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Folgen des Ersten Weltkrieges: Chronik der „Urkatastrophe“

Von Von Briefen der Kriegsteilnehmer bis hin zum Besuch der Schlachtfelder.: Die Schüler der Dreieichschule in Langen setzten sich intensiv mit der „Urkatastrophe“ der deutschen Geschichte auseinander. Weitere Projekte folgen.
Die Schüler der 9 a der Dreieichschule bei der Zeremonie am Grab des unbekannten Soldaten unter dem Arc de Triomphe in Paris. Bilder > Die Schüler der 9 a der Dreieichschule bei der Zeremonie am Grab des unbekannten Soldaten unter dem Arc de Triomphe in Paris.
Langen. 

„Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg gibt es derzeit ja wie Sand am Meer – wir möchten jetzt den lokalen Bezug herstellen“, sagte Heribert Gött, ehrenamtlicher Stadtarchivar. Der ehemalige Lehrer hat dafür seine guten Beziehungen zur Dreieichschule spielen lassen. Die Gymnasiasten der neunten Klasse haben gemeinsam mit ihren Geschichtslehrern ergreifende Briefe von Kriegsteilnehmern aufgearbeitet, deutsch-französische Soldatensprachführer ausgewertet und untersucht, wie es zu der „Urkatastrophe“ der neueren europäischen Geschichte kommen konnte und wie sich die Kriegsereignisse auf die Soldaten, ihre Familien, das Leben in den USA und an den verschiedenen Fronten in Europa ausgewirkt hat. Am Freitag, 17. Oktober, eröffnet Bürgermeister Frieder Gebhardt im Alten Rathaus die Ausstellung um 20 Uhr.

Die Schüler besuchten bei ihren Recherchen das ehemalige Schlachtfeld Verdun und trafen sich im Anschluss mit Schülern aus Langens Partnerstadt Romorantin-Lanthenay in Paris. Heribert Gött steuerte Dokumente und Schriftstücke mit Bezug zu Langen bei. „Dieser Krieg hatte Folgen – auch für Langen. Unsere Stadt war von 1918 bis 1930 von den Franzosen besetzt – das wissen auch nicht alle Langener“, so Gött.

 

Fotos und Karten

 

Eine Chronologie der Ereignisse bis zur Kriegserklärung des Deutschen Reiches macht deutlich, wie der Großteil der Staaten des alten Kontinents auf die kriegerische Auseinandersetzung zusteuerte. Die Situation an der Westfront mit der Schlacht um Verdun veranschaulichen Fotos, Karten und Zeitungsberichte aus Frankreich und Deutschland. Exponate aus Privatbesitz zeigen die Militarisierung der Gesellschaft. So sind Spielzeuge, Orden, Pfeifen, Reservistenkrüge, die typischen Pickelhauben und Helme aus den damaligen Königreichen Preußen, Sachsen und Bayern sowie den Großherzogtümern Hessen und Baden zu besichtigen. Auch Waffen aus der Zeit bis 1914 werden für die Ausstellung aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt.

 

Weitere Veranstaltungen

 

Es wird zu der Ausstellung, die bis zum 14. Dezember im Alten Amtsgericht zu sehen ist, auch Begleitveranstaltungen der Langener Volkshochschule geben. Am Samstag, 18. Oktober, 11 Uhr, führt Heribert Gött durch die Exponate. Interessenten können sich telefonisch unter der Rufnummer 06103 9104-60 oder per Email an vhs@langen.de anmelden.

Hertha Georg berichtet in ihrer Lesung am Dienstag, 21. Oktober, 20 Uhr, über „Künstler im Trommelfeuer des Krieges“. Auf den Spuren der französischen Soldaten in Langen wandeln die Teilnehmer des Stadtrundgangs mit Peter Holle und Frank Oppermann am Samstag, 1. November, 14 Uhr (Treffpunkt vor dem Alten Rathaus).

Den Abschluss macht am 14. November, 19.30 Uhr, Dagobert Dobrowolski mit seinem Vortrag Kriegsausbruch 1914. Im Alten Rathaus stellt er die wesentlichen Ursachen für die Entstehung des Ersten Weltkriegs und seiner Folgen vor. Der Eintritt ist für alle drei Veranstaltungen frei.

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