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Das gemeinsame Musizieren verbindet sie: Das Projekt „Grenzenlos“ ist erst einmal gesichert

Es sei ihnen eine Ehre: Flüchtlinge, die gemeinsam Musik machen und auch schon große Auftritte hatten. Das steht hinter dem Projekt „Grenzenlos“.
Die Gruppe „Grenzenlos“ hat von der Bürgerstiftung 5000 Euro für ihre Arbeit bekommen. Die Gruppe „Grenzenlos“ hat von der Bürgerstiftung 5000 Euro für ihre Arbeit bekommen.
Dreieich. 

Es ist für viele der Musiker ein echtes Herzensprojekt: Seit Ende 2016 gibt es das internationale Musikprojekt „Grenzenlos“ mit den Dreieicher Flüchtlingen. Die Gitarrengruppe hat inzwischen tolle Auftritte gefeiert, beim Neujahrsempfang eine Kostprobe geboten und beim Konzert mit dem syrischen Pianisten Aeham Ahmad die Besucher im Sprendlinger Bürgerhaus tief berührt.

„Wir haben ein großes Interesse daran, dass die Gruppe weiter besteht und auch mit anderen Instrumenten noch wächst“, erklärte Mit-Initiatorin Sonja Arnold. Die Finanzen für die Weiterarbeit sind jetzt zunächst gesichert: Heidi Soboll und René Heekerens vom Vorstand des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Dreieich haben gestern einen Scheck über 5000 Euro überreicht.

Das Geld kommt nicht aus dem eigenen Stiftungskapital oder den Ausschüttungen. Vielmehr war Heidi Soboll bei einem Treffen der Hessischen Bürgerstiftungen in Darmstadt zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Bei der Zusammenkunft wurde ein Stiftungsfond der Darmstädter Software AG präsentiert, die mit weiteren Unternehmen einen Fond über 500 000 Euro gesammelt hat. Unter dem Titel „Auf Augenhöhe“ sollen von dem Geld Helfer für Flüchtlinge profitieren. Heidi Soboll hat sich mit „Grenzenlos“ beworben und den Zuschlag bekommen. 4500 Euro fließen in das Projekt, weitere 500 Euro hat die Bürgerstiftung bekommen, die das Geld aber gleich zu „Grenzenlos“ weiterreicht.

Der studierte Gitarrist Sadegh Moazzen betreut die Gruppe und probt jeden Samstag vier Stunden mit rund 40 Schülern. Er weiß auch, was den Flüchtlingen die Gruppe bedeutet: „Ihnen wären solche Kulturveranstaltungen verwehrt, weil sie den Eintritt nicht bezahlen können. Jetzt sind sie sogar zusammen auf der großen Bühne und es ist ihnen eine große Ehre.“ Es sei auch vielmehr als nur die Musik, die sie verbinde: „Es ist der Eintritt in die deutsche Gesellschaft, es ist das Musizieren oder ein Essen. Es ist ein großartiges Projekt“, sagt Moazzen. Die Gruppe wird auch schon bald ihre erste gemeinsame CD produzieren.

(njo)
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