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Spannende Einblicke: Das war der Tag der offenen Tür beim DLB in Neu-Isenburg

Von Staunen, gucken, ausprobieren – oder der Mama zum Muttertag noch in letzter Minute ein Geschenk basteln: Die beliebte Veranstaltung in der Offenbacher Straße zeigte wieder ihr facettenreiches Gesicht.
Mama Berkan und Papa Hakan Al Taylar begutachten mit ihren Söhnen Kaan (auf dem Reifen) und Seda den großen Rasenmäher. Foto: Leo F. Postl Mama Berkan und Papa Hakan Al Taylar begutachten mit ihren Söhnen Kaan (auf dem Reifen) und Seda den großen Rasenmäher.
Neu-Isenburg. 

Es ist jedes Jahr das gleiche Bild: Am Samstag vor dem Muttertag öffnet der Dienstleistungsbetrieb Dreieich-Neu-Isenburg, der als AöR (Anstalt des öffentlichen Rechts) firmiert, seine Tore. Und jedes Jahr spielen sich die gleichen Szenen ab. Schon lange bevor die Tore geöffnet werden, stehen Besucher davor und warten darauf, endlich in die blühenden Gärten der Gewächshäuser zu dürfen.

Dort gibt es nicht nur die begehrten Blumenampeln, sondern auch noch viele weitere Blumen, aber auch Kräuter für den heimischen Balkon oder Garten. Und jedes Jahr kommen immer wieder Fahrzeuge, voll beladen mit Grünabfall und anderen Wertstoffen, um diese ordentlich beim DLB zu entsorgen. Doch an diesem Tag gibt es keine Annahme, denn die Plätze werden anderweitig gebraucht und DLB-Mitarbeiter stehen auch nicht zur Verfügung. „Ich weiß nicht, was wir noch machen sollen, wir weisen wirklich schon lange vorher darauf hin,“ wundert sich auch DLB-Chefin Petra Klink immer wieder.

Grüner Daumen

„Wir sind immer bei den ersten dabei, wissen aber, dass sich die Tore erst um 10 Uhr öffnen“, meint Edith Reitz, die mit ihrem Mann Rudi in der Gruppe der Wartenden steht. „Wir wollen zuerst wieder zwei Blumenampeln sichern, da muss man schnell sein, danach können wir in Ruhe die anderen Begehrlichkeiten aussuchen“, beschreibt Reitz ihr bewährtes Vorgehen. Latifa Schulz hat gar in ihrem Kleingarten hinter dem DLB übernachtet, um mit ihrem Schubkarren ebenfalls ganz vorne am Tor stehen zu können.

Blütenpracht: Eva Heinrich zeigt voller Stolz ihre „erbeutete“ Blumenampel mit Hänge-Petunien. Bild-Zoom Foto: Leo F. Postl
Blütenpracht: Eva Heinrich zeigt voller Stolz ihre „erbeutete“ Blumenampel mit Hänge-Petunien.

„Ich brauche auch zwei Blumenampeln, denn die sind wirklich schön. Aber ich will auch noch verschiedene Kräuter kaufen“, beschreibt die Dame mit dem „grünen Daumen“ ihre Einkaufswünsche. Als sich die Tore endlich öffnen, setzt auch schon der Run auf die Gewächshäuser ein. „Ja, wie jedes Jahr“, blickt Petra Klink schmunzelnd hinterher.

Damit alles reibungslos abläuft, hat Technik-Leiter Harald Schäfer wieder sein bewährtes Team an seiner Seite. Erstmals sind, nachdem der Umbau abgeschlossen ist, auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ehemaligen selbständigen Bauhofes Dreieich auf dem Gelände des DLB in Neu-Isenburg untergebracht – und auch als freiwillige Helfer mit dabei.

„Es ist überhaupt kein Problem die rund 60 Freiwilligen zu finden, die heute hier mithelfen. An den Infoständen müssen freilich die sachkundigen Mitarbeiter stehen“, sagte Harald Schäfer.

Baumexperte informierte

So stand Steffen Ulbrich für alle Fragen der Entwässerung zur Verfügung und Donald Baum, seines Zeichens Fachagrarwirt Baumpflege, erläuterte anhand der Ringe von verschiedenen Baumarten deren Gesundheitszustand. „Wir erhalten jeden Baum, solange er keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt“, betont Baum und reagiert damit auf Mutmaßungen einiger Bürger, wonach Bäume unbegründet gefällt werden.

Mit dabei war auch wieder der Naturschutzbund Deutschland (NABU), hier informierte NABU-Ortsvorsitzender Heinz Kapp und sein Team über die heimische Natur, insbesondere der Unterstützung von Vögeln bei der Brut. Kinder konnten gar ihren eigenen Nistkasten bauen.

Der Baumspezialist Donald Baum erklärt beim DLB die Krankheitsbilder anhand der Baumscheiben. Bild-Zoom Foto: Leo F. Postl
Der Baumspezialist Donald Baum erklärt beim DLB die Krankheitsbilder anhand der Baumscheiben.

Das Team des Weltladen Neu-Isenburg bot neben Informationen über die Wege des fairen Handels auch gleich entsprechende Naturalien zum Kauf an. So bleibt die Hugenottenstadt auch weiterhin „Fair Trade City“. In der Kreativwerkstatt konnten Kinder ihrer Mutter noch schnell ein eigenes Geschenk basteln.

Ein wahres Spielparadies bot wieder das Spielmobil des Abenteuerspielplatzes Riederwald und auch die Dino-Kindereisenbahn drehte stetig ihre Runden um das Gelände des DLB. „Mami, wieso muss ich mindestens so groß sein?“, fragte der kleine Manuel und versuchte mit seinen kurzen Armen den „grünen Bereich“ an der Messlatte des streng dreinblickenden „Polizisten“ zu erreichen. „Das ist eine neue Vorschrift. Wer kleiner ist, muss auf einem speziellen Kissen sitzen und wer noch keine vier Jahre alt ist, der darf leider nicht mitfahren“, erklärte Franziska Knake, die aufmerksame DLB-Mitarbeiterin, die den Polizisten mit der Laserpistole selbst hergestellt hatte. Und plötzlich war nicht nur Manuel riesengroß, sondern auch schon fünf Jahre alt.

Hoch auf dem Rasenmäher

Leider entfiel das beliebte Baggern, denn mit einem Kind auf dem Schoß darf ein Bagger nicht bedient werden. „Wenn ich groß bin, dann mache ich auch solch doofe Gesetze für die großen Leute“, meinte ein enttäuschter Junge. Die meisten Eltern hatten jedoch Verständnis. Wie gut, dass man auf den großen Rasenmähern noch sitzen und sich mal als echter „Maschinist“ den Eltern präsentieren durfte.

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