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Engagierter Neu-Isenburger: Der Gesundheit zuliebe: Gerhard Gräber legt seine Ämter nieder

Von Gerhard Gräber war vielseitig engagiert, nun tritt er auf Empfehlung seines Arztes kürzer undlegt seine Ämter nieder. Die Nachfolge als Sportcoach übernimmt Ayse Tschischka.
Gerhard Gräber reicht sein Amt als Sportcoach an Ayse Tschischka weiter und nahm eine Torte als Dankeschön für sein Engagement entgegen. Gerhard Gräber reicht sein Amt als Sportcoach an Ayse Tschischka weiter und nahm eine Torte als Dankeschön für sein Engagement entgegen.
Neu-Isenburg. 

Sozialpate, Stadtkümmerer, Sportcoach, Integrationsbeauftragter der Schützengesellschaft, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der FDP, Erzähler beim Bembeltreff, Führer zur Stadtgeschichte, Heimatforscher, Dialektförderer, Schöffe, Alt hilft Jung- Unterstützer, JOBfit-Lotse beim Kreisprojekt „JOBfit interaktiv – Sport verbindet die Region“ und noch vieles andere – seit mehr als 40 Jahren ist Gerhard Gräber einer der engagiertesten Bürger der Stadt Neu-Isenburg. Jetzt legt er seine Ämter nieder.

„Es fällt mir nicht leicht, aber auf Anraten meines Arztes trete ich aus gesundheitlichen Gründen kürzer“, betonte Gerhard Gräber. Den letzten „Job“ den er jetzt abgab, war der des Sportcoaches. Seit September vergangenen Jahres hat Gräber für eine Vernetzung zwischen den Flüchtlingen und den Vereinen in der Hugenottenstadt gesorgt. „Das war manchmal eine mühsame Arbeit, denn wir mussten erst einmal die Adressen der Menschen und die individuellen Sportwünsche sammeln“, erinnert sich Gräber. Fußball und Schwimmen war am meisten gefragt, jeweils rund 40 Interessenten haben sich für diese beiden Sportarten gemeldet.

„In Karate, Tischtennis oder Tanzen war es kein Problem, zwei bis drei Neubürger lassen sich ganz gut integrieren. Aber bei 40 Interessenten wird es schon schwieriger“, erzählte Gräber aus seinem Sportcoach-Alltag. Aber die Vereine hätten mit geholfen, um möglichst viele Menschen zu vermitteln. Der Schwimmclub habe fünf Flüchtlinge integriert, ein anderer Verein konnte in der Hobbykicker-Gruppe Fußballspieler aufnehmen.

Erfolgreiche Arbeit

„Die Trainer- und Platzkapazitäten bei den Vereinen sind begrenzt, und manchmal habe ich bei den Neubürgern mitunter auch mit Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gekämpft – gerade bei den jungen Männern war das immer mal wieder ein Problem.“ Aber erfolgreich war Gräber mit seiner Arbeit, rund 80 Menschen hat er betreut und 24 Flüchtlinge erfolgreich in die Vereine vermittelt.

Für den Sportcoach gibt es auch schon eine Nachfolgerin: Ayse Tschischka wird das Amt übernehmen. Den speziellen Lehrgang vom hessischen Sportbund hat sie bereits absolviert, sie kann also gleich mit ihrer Arbeit loslegen. „Ich möchte, dass sich die Menschen in Neu-Isenburg so wohl und heimisch fühlen wie ich“, erläutert sie ihre Motivation. Die gelernte Bürokauffrau arbeitet bei Biotest in Dreieich und lebt seit 1993 in Neu-Isenburg.

Integration dank Sport

Sie selbst und auch über ihre Kinder hat sie gute Erfahrungen mit der Neu-Isenburger Vereinswelt gemacht. Über die Flüchtlingsarbeit im Café Grenzenlos sei sie schon gut vernetzt und für die neue Aufgabe vorbereitet. „Durch den Sport kommen die Menschen schnell zusammen und können Freundschaften schließen“, sagte sie. Sie ist davon überzeugt, dass Integration mit Hilfe von Sport leichter gelingt.

Die Stadt Neu-Isenburg wurde 2016 in das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ des Landes Hessen aufgenommen. 24 000 Euro stehen der Stadt für Projekte, welche die Integration über den Sport fördern, zur Verfügung. Die Sportcoaches erhalten für ihren Einsatz eine kleine Aufwandsentschädigung.

Bürgermeister Herbert Hunkel und Sportdezernent Theo Wershoven bedankten sich bei Gerhard Gräber für sein Engagement mit einer Marzipantorte und wünschten Ayse Tschischka beo ihrer neuen Aufgabe viel Erfolg.

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