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Mainradweg soll ausgebaut werden: Die Rodungsarbeiten haben begonnen

Von Auf Höhe des HGB-Hafens unterhalb der Niederhölle hat der Mainradweg eine Engstelle. Diese soll nun beseitigt werden. Dafür müssen rund 130 Bäume weichen.
Die ersten Bäume und Äste sind bereits gefallen. Nach der Rodung soll der Mainradweg an der Engstelle bei Kelsterbach verbreitert werden. Die ersten Bäume und Äste sind bereits gefallen. Nach der Rodung soll der Mainradweg an der Engstelle bei Kelsterbach verbreitert werden.
Kelsterbach. 

Ungewöhnliche Geräusche, nämlich jene von Motorsägen, sind seit Dienstag am Hang unterhalb des Wohnquartiers „An der Niederhölle“ zu hören. Nach der Generalsanierung über das Programm „Soziale Stadt“ soll das Quartier den Namen „Auf der Mainhöhe“ erhalten. Einen Bürgertreff mit dieser Bezeichnung gibt es bereits. Am Steilhang unterhalb des Wohnquartiers haben nun Rodungsarbeiten begonnen, denn auch dort, direkt am Mainufer, soll es Veränderungen geben.

Der Radweg, der von der Mündung des Mains über Kelsterbach bis nach Franken hineinführt, ist gerade an dieser Stelle recht eng. Deshalb wurde auch die Verbesserung dieser Situation in das Programm Soziale Stadt einbezogen. Zudem wird es bald einen erneuerten Zugang von der Mainhöhe zum Vorland des Flusses geben.

Nach oben verlegt

Dafür sind Rodungsarbeiten am Hang erforderlich. Rund 130 Bäume unterschiedlicher Größe müssen weichen. Der Rad- und Fußweg, der derzeit direkt am Zaun der HBG-Hafenanlage entlangführt, soll verbreitert werden. Dies geht nicht dort, wo er jetzt verläuft, der neue Weg wird höher in den Hang verlegt. Nach einem gleichmäßigen Anstieg erreicht er das Niveau des ersten Stocks des ehemaligen Hafenwärterhäuschens. Dieses Plateau soll ausgebaut werden und einen Rastplatz für Wanderer und Spaziergänger bieten – mit Blick auf die Wiesen, den Main und die Landschaft des Vordertaunus.

Für den Zeitraum der Rodung und der folgenden Erdarbeiten ist der Mainradweg an dieser Stelle gesperrt. Die Umleitung startet von Raunheim kommend vor der Niederhölle, wo die Radler auf die Rüsselsheimer Straße geführt werden. Aus Richtung Osten beginnt die Umleitung am Schindkautweg, der ebenfalls zur Rüsselsheimer Straße führt.

Hohe Förderung

Die Arbeiter beklagen jedoch vermehrt uneinsichtige Radler, die den Weg dennoch befahren wollen. Manche schleppten gar ihren Drahtesel über die bestehende Treppen – um dann oben vor der unüberwindbaren Absperrung zum Plateau auf Höhe der Rüsselsheimer Straße zu stehen.

Der Rodung ging eine Artenschutzprüfung voraus. Bereits 2010 hatte die Stadt Kelsterbach die Neugestaltung des Mainufers in Angriff genommen und europaweit einen städtebaulichen Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Jury hatte für den Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros Bierbaum und Aichele aus Mainz entscheiden. Abweichend von der ursprünglichen Absicht, zuerst den Abschnitt von der Kelstermündung bis zum Mainvorland unterhalb der Gaststätte „Zum Grünen Baum“ zu gestalten, erhielt nun die Niederhölle den Vorzug, da es hier eine beträchtliche Förderung aus dem Programm Soziale Stadt gibt.

Nach der Beseitigung der Lücken Ölhafenbrücke und Opelsteg nutzen immer mehr Radler den Mainradweg. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen an der Engstelle HBG-Hafen. Dies soll mit dem Bau des auf 2,50 Meter verbreiterten Weges bald ein Ende haben.

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