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Zirkus Wannabe: Das Lachen ist das Schönste

Um ihnen eine Freude zu machen, bot der Zirkus Wannabe Flüchtlingskindern die Möglichkeit, sich bei ihnen auszutoben. Die Abwechslung wurde dankend angenommen.
Begeistert erkundeten die Kinder aus der Rathenaustraße die Welt des Zirkus. Begeistert erkundeten die Kinder aus der Rathenaustraße die Welt des Zirkus.
Neu-Isenburg. 

Gruppenweise waren Flüchtlingskinder und Jugendliche aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Neu-Isenburg in den vergangenen Monaten beim Kinderzirkus Wannabe zu Gast.

Bereits kurz nach der ersten Belegung der Erstaufnahmeeinrichtung in der Rathenaustraße meldeten sich Elfi und Bodhi Elliot vom Kinderzirkus Wannabe. Sie möchten etwas tun für die Kinder und Jugendlichen dort, sie für ein paar Stunden aus der Lageratmosphäre in ihre Zirkuswelt zum Mitmachen entführen.

Ein Anfang war gemacht, als die Kinder anlässlich der Feier zum Opferfest auf dem Selgros-Gelände waren und den noch im Sommerlager befindlichen Zirkus auf der anderen Straßenseite besuchen durften. Von Stelzenlauf über Reiten bis Akrobatik konnten die Flüchtlingskinder selbst ausprobieren, wo ihre Talente liegen, und zum Abschluss gab es noch eine Vorstellung der ’Zirkuskinder.

Für alle war an diesem Tag das schönste Geschenk das Lachen der Kinder, von denen viele Schreckliches erlebt und gesehen haben. Danach wollten die Elliots weitermachen und es wurden, gemeinsam mit der Flüchtlingshilfe, für den Rest des Jahres acht feste Termine abgesprochen, zu denen Gruppen von circa 50 Menschen aus der Erstaufnahme das Vereinsgelände besuchen, um ein bisschen Zirkusluft zu schnuppern. Die Überraschung war jedes Mal groß, wenn die Besucher von zwei Lamas, etlichen Pferden, Katzen, Hunden und einem schwarzen Schwein begrüßt wurden.

Schnell fand die Flüchtlingshilfe einen Sponsor mit Herz, der zu jedem dieser Termine reichlich selbstgebackenen Kuchen und Getränke anlieferte, jedes Mal wieder ein Fest für alle. Nachdem die Gruppen zu den ersten zwei Terminen noch mit privaten Autos hin- und hergefahren wurden – ein ziemlicher Aufwand und nicht besonders umweltfreundlich – war ein weiterer Sponsor aus dem größeren Umkreis bereit, für alle restlichen Termine einen großen kostenfreien Bus zu stellen, in den alle auf einen Rutsch reinpassten.

Jetzt geht es erst einmal in die Winterpause, da sich das Vereinsgelände des Kinderzirkus Wannabe in Zelten und im Freien befindet. Somit wird es langsam doch zu kalt für die Flüchtlingskinder werden. Aber vielleicht wird ja der Zirkus im kommenden Jahr weiter gemeinsam mit der Flüchtlingshilfe und dem einen oder andern Sponsor die Kinder zum Lachen bringen können.

(fnp)
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