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Straße bis 2019 gesperrt: Die Sanierung des Hegwegs startet

Von Nach der Frankfurter Straße wird ab der nächsten Woche der Hegweg saniert, unter anderem wird der Asphalt durch Pflaster ersetzt. Bis ins nächste Jahr soll der Hegweg gesperrt bleiben.
Der Hegweg ist sichtbar sanierungsbedürftig. Der marode Asphalt wird durch Pflaster ersetzt. Der Hegweg ist sichtbar sanierungsbedürftig. Der marode Asphalt wird durch Pflaster ersetzt.
Langen. 

Mehr als vier Wochen lang war die Frankfurter Straße gesperrt, weil in Höhe Wallstraße und Hegweg der Kanal und Versorgungsleitungen erneuert wurden. Auf der Kreuzung sind die Arbeiten beendet, nun geht es auf dem Hegweg weiter. Die Altstadtstraße, die zur gleichnamigen Kita und in Richtung Paddelteich und Kleingärten führt, ist von Montag, 14. Mai, bis ins neue Jahr hinein gesperrt. Eine Ausnahme gilt nur für die Dauer des Ebbelwoifestes (22. bis 25. Juni), weil der Hegweg dann als Rettungsgasse zur Verfügung stehen muss. „Die Straße ist in einem schlechten Zustand“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt. Der Asphalt habe Risse und Löcher und sei schon wiederholt geflickt worden. Aber vor allem die Kanalrohre und die Wasser-, Gas- und Stromleitungen sind in die Jahre gekommen und müssen von den Kommunalen Betrieben beziehungsweise den Stadtwerken dringend erneuert werden. Deshalb duldet das Projekt keinen Aufschub mehr. Das gleiche Szenario gilt für die Turm- und die Kaplaneigasse, wo es hauptsächlich Anliegerverkehr gibt. Der Straßenbau beginnt dort erst Anfang 2019. Allerdings laufen bereits die Arbeiten an den Versorgungsleitungen. Deshalb sei es sinnvoll, die Straßendecke gleich mit zu erneuern.

Verkehrsberuhigte Zone

Das gesamte Gebiet soll nach Angaben von Bürgermeister Frieder Gebhardt als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden, um die Kleinsten auf ihrem Weg zur Kita oder zum Spielplatz zu schützen. Deswegen wird nicht mehr asphaltiert, sondern gepflastert und Gehwege gibt es auch keine mehr. Radler, Fußgänger und Autofahrer sind in Zukunft gleichberechtigt. An den Einmündungen Hegweg/Kaplanei- und Hegweg/Turmgasse wird rotes Pflaster verlegt, um die Rechts-vor-links-Regelung zu verdeutlichen. Parkplätze werden mit anthrazitfarbenen Steinen kenntlich gemacht. 19 sind für den Hegweg auf dem rund 250 Meter langen Abschnitt von der Frankfurter Straße bis zur Kita und damit bis zum Ende der Bebauung vorgesehen. Parkmöglichkeiten haben Hausbesitzer und Mieter zudem auf ihren Grundstücken und in ihren Garagen.

Angespannte Finanzlage

Die Sanierung des Hegwegs ist das erste Vorhaben, das über die Straßenbeitragssatzung abgerechnet wird, die die Stadtverordnetenversammlung im vorherigen Jahr als eine Auflage der Kommunalaufsicht beschlossen hatte. „Das bedeutet aber nicht, dass wir mehr gemacht hätten. Oder die Baustelle teurer wird, weil wir dem Bürger in die Tasche greifen können oder wollen. Wir erfüllen die ganz normalen Standards“, betonte Gebhardt. Das Thema Straßenbeitragssatzung dürfte die Parlamentarier weiter beschäftigten, nachdem das Land Hessen den Kommunen durch eine Gesetzesänderung mehr Spielraum geben will. „Ich sehe klar eine Mehrheit für die Abschaffung der Satzung – aber wir müssen auch sehen, wo wir die Einnahmen für die Straßenbaumaßnahmen bekommen“, erinnert Gebhardt an die angespannte Finanzlage seiner Stadt.

Laut Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gelten für Langen sogenannte wiederkehrende Beiträge. Die Straßenbaukosten werden dabei auf alle Grundstücksbesitzer eines Abrechnungsgebiets verteilt. Dieses Solidaritätsprinzip bewirkt, dass der Anteil für den Einzelnen vergleichsweise niedrig ausfällt, da alle Anlieger in dem Gebiet etwas zahlen – allerdings „wiederkehrend“, also immer dann, wenn eine Straße an der Reihe ist. Die Alternative wären einmalige Beiträge, mit denen nur die unmittelbaren Anlieger der jeweiligen Straße zur Kasse gebeten werden – wobei schnell mal fünfstellige Summen für den Einzelnen zustande kommen können.

Wie viel der jeweilige Haus- oder Wohnungseigentümer überweisen muss, hängt unter anderem von der Anzahl der Geschosse auf seinem Grundstück ab. Die Stadt trägt weiterhin einen Teil der Kosten. Der Gemeindeanteil liegt bei mindestens 25 Prozent. Bevor die Gebührenbescheide im kommenden Jahr verschickt werden, muss die Stadtverordnetenversammlung eine entsprechende Kostenaufstellung und -verteilung beschließen. Die Ausschreibung für die Straßenbauarbeiten auf dem Hegweg hat Ausgaben in Höhe von nahezu 350 000 Euro ergeben. Die Aufwendungen für die Erneuerung des Kanals und der Versorgungsleitungen werden nicht über Straßenbeiträge abgerechnet und sind in diesen 350 000 Euro auch nicht enthalten.

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