E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 19°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Durchfahrtsverbot: Chaos nach der Brückensperrung bleibt aus

Von Mit der Sperrung der Brücke über die Bahnlinie ist Langen derzeit praktisch zweigeteilt. Die meisten Autofahrer halten sich an die geänderte Verkehrsführung - zahlreiche Brummifahrer allerdings nicht.
Die vielbefahrene Brücke über die Bahnlinie ist gesperrt. Ein Ordnungspolizist weist am Kreisel Pittlerstraße den Weg in Richtung Nordumgehung. Die vielbefahrene Brücke über die Bahnlinie ist gesperrt. Ein Ordnungspolizist weist am Kreisel Pittlerstraße den Weg in Richtung Nordumgehung.
Langen. 

Rund 20 000 Autos rollen eigentlich Tag für Tag über die Eisenbahnbrücke zwischen der Südlichen Ringstraße und der Mörfelder Landstraße. Seit dem 7. April ist Langen durch die wegen Sanierungsarbeiten notwendig gewordene Sperrung der Überführung nun geteilt. „Das ganz große Chaos ist zum Glück ausgeblieben“, ist Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) erleichtert. Ein paar Schwierigkeiten gibt es aber nach dem Wegfall dieser wichtigen Verbindung doch: Zahlreiche Brummifahrer ignorieren das Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr am „Leerwegtunnel“ zwischen Liebig- und Paul-Ehrlich-Straße. Zudem nehmen Autofahrer den Weg durchs Loh, obwohl sie keine Anwohner sind.

Die offizielle Umleitung führt über die Nordumgehung. Das habe bislang auch nicht zu wesentlichen Beeinträchtigungen geführt. Viele Autofahrer nutzen den kürzeren Weg durch den „Leerwegtunnel“. Das ist für Personenkraftwagen auch erlaubt – aber wegen der Enge des Tunnels müssen Laster außen vor bleiben. Auf der Liebigstraße machen das gleich drei Verbotsschilder kenntlich, auf der Paul-Ehrlich-Straße sind es zwei. Erlaubt sind nur Linienbusse, die Müllabfuhr und Rettungsfahrzeuge.

Die Realität sieht indes anders aus. Kontrollen der Ordnungspolizei ergaben zahlreiche Verstöße. Die Folge sind Knöllchen über jeweils 75 Euro, für die, die sich nicht an das Durchfahrtsverbot halten. „Wir machen das nicht aus Schikane oder um Geld einzunehmen, sondern wegen der Verkehrssicherheit“, betont Stefan Löbig. „Wenn sich im Tunnel zwei Laster begegnen, kann das brenzlig werden. Da passt nicht mehr viel Luft dazwischen und sie weichen auf den Geh- und Radweg aus, was wiederum für Fußgänger und Radler äußerst gefährlich werden kann.“

Kontrolliert wird auch auf den Zufahrten in die Wohnsiedlung Loh, wo ein – noch schmalerer – Tunnel unter der Bahnlinie hindurchführt. Deshalb dürfen dort nur Anlieger mit dem Auto unterwegs sein, was durch Schilder ersichtlich ist. Sie stehen am Ende der Berliner Allee in Höhe Wagnerstraße, am Leukertsweg (am Beginn der Feldgemarkung) und in der Egelsbacher Straße im Anschluss an das Neubaugebiet Belzborn. Wer verbotswidrig durchs Loh abkürzt und erwischt wird, muss 20 Euro zahlen.

Wer Anlieger ist, braucht eine Durchfahrtsgenehmigung. Diese kann unter Angabe des Namens, der Adresse, einer Telefonnummer und des Autokennzeichens per E-Mail an strassenverkehr@langen.de beantragt werden. Alternativ ist das auch auf dem Postweg möglich: Magistrat der Stadt Langen, Referat Ordnung und Verkehr, Südliche Ringstraße 80, 63225 Langen. Gartenbesitzer müssen zusätzlich über Grundbuchauszüge und/oder Pachtverträge nachweisen, dass sie eine Berechtigung haben, ins Loh zu fahren. Wer Fragen zur Brückensperrung und zu den Umleitungen hat, kann sich über die Behördennummer 115 informieren.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen