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25 Prinzenpaare im Kreistag: Besuch der Narren: Landrat war zu Scherzen aufgelegt

Die Narren haben das Regiment übernommen, die meisten Rathäuser im Kreis Offenbach sind längst erstürmt, und die Politik hat nichts mehr zu melden.
Prinzessin Angi I. leichtfüßige Freifrau vom Bansapark, Prinzessin von Neu-Isenburg, heftet Landrat Oliver Quilling die Prinzennadel an. Prinzessin Angi I. leichtfüßige Freifrau vom Bansapark, Prinzessin von Neu-Isenburg, heftet Landrat Oliver Quilling die Prinzennadel an.
Kreis Offenbach. 
General Stefan (von links), Prinzessin Matzi und Prinz Volker grüßten beim Empfang im Kreishaus in Dietzenbach die Prinzenpaarkollegen im Kreis Offenbach mit viel Helau. Bild-Zoom
General Stefan (von links), Prinzessin Matzi und Prinz Volker grüßten beim Empfang im Kreishaus in Dietzenbach die Prinzenpaarkollegen im Kreis Offenbach mit viel Helau.

Die Narren haben das Regiment übernommen, die meisten Rathäuser im Kreis Offenbach sind längst erstürmt, und die Politik hat nichts mehr zu melden. Das weiß auch Landrat Oliver Quilling, und so hat er die Tollitäten in sein Kreishaus eingeladen, um ihnen einen vergnüglichen Abend zu bereiten. 25 Prinzenpaare waren mit ihrem Gefolge von Mühlheim im Norden bis Rödermark im Süden, von Egelsbach im Westen bis Mainhausen im Osten nach Dietzenbach angereist und marschierten mit dem Narhallamarsch im Kreistagssitzungssaal ein. Darunter auch sieben Kinderprinzenpaare.

Zur Feier des Tages hatten sich der Landrat, der Kreisbeigeordnete Carsten Müller und Kreistagsvorsitzender Bernd Abeln sogar die Narrenkappe aufgesetzt. Quilling klagte aus der Bütt, dass sein Leben an der Spitze des Kreises auch nicht immer das leichteste sei: „Der Kreis muss sparen noch und nöcher und stopfen seine Haushaltslöcher. Das Defizit ist leider groß, mit Investitionen kaum was los. Überall wird nur gekürzt, auch das Kantinenessen ist ungewürzt.“

Auch seine Aufgaben als Landrat fordern ihn, und es braucht von Zeit zu Zeit gute Nerven: „Das könnt Ihr Euch denken, Ihr liebe Leut! Da liegen Briefe – fast ein ganzer Wald – das lässt die Anrufer ganz kalt. Das Telefon klingelt ohne Pause, da denkst du dir, ich will nach Hause. Auch die Kollegen Jäger und Müller ham’ kei Ruh, ja, so geht’s bei uns im Kreishaus zu. Und man denkt ,oh Himmel’, welch ein Graus, ich bin Beamter, holt mich hier raus!“, reimte landrat Quilling in sein Mikrofon.

Die Prinzenpaare wurden auf der kleinen Bühne alle vorgestellt und nahmen den Fastnachtsorden des Kreises in Empfang, es wurde geschunkelt, und einige Garden tanzten ihre Choreographien der Kampagnen. Die drei Herren Quilling, Müller und Abeln durften an diesem Abend so manch eine Prinzessin küssen. Nicht der schlechteste Termin des Jahres.

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