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Nue Eigentümer will historische Gebäude zum Schmuckstück machen: Der „Faselstall“ wird aufgehübscht

Von Denkmalgeschützt und historisch: Der „Faselstall“ hat einen neuen Eigentümer. Der Götzenhainer Frank Fäth will mit Partnern einen sechsstellige Summe in das Restaurant investieren.
Der „Faselstall“ ist neuen Händen und wird verändert. Entlang der rechten Außenmauer soll ein Neubau auf historischen Fundamenten entstehen. Der „Faselstall“ ist neuen Händen und wird verändert. Entlang der rechten Außenmauer soll ein Neubau auf historischen Fundamenten entstehen.
Dreieich. 

Die Lage ist einmalig, und das Ambiente mit dem großen Garten und den urigen Mauern ein wahres Geschenk. Doch im Augenblick liegt der „Faselstall“, direkt am Untertor gegenüber der Burgruine, ganz ruhig. Das historische Gebäude unter Denkmalschutz hat seinen Besitzer gewechselt. Nach 20 Jahren im Eigentum der Familie Emmer, die auch die „Alte Bergmühle“ in Dreieichenhain betreibt, hat der Götzenhainer Frank Fäth das Restaurant gekauft. Er ist seit mehr als 30 Jahren mit seinem Unternehmen MP Holding im Immobiliengeschäft tätig. Sonst sind hochwertige Gewerbegebäude sein Steckenpferd. Das Unternehmen ist der größte Partner von der Fraport und gerade realisieren sie ein großes Projekt am Kaiserlei.

Info: Kurzfristiges Angebot

Für die Besucher der Burgfestspiele war der „Faselstall“ in den vergangenen Jahren eine wichtige Anlaufstelle. Viele Zuschauer der Kulturveranstaltungen im Burggarten haben es gerade

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„Der ,Faselstall’ ist aber eher meine Herzensangelegenheit, keinesfalls ein Renditeobjekt, mit dem ich die schnelle Mark verdienen will. Ich mag das Gebäude an diesem tollen Standort einfach sehr und habe jetzt mit zwei Partnern zusammen beschlossen, dass wir ein echtes Schmuckkästchen daraus machen werden“, kündigt Fäth jetzt an.

Keine Wohnbebauung

Die Gerüchteküche, die im alten Ort brodelt, will der Investor mit Transparenz die Grundlage nehmen. Die Hainer sind ja empfindlich, wenn es um ihre Altstadt geht. „Man hört ja irre Geschichten – nein, der ,Faselstall’ wird kein ,Wohnen im Alter’. Eine Wohnbebauung ist komplett raus“, versichert Frank Fäth. Vielmehr soll es das sein, was es schon seit Jahrzehnten sein sollte – ein Ort, an dem sich die Dreieichenhainer und die Gäste aus der Umgebung zu einem guten Essen und einem Glas Wein treffen. Eine Apfelweinkneipe ist allerdings nicht geplant, auch ein Edel-Italiener hält der neue Besitzer für nicht passend.

„Wir haben Deutschlands älteste Apfelweinwirtschaft, die alte Burg in direkter Nachbarschaft, dieses Segment ist also schon besetzt. Und was aufgesetztes passt hier auch einfach nicht rein. Wir wollen gute Deutsche Küche, mit internationalen Einflüssen“, hat sich der Immobilienkenner überlegt. Ihm ist daran gelegen, dass der „Faselstall“ langfristig gut läuft. „Ich sehe auch das Potenzial. Das kann ein echter Magnet werden. Wir haben hier alles. Ein schönes Ambiente, ausreichend Parkplätze. Wir sind in einer ganz frühen Phase, aber wir haben uns die passenden Profis mit dazu geholt“, sagt Fäth.

Betreiber gefunden

Einen erfahrenen Gastro-Architekten hat er schon gefunden, schließlich muss das ganze Gebäude auf den Kopf gestellt und schlau geplant werden. Die Küche muss erneuert werden, der Saal im Obergeschoss soll wieder schön sein. Die Betreiber hat Frank Fäth ebenfalls schon ausgesucht: Mit Stergios Kelesis und Fotios Chantzavas wird er die Pächter des Sprendlinger „Stadtgeflüsters“ mit ins Boot holen. „Die Jungs haben Erfahrung, machen ihre Sache in Sprendlingen gut, und das wird hier auch passen“, ist der Götzenhainer Geschäftsmann überzeugt.

Zudem soll das Gebäudeensemble erweitert werden. „Der eigentliche ,Faselstall’ ist ja nicht das jetzige Gebäude. Das ist das Junkerhaus. Wir haben vom Denkmalschutz die original Grundrisse bekommen und werden es auf den historischen Fundamenten wieder so aufbauen“, erläutert der neue Eigentümer. In dem Neubau, der natürlich architektonisch auch zum Rest passen soll, könnte dann eine Weinstube entstehen. Auch ein Büro im Obergeschoss sei denkbar. Ihm schwebe insgesamt ein sympathisches, keinesfalls arrogantes Konzept vor, sondern eine professionelle Gastronomie, in der sich die Gäste einfach wohlfühlen. „Ich will etwas schaffen, wo ich selbst gerne hingehen möchte. Wo ich morgens brunchen kann, abends noch mal ein Wein trinke. Für die Großeltern zum Kuchen essen, auch mal, was hier ja sehr nahe liegend ist, eine Hochzeitsgesellschaft. Eben für alle. Da muss ein schlüssiges Konzept her“, sagt Fäth, dass alle schon konzentriert daran arbeiten. Er weiß, dass er Geld investieren muss, im mittleren sechsstelligen Bereich schätzt er, damit der „Faselstall“ wieder ein Schmuckstück wird. „Aber das haben wir ja gewusst und sind auch bereit dazu.“

In zwei bis drei Monaten, so schätzt er, sind alle Unterlagen und Pläne zusammengetragen. Alles in enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz. Dann kann der Bauantrag eingereicht werden und das Unternehmen starten.

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