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Das Leben bei der Feuerwehr: Der Piepser kann jederzeit losgehen

Die Klasse 3 a der Schillerschule Dreieic h mit ihrer Lehrerin Meike Claus liest nicht nur seit fast drei Monaten im Unterricht die Frankfurter Neue Presse. Im Rahmen des Projekts „Zeitung in der Grundschule“ (ZING) werden die Drittklässler selbst zu Journalisten, schreiben und fotografieren. Für die FNP-Leser haben sie bei der Feuerwehr in Sprendlingen recherchiert. Hier die Beiträge unserer ZING-Reporter.
Die ZING-Reporter durften für Ihre Recherche auch auf die Drehleiter steigen und posieren. Bilder > Die ZING-Reporter durften für Ihre Recherche auch auf die Drehleiter steigen und posieren.
Dreieich. 

Das neueste Feuerwehrauto der Feuerwehr Dreieich hat sogar ein Waschbecken. Das ist wichtig, weil Feuerlöschen auch eine ziemlich dreckige Angelegenheit ist. Obwohl die Feuerwehrleute im Einsatz Handschuhe tragen, muss man sich die Hände waschen können. Die Freiwillige Feuerwehr Dreieich bekam die Schlüssel für das neue Feuerwehrauto mit dem eingebauten Waschbecken an Christi Himmelfahrt von Bürgermeister Dieter Zimmer überreicht. Jetzt geht das dienstälteste Auto aus dem Jahr 1988 in Rente und wird nicht mehr eingesetzt.

Die Feuerwehr Dreieich hat insgesamt 26 Autos in allen Stadtteilfeuerwehren. Zehn davon stehen in Sprendlingen. Die Autos sind richtige Spezialautos. Es gibt unterschiedliche Fahrzeugtypen: Löschfahrzeuge, Mannschaftsautos und ein Hubrettungsfahrzeug. Außerdem hat der Stadtbrandinspektor auch ein Einsatzfahrzeug.

Das längste Auto der Stadt ist der Hubrettungswagen mit der Feuerwehrleiter. Dieses Fahrzeug ist 10,20 Meter lang. Fährt man die Leiter aus, ist sie 25 Meter lang und reicht etwa bis in das 8. Stockwerk eines Hochhauses. „Wenn es im zehnten oder elften Stock brennt, muss man keine Angst haben, dass man springen muss“, beruhigt Bernd Freiberg von der Feuerwehr Sprendlingen. Er erklärt, dass jedes Hochhaus so gebaut ist, dass es einen sicheren Schutzweg gibt.

Das schwerste Auto der Feuerwehr ist bis zu 16 Tonnen schwer. Das liegt daran, dass die Feuerwehr ihr Löschwasser immer mitnimmt. „Es gibt im Wald ja oft keine Hydraten“, erklärt der Feuerwehrmann. Zwischen 2500 und 4000 Liter Wasser passen in ein Feuerwehrauto.

Das älteste Feuerwehrauto wird übrigens nicht verschrottet. Es wird demnächst versteigert. „Manchmal werden diese alten Autos umgebaut und gehen als Wassertransporter in Krisengebiete“, berichtet Freiberg, „dort bringen sie Wasser in schwer erreichbare Gebiete.“ Damit können auch Feuerwehrautorentner noch viel Gutes tun.

Was machen Feuerwehrmänner eigentlich, wenn es nicht brennt?

„Wir spielen kein Tischtennis“, lacht Berufsfeuerwehrmann Mauritz Stich „wir haben immer etwas zu tun“. Wenn die Feuerwehr nicht im Einsatz ist, testen die Feuerwehrmänner die Ausrüstung und waschen die Feuerwehrautos. In der Zwischenzeit prüfen sie auch die Atemmasken, waschen die Schläuche und hängen sie auf. Nur ganz selten spielen sie Tischkicker. dafür ist gar keine Zeit.

Feuerwehrmänner, die das ehrenamtlich machen, sitzen nicht nur auf der Feuerwache herum. Freiwillige Feuerwehrmänner verrichten ihren Dienst in der Freizeit und kommen dann, wenn man sie braucht. Berufsfeuerwehrleute sind zu ihren Einsatzzeiten auf der Feuerwache stationiert und immer da. Sie übernachten auch dort.

Freiwillige Feuerwehrleute warten also bis der Piepser geht. Das kann auch beim Aldi oder im Kino passieren. Das Gesetz sagt, dass die Autos zehn Minuten nach dem Anruf bei der Einsatzstelle sein müssen. Das heißt, dass man sich ganz schön beeilen muss als freiwilliger Feuerwehrmann. Oft sind sie aber auch zum Üben, zu Schulungen und für allgemeine Arbeiten auf der Wache, wenn nicht gerade ein Einsatz ist

 

Jan-Luca Schumann, Miguel Kahle, Karim Akrinjou und Malik Okur, Alina Saaed, Subhan Wahid, Jana Kowalski, Asel Cicek, Eslem Cakir und
Luis Umbescheid

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