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Rodehau-Gelände: Die Stadt plant ein autofreies Quartier in der Liebigstraße

Die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum steigt. Die Stadt Langen reagiert darauf und will einen Bebauungsplan für das Rodehau-Areal aufstellen.
Das ehemalige Rodehau-Gelände wird Thema in der nächsten Runde der Stadtverordnetenversammlung. Das ehemalige Rodehau-Gelände wird Thema in der nächsten Runde der Stadtverordnetenversammlung.
Langen. 

Es geht weiter in der Langener Stadtentwicklung: Für das Rodehau-Areal in der Liebigstraße möchte der Magistrat jetzt einen Bebauungsplan aufstellen. Das rund 13 000 Quadratmeter umfassende Gelände ist nach den Worten von Erstem Stadtrat Stefan Löbig ein zentraler Abschnitt innerhalb der geplanten Liebigstraßen-Entwicklung. Dort sollen weitere Wohnungen entstehen.

Insgesamt stehen in der Liebigstraße in bester Lage bis hin zur Nordumgehung und zur Hans-Kreiling-Allee rund 28 Hektar Grund und Boden für die Errichtung von etwa 1200 Wohnungen zur Verfügung. Die Stadt Langen betreibt damit die größte Wohnungsbauoffensive seit Entstehung des Stadtteils Oberlinden in den 1960er Jahren.

Zwei Tiefgaragen

„Wir reagieren auf die große Nachfrage im Rhein-Main-Gebiet und tragen mit dazu bei, dass sich eine Zunahme des Angebots dämpfend auf die Quadratmeterpreise auswirkt“, erklärte Löbig.

Das nach einer früheren Metallwarenfabrik genannte Rodehau-Areal westlich des Stadtwerke-Turms befand sich über viele Jahre im Eigentum der Stadtwerke Langen und wurde im vergangenen September an die FRANK-Heimbau Main/Taunus GmbH, ein Unternehmen der FRANK-Gruppe, verkauft. Der Bebauungsplan sieht eine Mischung aus Geschosswohnungsbau und Reihenhäusern vor.

Die FRANK-Gruppe will auf der Fläche 105 Wohnungen in mehrgeschossigen Gebäuden, 13 Reihenhäuser und zwei Tiefgaragen verwirklichen. Die Reihenhäuser liegen in der Moselstraße. Zur Bahn hin sind auf einer Garagenzeile zwei viergeschossige Gebäude plus Staffelgeschoss geplant, verbunden durch einen verglasten Mittelbau. Dieser Riegel übt eine schallschützende Wirkung für die dahinter liegenden Häuser aus. Für die Bewohner in der vordersten Reihe ist zudem eine Lärmschutzwand aus Glas geplant.

Plätze als Treffpunkte

Im Osten sollen dreigeschossige Gebäude mit Staffelgeschoss an eine alleenartige Erschließungsstraße angrenzen. Im Süden entlang der Weserstraße sollen die Vorgärten der geplanten Mehrfamilienhäuser aufgrund der auf der gegenüberliegenden Straßenseite beabsichtigten sechsgeschossigen Nachbarbebauung nach Westen hin angelegt werden. Durch die Anordnung der Gebäude ergeben sich zwei kleine Plätze als ideale Treffpunkte im Quartier, das von Fuß- und Radwegen durchzogen, aber komplett autofrei sein wird.

Auch Besucherparkplätze werden in den ober- und unterirdischen Garagen angeordnet. Nach Beratung im Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr am Mittwoch, 18. April, steht der Aufstellungsbeschluss auf der Tagesordnung der nächsten Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 17. Mai. Im Zuge des Verfahrens soll es auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit geben.

(njo)

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