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Kinderbetreuung: Der neue Kindertagespflegestützpunkt ist eröffnet

Von Immer mehr Eltern greifen bei der Betreuung ihrer Kleinen auf Tagesmütter oder -väter zurück. Der neue Kindertagespflegestützpunkt Nord in Mörfelden-Walldorf soll Anlaufstelle für Tagespflegepersonen und Eltern sein. Außerdem können dort bis zu fünf Kinder betreut werden.
Walter Astheimer (links), Burkhard Ziegler und Marion Schrader eröffneten den neuen Kindertagespflegestützpunkt. Bilder > Walter Astheimer (links), Burkhard Ziegler und Marion Schrader eröffneten den neuen Kindertagespflegestützpunkt.
Mörfelden-Walldorf. 

Etliche Besucher, die zur Eröffnung des neuen Kindertagespflegestützpunkts Nord in Mörfelden-Walldorf kommen wollten, suchten vergeblich das Gebäude Daimlerstraße 2 a, denn das „a“ war nur irrtümlich auf die Einladung gerutscht. Doch schließlich fanden alle die neue Einrichtung in der Doppelstadt. Besonders einfach hatte es sich Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) gemacht: „Ich habe Sie am Fenster stehen sehe, da dachte ich, hier bin ich richtig“, erklärte er einem Besucher.

Herrin des neuen Kindertagespflegestützpunkts in hellen, großzügig geschnittenen Räumen mit kleinen kindgerechten Möbeln ist Koordinatorin Inka Eckert. Bereits gestern nahm sie dort ihre Arbeit auf, die zunächst darin besteht, Kontakte zu Tagesmüttern und den Eltern der betreuten Kinder unter drei Jahren zu knüpfen und sie auch aufzusuchen. Ferner wird Inka Eckert Tagesmütter, Eltern und Kinder zum Eingewöhnen in der neuen Einrichtung empfangen, denn eine ihrer Hauptaufgaben wird es sein, im Krankheitsfall einer Tagesmutter die Betreuung der Kinder, maximal fünf, im Pflegestützpunkt zu gewährleisten. Außerdem steht sie Tagesmüttern und Eltern für Beratungen zur Verfügung und wird täglich im Stützpunkt zu erreichen sein. Parallel dazu wird die 38-jährige Koordinatorin, die zuvor 17 Jahre lang als Erzieherin gearbeitet hat, ihre Ausbildung zur Tagesmutter absolvieren.

Flächendeckendes Netz

Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer (Grüne) wies während der Eröffnung des Kindertagespflegestützpunkts vor den überwiegend weiblichen Besuchern, Tagesmütter sowie Fachpersonal von Stadt und Kreis, auf die Bedeutung der Tagespflege hin. Seit August 2013 habe jedes Kind vom vollendeten ersten Lebensjahr an einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in der Kindertagespflege oder einer Tageseinrichtung, führte er aus. Rund ein Fünftel der Plätze bei der Betreuung von unter dreijährigen Kindern werden von Tagespflegepersonen übernommen.

Der Kreis Groß-Gerau sei stolz darauf, dass gemeinsam mit der Stadt Mörfelden-Walldorf der vierte Kindertagespflegestützpunkt eröffnet werden konnte. Damit stelle der Kreis ein flächendeckendes Netz für Vertretung und Vernetzung von Tagespflegepersonen, Kindern und Eltern zur Verfügung. Ziel sei es, „dass die in der Regel unter dreijährigen Kinder im Vertretungsfall nicht plötzlich von einer fremden Person in einer fremden Umgebung umsorgt werden, sondern schon vorher mit der Vertretung und den Räumen vertraut gemacht werden sollen“. Deshalb sei das Vertretungsmodell „Stützpunkt“ entwickelt worden.

Wichtiges Standbein

Mit dem Stützpunkt Nord in der Doppelstadt, der auch für Raunheim und Kelsterbach zuständig ist, und jenen in Groß-Gerau (Mitte), Stockstadt (Süd) sowie Bischofsheim (Mainspitze) gebe es nun vier regionale Einrichtungen im Kreisgebiet. Die Trägerschaft für den Stützpunkt Nord habe die Stadt Mörfelden-Walldorf übernommen. Die Personal- und Betriebskosten trage der Kreis. Am Ende wies Astheimer daraufhin, dass der Kreis laufend neue Tagesmütter und -väter suche.

Diesen Appell unterstützte Erster Stadtrat Burkhard Ziegler (Freie Wähler). Er habe die Vorteile dieser Betreuungsmöglichkeit selbst erlebt, denn auch seine beiden Kinder hätten die Tagespflege in familiennaher Atmosphäre genossen. Gegenwärtig seien immer mehr Eltern auf die Betreuung ihrer Kleinkinder angewiesen. „Tagesmütter und -väter bereichern mit ihrer Arbeit die Kinderbetreuung in der Stadt und sind zu einem wichtigen Standbein geworden“, so Ziegler.

Marion Schrader, Abteilungsleiterin für Kinderförderung im Sozialamt der Stadt Mörfelden-Walldorf, dankte allen, die diese Einrichtung ermöglicht haben und wünschte ein gutes Gelingen.

Koordinatorin Inka Eckert erläuterte am Rande, dass es im Kreisgebiet rund 90, in ihrem Zuständigkeitsbereich etwa 24 Tagesmütter gebe. Jede betreue bis zu maximal fünf Kinder. In Mörfelden-Walldorf selbst befinden sich derzeit noch drei Tagesmütter in Ausbildung. Angestrebt werde eine auch individuell auf die Kinder abgestimmte flexible Betreuung. Gerade in Flughafennähe sei dies von Bedeutung, da könne auch schon mal eine Betreuung zu den Tagesrandzeiten oder sogar über Nacht erforderlich sein. Inka Eckert ist im Pflegestützpunkt Nord unter der Telefonnummer (0 61 05) 3 05 31 69 erreichbar.

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