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Ausblick: Das kommt 2018 in Mörfelden-Walldorf auf die Bürger zu

Mehr Einkaufsmöglichkeiten und bessere Betreuungsangebote für den Nachwuchs – das wünschen sich die meisten Bürger. Welcher dieser Wünsche könnte im neuen Jahr für die Einwohner der Doppelstadt Wirklichkeit werden?
Die Bürger in der Doppelstadt wünschen sich eine bessere Kinderbetreuung. Foto: Julian Stratenschulte (dpa) Die Bürger in der Doppelstadt wünschen sich eine bessere Kinderbetreuung.
Mörfelden-Walldorf. 

Nach etlichen Erhöhungen bei der Grundsteuer B in den letzten Jahren wurde der Hebesatz in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen der drei Regierungsparteien SPD, Freie Wähler (FW) und FDP von 790 auf 740 Prozent in 2018 gesenkt. Kämmerer Burkhard Ziegler (FW) hatte vorgeschlagen, die im Haushaltsentwurf erst für 2019 geplante Steuerreduzierung bereits um ein Jahr vorzuziehen. Die drei Oppositionsparteien CDU, Grüne und DKP/LL hatten noch deutlich stärkere Steuerkürzungen beantragt, scheiterten aber. Auch der neue Hebesatz ist im hessischen Vergleich sehr hoch.

Straßenbeiträge

Zum 1. Januar ist die umstrittene Straßenbeitragssatzung in Kraft getreten. Da derzeit keine beitragspflichtigen Investitionen bei Straßen geplant sind, müssen die Bürger auch 2018 wohl keine Straßenbeiträge bezahlen.

Für die Instandhaltung von Straßen wurde auf Antrag der Regierungskoalition die hohe Summe von 500 000 Euro in den Haushalt 2018 eingestellt. Der bereits hohe Planansatz von 450 000 Euro im Haushaltsentwurf wurde nochmals um 50 000 Euro angehoben. CDU und DKP/LL hatten jeweils noch größere Summen beantragt, was in beiden Fällen abgelehnt wurde. Eine gute Instandhaltung der Straßen soll grundhafte Sanierungen, die straßenbeitragspflichtig sind, möglichst lange hinauszögern.

Die Abwassergebühren wurden bei der letzten Stadtverordnetenversammlung für 2018 um rund 20 Prozent erhöht, was vor allem mit dem Beginn des Ausbaus und der Erweiterung der Kläranlage zusammenhängt. Hingegen wurden die Frischwassergebühren auf der gleichen Sitzung für 2018 einstimmig leicht gesenkt.

Schutzschirm

Mörfelden-Walldorf kann voraussichtlich Ende 2018 den Schutzschirm des Landes Hessen verlassen. Zudem muss die Stadtverordnetenversammlung darüber entscheiden, ob die Doppelstadt der vom Land Hessen neu eingerichteten Hessenkasse beitreten soll, mit deren Hilfe hessische Kommunen Altschulden tilgen können.

Im November 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung für 2018 ein ambitioniertes Programm beim Ausbau der Kinderbetreuung einstimmig beschlossen. In Mörfelden, das einen besonders hohen Bedarf an Betreuungsplätzen hat, sollen die Kitas VII und X baulich deutlich erweitert sowie eine neue naturnahe Kindergartengruppe geschaffen werden. Neben den Kitas will die Stadt 2018 vor allem im sozialen Wohnungsbau, beim Bürgerhaus Mörfelden und bei der Erneuerung von Aufzügen in städtischen Wohnhäusern investieren.

Familienkarte

Insgesamt 39 neue Sozialwohnungen sollen in den kommenden zwölf Monaten in Mörfelden gebaut werden. Die neun Wohnungen in der Straße „Am Schlichter 13“ sollen bereits im Sommer dieses Jahres bezugsfertig sein, für die 30 Sozialwohnungen auf dem Festplatz wird ein Bezugstermin für Ende 2018 angepeilt.

Für die Betreuenden Grundschulen sind zum 1. Januar neue Richtlinien in Kraft getreten, die von der jüngsten Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen wurden. Das städtische Betreuungsangebot eines dreiwöchigen Notdienstes an den Grundschulen während der Sommerferien entfällt wegen der sehr geringen Nachfrage.

Am Badesee Walldorf wird in der Saison 2018 eine Familienkarte eingeführt, die die Christdemokraten beantragt und die Koalition aufgegriffen hatte.

Und auch die Hundebesitzer haben Grund zur Freude: Im Waldschwimmbad in Mörfelden ist zum Ende der Badesaison für September dieses Jahres nach der sehr erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr das zweite Hundeschwimmen geplant.

Voraussichtlich gibt es 2018 zwei neue Supermärkte in Mörfelden. Nach vielen Verschiebungen ist noch für das erste Quartal die Eröffnung des Nahversorgers „Treff 3000“ im Stadtkern von Mörfelden geplant. Wohl im zweiten Halbjahr wird der neue und flächenmäßig erweiterte Lidl-Markt im Gewerbegebiet Mörfelden Süd eröffnen.

Im Haushalt 2018 sind 50 000 Euro eingestellt, um eine „ganzheitliche Vermarktungsstrategie“ einschließlich Leitbild für Mörfelden-Walldorf als Wirtschaftsstandort zu entwickeln. Hierbei kann auf den bereits im November vergangenen Jahres vorgelegten neuen Konzepten zur Wirtschaftsförderung und zum Stadtmarketing aufgebaut werden. Der größte aktuelle Erfolg der städtischen Wirtschaftsförderung ist der neue „SEGRO Park Mörfelden“ im Gewerbegebiet Mörfelden Ost. In diesem hochmodernen Gewerbepark sollen bereits im Januar die ersten Mietflächen zur Verfügung stehen.

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