beginnen gerade ihre Blühphase und haben entsprechenden Durst. „Was ich selbst bewältigen kann, das mache ich selbst“, betont sie und öffnet die Tür ihrer kleinen Gartenhütte. Dort findet sich Handwerkszeug für alle Arbeiten, von verschiedenen Scheren, über Hacke bis hin zur Astschere. „Den Beschnitt der hohen Bäume lasse ich ausführen, das ist mir lieber als den schönen Garten vom Krankenhaus aus leiden zu sehen“, scherzt die Gartenliebhaberin.

Das Interesse an der „Offenen Gartenpforte“ war zumindest bei Elisabeth Allerheiligen groß. „Am Samstag war es relativ ruhig, da kamen immer wieder mal Leute, aber am Sonntag war der Garten richtig voll“, berichtet sie. Besonders gefreut hat sie sich über den Besuch von Petra Hirsch, der DGGL-Vorsitzenden (Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur), sowie ihrem Mann Wolf-Dieter Hirsch, der Geschäftsführer des DGGL-Landesverbandes Hessen ist.

Viele Besucher haben hier Inspirationen für die Umgestaltung des eigenen Gartens mitgenommen. Aber auch für Elisabeth Allerheiligen war die Begeisterung der vielen Besucher eine Bestätigung ihres Schaffens im eigenen Paradies. Gibt es Schöneres auf Erden?

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen