E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 28°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Sport- und Bildungscamp: Die Lettkaut ist für die Kleingärtner noch nicht verloren

Das Bürgerbegehren gegen den Sport- und Bildungscampus in der Lettkaut ist gescheitert. Die erforderlichen 3130 Unterschriften kamen nicht zusammen. Doch manche Vereinsvertreter zeigten sich optimistisch.
Die geplante Sportakademie an der Lettkaut beschäftigt die Stadt weiterhin. Bald soll es neue Gespräche geben.  Archivfoto: Nicole Jost Die geplante Sportakademie an der Lettkaut beschäftigt die Stadt weiterhin. Bald soll es neue Gespräche geben. Archivfoto: Nicole Jost
Dreieich. 

Die Stadtverordneten haben in der Frage um das Bürgerbegehren an der Lettkaut keinen Ermessensspielraum: Die von den Vereinen gegen den Sport- und Bildungscampus in Sprendlingen gesammelten Unterschriften waren vergebens. Im Haupt- und Finanzausschuss erklärte Stephan Gieseler, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetages, den Parlamentariern noch einmal die Details. Von den acht formalrechtlichen Voraussetzungen, die für einen Bürgerentscheid nachgewiesen werden müssen, erfüllten die Vereinsvertreter lediglich fünf. Das Hauptargument waren dabei die nicht erreichten 3130 gültigen Unterschriften. Roland Kreyscher von den Grünen versuchte noch eine Lanze für die engagierten Dreieicher zu brechen und schalt die Hürden für das Bürgerbegehren mit Details wie einem Kostendeckungsvorschlag, den die Initiatoren in dem Antrag formulieren müssen, als zu hoch und die juristische Prüfung als zu hart.

Vertrauen in die Stadt

Da riss Ursula Eisenhauer von der SPD der Geduldsfaden: „Das macht mich wirklich ärgerlich. Das klingt jetzt so, als sei eine neutrale, juristische Prüfung nicht nötig. Aber gerade sie stecken doch die Regeln und Details ab. Werden sie nicht richtig geprüft, dann sehen wir uns mit einer solchen Geschichte am Ende nur vor Gericht wieder und das kann keiner wollen“, so Eisenhauer. Die Vereinsvertreter kamen am Dienstagabend auch zu Wort. Thomas Sachs, Vorsitzender der Geflügelzüchter Sprendlingen 1929 betonte, dass er normalerweise sehr enttäuscht wäre über das gescheiterte Bürgerbegehren: „Aber die Entwicklungen der letzten Wochen sind für uns sehr positiv. Die Stadt hat eine gute Lösung für die Fußballakademie gefunden, für die gar kein Vereinsgelände benötigt wird. Und darum ging es immer nur. Wir wollten der Stadt nie das Projekt verhageln, wir wollen nur unsere Vereine schützen“, betont Sachs. Er habe neues Vertrauen in die Gespräche mit der Stadt und den beiden Investoren für die internationale Schule und die Fußballakademie geschöpft. „Ich hoffe, dass die Entwicklung der letzten Zeit so positiv weitergeht.“

Klarheit gefragt

Für Günter Neukirch, Vorsitzender der Kleingärtner war es wichtig noch einmal das Versprechen von Hans Strothoff aus der Ausschusssitzung im September vergangenen Jahres zu erinnern: „Er hat damals gesagt, kein Kleingärtner müsse für die internationale Schule weichen“, so der Gärtner-Chef. „Jetzt gilt es für die Stadtverordneten Klarheit in die Detailfragen rund um das Thema Lettkaut und die beiden dort geplanten Großprojekte zu bringen.

Die Grünen forderten in einem Antrag auf die Kündigungen an die Vereine zu verzichten. Für 2018 stehe das ohnehin außer Frage, erklärte Erster Stadtrat Martin Burlon. Für 2019 konnte er aber nicht versprechen, dass es keine Kündigungen gibt. Die Grünen scheiterten mit ihrem Antrag. Die FWG hingegen fand eine Mehrheit mit ihrer Forderung nach mehr Transparenz: Marco Lang berichtete von Gesprächen seiner Fraktion mit Hans Nolte und Hans Strothoff. „Der Informationsfluss ist unterirdisch und es muss jetzt endlich vorwärts gehen“, fordert Lang einen Vorentwurf für die Schule und die Fußballakademie. Martin Burlon, kündigte an, dass in der kommenden Woche Gespräche mit Hans Strothoff über die Zukunft der internationalen Schule terminiert sind. Vielleicht gibt es zur Stadtverordnetenversammlung am 20. Februar schon eine Entscheidung bezüglich der Schule. njo

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen