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Isenburger Feuerwehr: Die Feuerwehr muss mit der Stadt wachsen

Für die jetzige Größe der Hugenottenstadt ist die Isenburger Feuerwehr noch ausreichend ausgestattet. Doch das prognostizierte Wachstum der Stadt könnte zu Problemen führen.
Stellvertretender Stadtbrandinspektor Thomas Peters (4 von links) zeigt dem Besuch von der SPD die Einsatzfahrzeuge. Foto: Leo F. Postl Stellvertretender Stadtbrandinspektor Thomas Peters (4 von links) zeigt dem Besuch von der SPD die Einsatzfahrzeuge.
Neu-Isenburg. 

Die Feuerwehr leistet wertvolle Arbeit. Doch dahinter stecken zahllose Einsatz- und Übungsstunden sowie die ständige Bereitschaft der Feuerwehrleute, sich zum Wohle ihrer Mitmenschen zu engagieren. Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins wollten nun wissen, ob das Prinzip der „freiwilligen Feuerwehr“ auch für eine stetig wachsende Stadt wie Neu-Isenburg noch Zukunft hat.

Hilfsfristen einhalten

Gesetzlich ist eine hauptberufliche Feuerwehr zwar erst ab 100 000 Einwohnern vorgeschrieben. Aber schon jetzt ist in Neu-Isenburg die Feuerwache ständig mit zwei Diensthabenden und tagsüber mit den hauptamtlichen Kräften besetzt. Dennoch wird es gerade werktags schwierig, die Reaktionszeiten einzuhalten und ausreichend Helfer parat zu haben. So lautete die Kernbotschaft von stellvertretendem Stadtbrandinspektor Thomas Peters. Der hauptberufliche Feuerwehrmann stellte den SPD-Vertretern die Struktur der Isenburger Wehr vor, die mit einer Personalstärke von 130, davon 100 in der Kernstadt und 30 in Zeppelinheim, ausgestattet ist. „Die zehn hauptamtlichen Kräfte, die selten alle verfügbar sind, sichern tagsüber die Einsatzbereitschaft für ein schnelles Ausrücken ab“, erklärte Peters.

Doch dann werde es auch schon eng, denn innerhalb von zehn Minuten müssen Kräfte in angemessener Zahl am Einsatzort sein. „Für einen Fehlalarm, von dem wir ja auch erst wissen, ob es nur ein solcher ist, reicht dies aus, doch bei echten Einsatzlagen haben wie zunehmend ein Problem“, betonte Peters.

Zusätzliche Bebauung

Es muss nämlich auch die Zeit bis zum Erreichen der Feuerwehr selbst mit eingerechnet werden, und gerade hier stellen sich vermehrt Probleme ein. „Wir haben 30er-Zonen, viele Baustellen und manchmal weite Wege“, so der stellvertretende Stadtbrandinspektor. Wenn einmal die Regionaltangente West vom Isenburger Westen bis zum Ende des Birkengewann führt, dann sieht Peters in den 100 Meter langen Zügen bedenkliche Auswirkungen auf die Einsatzfahrten.

Dazu kommt der Bevölkerungszuwachs durch die Bebauung von Birkengewann und Stadtquartier Süd, zudem durch die Nachverdichtung der bereits bestehenden Bebauung. „Derzeit haben wir rund 39 000 Einwohner, dazu kommen täglich 13 000 Arbeitnehmer als Differenz aus Einpendlern und Auspendlern sowie rund 1000 Übernachtungsgäste“, verwies Peters auf eine tatsächliche Zahl von rund 53 000 Menschen, die sich tagsüber in Neu-Isenburg aufhalten. Bis 2030 soll die Einwohnerzahl von Isenburg auf 44 000 steigen, dazu kommen 22 000 aus dem Einpendlerüberhang und 1000 Übernachtungsgäste. „Dann müssen wir den Brandschutz- und Hilfeleistungsbedarf von rund 67 000 Menschen abdecken“, so Peters.

(lp)
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