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Die Band „Forest“ feiert ihr Comeback

Von Die älteste Band in der Doppelstadt, „Forest“ , macht wieder gemeinsam Musik. In diesem Jahr feiert das Quartett auch sein 40-jähriges Bestehen.
Die Band „Forest“: Alexander Atzeni (von links), PJ Fairley, Bodo Gross und Hajo Zitzkowski. Bilder > Die Band „Forest“: Alexander Atzeni (von links), PJ Fairley, Bodo Gross und Hajo Zitzkowski.
Mörfelden-Walldorf. 

Was haben ein Walldorfer, ein Mörfelder, ein Italiener und ein Amerikaner aus Darmstadt gemeinsam? Sie verhelfen „Forest“ als ältester Band in der Doppelstadt zu einem Comeback – ausgerechnet zu ihrem 40-jährigen Bestehen. „Das war mehr Zufall als Absicht“, erklären Bodo Gross (Gitarre und Gesang) und Hajo Zitzkowski (Bass) lachend. Sie sind Mitbegründer der Band, die im September 1978 entstand. Mit von der Partie waren damals noch Tom Angelmahr (Schlagzeug) und Manfred Mletzko (Gitarre und Gesang).

Gastspiel

Anlässlich ihres Comebacks gastiert die vor 40 Jahren gegründete und älteste Band der Doppelstadt „Forest“ am Samstag, 10. November, von 20.30 Uhr an im Gasthaus „Zur Linde“ in Mörfelden.

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Bis dato ist „Forest“ der Anzahl von vier Musikern treu geblieben. Jedoch war die wechselnde Besetzung stets eine reine Männerdomäne. „Wir sahen keine Notwendigkeit, uns von einem Musiker zu trennen, um eine Dame aufzunehmen“, lacht Gross.

Mehr Blues als bisher

Nach sechs Jahren steht nun das Comeback der „Altrocker“ an. Unterstützt werden der 63-jährige Gross und 68-jährige Zitzkowski von dem gleichaltrigen amerikanischen Schlagzeuger und Sänger PJ Fairley und Alexander Atzeni, mit 52 Jahren das Nesthäkchen der Gruppe (Gitarre und Gesang).

Die Gründer der Band, Angelmahr und Gross, hatten sich 1978 in einem Musikgeschäft getroffen. Sie kamen ins Gespräch und wollten gemeinsam Musik machen. Dann stießen mit Zitzkowski und Mletzko zwei weitere Musiker hinzu. „Forest“ nannte sich die Band wegen der damals aktuellen Startbahnbewegung am Frankfurter Flughafen, die vergeblich für den Erhalt des Waldes als unverzichtbares Stück Natur gekämpft hatte.

In der Zwischenzeit hat Gross unter dem Bandnamen mit vielen anderen Musikern kooperiert und bislang rund 15 CDs veröffentlicht – wie im Januar und Februar dieses Jahres seine neueste mit dem Titel „Ain’t nothin’“. Der Unterschied zu vorangegangenen CDs besteht aus mehr Blues als bisher.

„Ich dachte, wir würden danach zusammen auftreten“, so Gross. Berufliche Gründe seiner Mitstreiter jedoch ließen seinen Traum zerplatzen. Zitzkowski wurde auf diese Situation aufmerksam und sagte seine Unterstützung zu. Dann stieß Atzeni im Juni dazu, der 1995 mit „Forest“ gearbeitet hatte, und auch Fairley. Er gehört der Band seit 1982 in unregelmäßigen Abständen an. Die vier Herren musizieren nicht immer zusammen, weil darüber hinaus jeder von ihnen auch eigene Projekte unterhält.

Bluesrock mit englischsprachigen Texten stand vor 40 Jahren am Anfang der Gruppe, und dieser Stilrichtung ist sie treu geblieben. „Gewiss haben wir auch mal andere Sachen ausprobiert, aber das war nicht unser Ding“, so Gross. Zum Repertoire der Band zählen inzwischen mehr als 250 Songs. Gross komponiert und textet zunächst Grundideen, die dann während gemeinsamer Proben mit allen Musikern ausgefeilt werden.

Aus Spaß an der Musik

Sechs Jahre hatte die Band aus unterschiedlichen Gründen pausiert – mal Krankheit, mal Zeitmangel. Nun ist „Forest“ zurück. „Wir stehen seit 40 Jahren stets in Kontakt, auch wenn wir nicht miteinander Musik machen“, so Gross. Er ist von Beruf Werbekaufmann und Mediengestalter, Zitzkowski ist gelernter EDV-Techniker, Fairley war für das amerikanische Konsulat tätig. Und Atzeni verdient seinen Unterhalt als IT-Spezialist. Im Alltag befinden sich die Herren also weit weg von der Musik.

„Wir sind alle keine Profis, arbeiten aber professionell und musizieren zusammen, weil es uns Spaß macht“, so Zitzkowski. Und Fairley sagt: „Wir ergänzen uns sehr gut. Wenn einer von uns etwas anstimmt, bringen sich die anderen passend dazu ein.“ Laut Gross und Atzeni braucht die Gruppe nicht einmal zu proben, um perfekt miteinander zu harmonieren.

Die Herausgabe einer neuen CD plant die Band derzeit nicht. Alle sind sich einig, dass sie sich nicht unter Druck setzen wollen. Und Pläne für die Zukunft bestehen aus gemeinsamen Auftritten. Wo, das ist noch völlig offen. „Wir warten ab, was die Zukunft uns bringt“, sagt Gross und schlägt die Saiten seiner E-Gitarre an.

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