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Sprendlinger Bürgerhaus: Buchmesse-Convention mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionsrunden

Von Die BuCon steht am Wochenende vor der Tür. Stars der deutschen Science Fiction & Fantasy-Literatur kommen und unterhalten die Besucher mit ihrer phantastischen Literatur.
Bernhard Hennen präsentierte auf der BuCon 2015 in Dreieich sein jüngstes Werk aus der Reihe der Drachenelfen.  Archivfoto: Nicole Jost Bernhard Hennen präsentierte auf der BuCon 2015 in Dreieich sein jüngstes Werk aus der Reihe der Drachenelfen. Archivfoto: Nicole Jost
Dreieich. 

Alles macht sich bereit für die „große Buchmesse“, Leseratten schreiben sich ihre Wunschzettel für die Neuerscheinungen, planen die Lesungstermine ihrer Lieblingsautoren zu besuchen. Für die Fans der Fantasy-Literatur gibt es noch einen viel wichtigeren Termin am kommenden Wochenende: Natürlich ist die 33. Buchmesse-Convention (BuCon) im Sprendlinger Bürgerhaus schon lange kein Geheimtipp mehr. Die Freunde der Elfen und Trolle, Zaubermeister und Science- Fiction-Figuren wissen längst, dass sie in Dreieich viel näher dran kommen an ihre Stars der deutschen Science Fiction & Fantasy-Literatur.

Das von der Frankfurter Buchmesse unabhängige Festival des phantastischen Genres mit über 700 Besuchern geht wieder parallel zu der Großveranstaltung in den Frankfurter Messehallen über die Bühne. Am Samstag, 13. Oktober, trifft sich die Szene in Sprendlingen. „Wir mögen zwar nicht so bekannt sein wie die große Buchmesse, aber viele der Autoren, die bei uns vor Jahren zum ersten Mal zu Gast waren, liegen heute auf den Bestsellerständern der großen Buchhandlungen“, sagt Roger Murmann vom Organisationsteam der BuCon.

Auch in diesem Jahr sind wieder viele große Namen zu Gast im Bürgerhaus, darunter Bestsellerautor Andreas Eschbach („Das Jesus-Video“), Kai Meyer, Michael Peinkofer, Bernhard Hennen, Robert Corvus, Tom Finn, Juliane Honisch, TS Orgel, Bernd Perplies, Oliver Plaschka, Axel Kruse, Tom Daut, Ben Calvin Hary, Carsten Steenbergen, J. H. Praßl oder Lucian Caligo. Die Autoren entführen die Besucher der BuCon in die Welt ihrer Geschichten und laden zu insgesamt 71 phantastischen Lesungen in den unterschiedlichen Räumen ein.

Exzellent sortierte Börse

Ebenfalls vertreten ist die größte Science Fiction Serie der Welt, Perry Rhodan. Auf sieben mehrstündigen Programmschienen im Bürgerhaus und seinen Nebengebäuden müssen sich die Gäste zwischen Lesungen, Präsentationen und Diskussionsrunden entscheiden. Autogramm- und Signierwünsche werden von den Schriftstellern gerne erfüllt. „Der Unterschied zum ,großen Bruder’ Buchmesse liegt denn auch darin, dass hier die Fans den Autoren auf Augenhöhe begegnen und man im lockeren Umgangston das ,Du’ pflegt“, verrät Murmann.

Höhepunkte der Convention sind die Verleihung des vom BuCon-Team vergebenen „BuCon-Ehrenpreises“ und in diesem Jahr zusätzlich der „Preis der Storyolympiade“. Begleitet wird die Veranstaltung von einer exzellent sortierten Phantastik-Börse. Zahlreiche Kleinverlage, Autoren, Medien- und Buchhändler füllen jede Lücke im Bücherregal auf.

„Die Veranstaltung demonstriert seit vielen Jahren eindrucksvoll, dass utopisch-phantastische Literatur nicht zwangsläufig trivial sein muss“, betont der Organisator. Bereits George Orwell, H. G. Wells und Jules Verne hätten in ihren Werken Visionen und Voraussagen getroffen, die heute zur alltäglichen Realität gehören.

Ungeahnte Renaissance

Das Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“ des englischen Professors J. R. R. Tolkien zählen heute zur Weltliteratur, während die Verfilmung von George R. R. Martins Meisterwerk „Game of Thrones“ Millionen TV-Zuschauer vor die Fernsehschirme zieht.

Natürlich darf aber auch der unterhaltende Spannungsroman nicht fehlen. „Wir zeigen, dass trotz des aktuellen ,Star Wars’-Booms das phantastische Buch nicht tot ist, sondern durch den Einsatz moderner Technik sowie der Möglichkeiten des Internets gerade heute wieder eine ungeahnte Renaissance erlebt. Gerade in Deutschland kann Science Fiction und Fantasy im Selfpublishing-Bereich ein durchaus eigenständiges, vom angloamerikanischen Raum unabhängiges Profil vorweisen“, erläutert Roger Murmann. Der Buchmesse Convent habe immer den Anspruch, die gesamte Bandbreite vom Groschenroman bis zum bibliophilen Werk zu präsentieren. „Wohl nirgendwo anders ist die bundesdeutsche Science Fiction- und Fantasy-Autoren und -Leserszene so lebendig, als auf unserer, mittlerweile deutschlandweit bekannten, messeunabhängigen Traditionsveranstaltung“, ist Murmann zufrieden.

2016 wurde die Dreieicher Veranstaltung mit dem renommierten „Kurd-Laßwitz-Preis“ ausgezeichnet, welcher jährlich von Deutschlands Literaturschaffenden im phantastischen Genre vergeben wird (www.kurd-lasswitz-preis.de).

Wie jedes Jahr, kommt man bereits am Freitag, 12.Oktober, um 20 Uhr zum Einstimmungstreffen im benachbarten Bürgerhaus Restaurant „Casa Grande“ zusammen. Am Samstag, 13. Oktober, öffnen sich die phantastischen Pforten um 10 Uhr. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse zehn Euro, Ermäßigungen sind möglich. Das Ende des Convents ist für 20 Uhr vorgesehen. „Convention Center“ ist das Bürgerhaus in Sprendlingen, Fichtestraße 50. Informationen sowie eine Programmübersicht mit allen 71 Programmpunkten findet man im Internet unter www.buchmessecon.de. Die BuCon hat auch eine Fanseite bei Facebook unter www.facebook.com.

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