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Fotografie: Die Zeitgeist-Galerie zeigt Fotokunst aus Langen

Von Die Mitglieder von „FotograFieber“ stellen eine Auswahl ihrer Arbeiten in der Bahnstraße aus. So wird das leerstehende Geschäft mit Kunst belebt.
Ein ungewöhnlicher Blick auf den runden Turm und die Stadtkirche. Bilder > Ein ungewöhnlicher Blick auf den runden Turm und die Stadtkirche.
Langen. 

Die Freunde der Fotokunst mit Spaß an Langener Motiven können sich freuen: Es wartet eine neue Ausstellung in einem verlassenen Laden. Seit den 1970er Jahren drehte sich im ehemaligen Photo Porst in der Langener Bahnstraße alles um schöne Bilder, bevor der Inhaber des Traditionsgeschäftes im Frühjahr seinen letzten Kunden empfing und in den Ruhestand ging. Das Haus selbst bleibt trotzdem ein Mekka für Ästhetik-Freunde, denn von Donnerstag, 11. Oktober, bis Sonntag, 11. November, zieht temporär eine neue „Zeitgeist“-Galerie in die Räume nahe des Lutherplatzes ein.

Dort zeigen die Mitglieder von „FotograFieber“ – einer Freizeitgruppe des Langener Begegnungszentrums Haltestelle – was sie mit Kameras und Gespür für den richtigen Moment alles optisch konserviert haben. Zu sehen sind die Werke freitags von 14 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr. Die Vernissage ist am Donnerstag, 11. Oktober, um 19 Uhr.

Jagd nach bestem Motiv

Seit 2011 gibt es „FotograFieber“. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von dem Medienpädagogen Michael Och und der Fotografin Ilona Creutz, die die Gruppe heute noch leitet. Mittlerweile sind 26 Fotobegeisterte auf der Jagd nach dem besten Motiv und haben Freude an Geselligkeit. Die Fotos in der „Zeitgeist“-Galerie in der Bahnstraße stammen aus den „FotograFieber“-Kalendern der vergangenen Jahre und den Siegerbildern der letzten fünf Foto-Rallyes. Die Fotografen sind zwischen 57 und 84 Jahre alt und haben ganz unterschiedliche Beziehungen zu ihrem großen Hobby. Viele von ihnen drücken schon seit Jugendtagen gern auf den Auslöser und nutzen die neu gewonnene Freizeit im Ruhestand, um sich der Bildkunst wieder mit viel Muße und Kreativität zu widmen.

Die Neuauflage des „Zeitgeist“-Projektes hat der städtische Fachbereich Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport eingefädelt. Leiter Joachim Kolbe sagt: „Wir freuen uns sehr, dass die Langener Firma SALCO uns das Ladenlokal als Übergangsgalerie erneut zur Verfügung stellt.“ Schon beim Langener Markt im September hatte es eine Kooperation zwischen der Stadt und der Firma ermöglicht, dass die Fotografen Olaf Hermann und Rainer Kraus ein Studio einrichteten, wo sie Besucher des Langener Marktes porträtieren konnten. „Bis hier wieder Gewerbe einzieht, schaffen wir hier einen zentralen Ort für Kultur und Begegnung in Langen“, sagt Kolbe.

Große Vision

Das Konzept, Leerstand mit temporären Kunsträumen zu überbrücken, kam bereits an anderer Stelle gut an: Im vergangenen Winter bot der ehemalige Supermarkt im Einkaufszentrum Oberlinden der Künstlergruppe „Art People“ eine Bühne für ihre Werke im Rahmen der „Langener Salon“-Reihe . Im Frühjahr nutzten die Maler, Bildhauer und Fotografen das einstige Musikgeschäft Luley, Lutherplatz 5, um den Langenern ihre Kunst näherzubringen, bis dort ein neuer Mieter einzog.

Bürgermeister Frieder Gebhardt begrüßt die Aktion, die eine Brücke zwischen Wirtschaft und Kultur schlägt. „Die Idee, leerstehende Geschäfte mit Kunst wiederzubeleben, zahlt direkt auf Langens Ruf als moderne, aufgeschlossene und kreative Stadt ein“, sagt der Rathauschef, der zuversichtlich ist, dass sich an dieser Adresse bald wieder Gewerbe ansiedelt.

Und was ist der Plan für das Haus, wenn die Zeitgeist-Galerie wieder ausgezogen ist? Rida Khalifé, der das Haus erwarb, hat eine große Vision für das Areal in der Bahnstraße. „Die Innenstadt braucht ein neues Gesicht. Ich würde gerne mehrere Gebäude erwerben und Handelsfläche und Wohnungen schaffen“, erklärte er gestern. Wenn ihm das nicht gelänge, so der Bauunternehmer, sei der „worst case“, dass er diese Gebäude abreiße und einen vierstöckigen Neubau schaffe. Auch Kolbe betont, dass es im Interesse der Stadt sei, die Eigentümer zusammenzubringen, um gemeinsame Lösungen für die Häuser zu finden.

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