E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 32°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Ursula Zepter: Bilder lassen Vertrautes und Neues verschmelzen

Von Gleichermaßen kunstvolle wie erstaunliche Impressionen aus Frankfurt und Offenbach zieren derzeit die Volksbank-Filiale in der Bahnstraße. Verantwortlich für die spannenden Collagen ist die Künstlerin Ursula Zepter.
Volksbank-Filialleiter Christian Mazzeo, die Künstlerin Ursula Zepter (2. von links) und Kuratorin Esther Erfert zeigen das Kunstwerk „West meets East“ – eine Digital Collage. Foto: Leo F. Postl Volksbank-Filialleiter Christian Mazzeo, die Künstlerin Ursula Zepter (2. von links) und Kuratorin Esther Erfert zeigen das Kunstwerk „West meets East“ – eine Digital Collage.
Langen. 

Bei einer Fahrt durch die Main-Städte Frankfurt und Offenbach wechseln oft die visuellen Eindrücke recht schnell. Die wie in einem Film vorbeilaufenden Impressionen auch noch in einen zweidimensionalen Rahmen zu pressen, ist eine wahre Kunst. Und genau diese beherrscht Ursula Zepter perfekt. „Ich will mit meiner eigenen künstlerischen Freiheit möglichst viele Eindrücke des Town-Feelings in einem Bild vereinen – und dennoch soll man erkennen, wo man sich gerade befindet“, beschreibt die Künstlerin aus Obertshausen.

Genaues Beobachten

Die Kunst von Ursula Zepter hat ihren Ursprung auch in Langen. So absolvierte sie eine Lehre als Farblithografin und arbeitete drei Jahre in der dortigen Repro-Anstalt Keimklischees. Dann hatte Zepter genug von der „Hypergenauigkeit“ der an sie gestellten Anforderungen und sie absolvierte ein Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Durch ihre Lehre und das Studium schuf sie sich eine Grundlage, die heute noch den Rahmen für ihr Schaffen bildet.

Durch scharfes, genaues Beobachten der Umwelt und der Geschehnisse, quasi vor der eigenen Tür, entdeckt Ursula Zepter Veränderungen und Neuerungen, die sie mit den ihr schon bekannten Ansichten kombiniert. Vertrautes und Fremdes, Altes und Neues finden zusammen und gehen in ihren Bildern eine Symbiose ein, die erstaunt und vielleicht auch innerlich verwirrt. „In ihren Collagen und Digitalcollagen erleben wir Stadtwelten, die uns den Atem stocken lassen“, sagt Kunsthistorikerin Esther Erfert über Zepters Arbeiten.

Fotografie und Malerei

Zepter verschachtelt Gebäude und Straßenelemente, Konturen greifen über- und ineinander, die Perspektive ist verwirrend und die Szene wild bewegt. Die Künstlerin legt ihre Fotografien über die Malerei, es entstehen zwei Ebenen, die sich ergänzen und ineinanderfließen. „Hier und da schimmern die Linien der Malerei durch, die Fenster der anderen Gebäude erstrahlen in leuchtenden Farben“, so Erfert. Erst bei genauem Hinsehen sei im Kunstwerk „West meets East“ der Hinterkopf eines Rothirschs zu erkennen. „Mit seinem Geweih steht er teilweise nahezu transparent im Vordergrund und scheint die Aufruhr der Frankfurter Szenerie in Ruhe zu betrachten. Hier herrschen alleine Zepters Regeln“, beschreibt die Kunsthistorikerin.

 

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen