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Buch über Grenzen und Grenzsteine in Neu-Isenburg: Beweise der Veränderung

Von Das Buch von Wilhelm Ott über Grenzen und Grenzsteine ist kein trockener historischer Stoff. Es taugt sogar als Wanderführer.
Wilhelm Ott mit seinem Buch und einem der Grenzsteine im Hof des Stadtmuseums „Haus zum Löwen“. Wilhelm Ott mit seinem Buch und einem der Grenzsteine im Hof des Stadtmuseums „Haus zum Löwen“.
Neu-Isenburg. 

Die Buchreihe „Isenburger Facetten“ beschäftigt sich mit den Exponaten aus dem „Haus zum Löwen.“ Nach dem Erfolg mit der Aufsatzsammlung „Calvin Annäherungen“, die 2012 erschien, gibt es nun einen zweiten Band: „Grenzen und Grenzsteine der Neu-Isenburger Gemarkungen“ lautet der Titel. Wilhelm Ott, Obmann des Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation für die Erfassung historischer Grenzsteine im Westkreis Offenbach, hat zu den Grenzen und Grenzsteinen von Neu-Isenburg geforscht und seine Arbeitsergebnisse jetzt in diesem Buch zusammengefasst.

„Zahlreiche historische Grenzsteine mit Wappen, Nummern und Inschriften markieren noch heute die Grenzverläufe der Neu-Isenburger und Zeppelinheimer Gemarkungen“, erklärt Ott. Diese historischen Beweisstücke zeugen von den territorialen Veränderungen in der Vergangenheit. Zwei der historischen Grenzsteinen werden im Hof des Stadtmuseums „Haus zum Löwen“ ausgestellt und waren Anlass für seine Publikation.

Ott beschäftigt sich auf 119 Seiten mit den Grenzen von Frankfurt zur Grafschaft Ysenburg und zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, der Grenze der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zum Fürstentum Ysenburg und der Grenze des Gravenbrucher Walds zur Grafschaft Ysenburg und zum Deutschherrenwald.

Viel Recherche

Bei seiner Recherche im Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt habe er eine „wunderbare Karte“ von 1782 gefunden, welche die Grenzsteine und deren Nummerierungen zeige. Überhaupt sei die Arbeit mit viel Recherche, Archivarbeit und dem Zusammentragen von Koordinaten verbunden gewesen. „Und natürlich damit, durch das Unterholz zu kriechen“, sagt Ott lächelnd.

Vier der Grenzsteine habe er in Privatgärten und Schuppen gefunden und wieder an den richtigen Stellen aufgestellt. Neben der Beschreibung und Bedeutung der Steine lädt Wilhelm Ott in seiner jüngsten Publikation auch zu Spaziergängen entlang der alten Grenzen ein. Dabei können die Standorte der Grenzsteine den zahlreichen Karten entnommen werden. Des Weiteren sind die meisten der knapp 100 noch vorhandenen historischen Grenzsteine auf den Neu-Isenburger Gemarkungsgebieten in dem Band abgebildet.

Modern aufbereitet

„Dieses Buch ist interessant für alle Neu-Isenburger, die mehr über die Lokalhistorie wissen wollen“, sagte Bürgermeister Herbert Hunkel, „diese interessante Geschichte unserer Stadt ist modern aufbereitet und ich freue mich schon auf die Spaziergänge mit dem GHK.“ Dank der Wandervorschläge entlang der Grenzen habe jeder die Möglichkeit, diese Lokalgeschichte in Form der historischen Grenzsteine im wörtlichen Sinne „begreifen“ zu können.

Kulturdezernent Theo Wershoven wies darauf hin, dass die Idee zu dem Buch aus dem Ausschuss für Kultur und Sport stamme. „Wir haben mit Herrn Ott einen Experten gefunden, der eine Bereicherung für unsere museale Arbeit bedeutet.“

Das Buch „Grenzen und Grenzsteine der Neu-Isenburger Gemarkungen ist in der Edition Momos erschienen und für 15 Euro im Stadtmuseum „Haus zum Löwen“, Löwengasse 24, bei Leander’s Bücherwelt, Frankfurter Straße 78, in der Stadtbibliothek, Frankfurter Straße 152, im Stadtarchiv , Frankfurter Straße 53-55 oder im Bürgeramt, Schulgasse 1, erhältlich.

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