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Durch Reiselust zum Sportreporter

Das Gespräch mit dem Sportredakteur Klaus Veit war für die Schüler der Höhepunkt des Besuchs in der Redaktion der Frankfurter Neuen Presse.

In einem großen Konferenzraum treffen wir den Sportredakteur Klaus Veit. Er stellt sich vor und beginnt zu erzählen: Mehr als 30 Jahre ist er schon bei der FNP und hat dort als Volontär angefangen. Vor seiner Karriere als Sportredakteur war er ein Jahr für Lokales zuständig, damals war die Startbahn West Thema. Klaus Veit hat schon vier Fußballweltmeisterschaften und fünf Europameisterschaften miterlebt und darüber berichtet. Nur in Australien war noch nicht.

Er ist der Super-Eintracht-Spezialist. Früher war er bei fast allen Spielen dabei. Heute besucht er zumeist die Heimspiele von Eintracht Frankfurt. Die Auswärtsspiele teilt er sich mit Kollegen, damit er auch mal samstags frei hat, sonst, so Veit, „bekomme ich zu Hause die Rote Karte“.

Die Frage, ob er ein Fan der Eintracht sei, verneinte Klaus Veit. Das könne sich kein Redakteur erlauben. Ein berühmter Fußballspieler der Eintracht, Bernd Hölzenbein, fragte ihn mal: „Warum schreibst Du so hart über die Eintracht? Wir sitzen doch alle im selben Boot!“ „Nein, tun wir nicht!“, antwortete der versierte Sportredakteur. Die Interessen seien zu verschieden.

Klaus Veit erzählt uns, dass er immer sehr sportlich war und dass er auch mal Basketballtrainer für die Eintracht-Jugendmannschaft der Frauen war. Sogar bis zum Vize-Meister haben sie es geschafft.

Wie man denn eigentlich Sportredakteur wird und warum, fragen wir. Veit antwortet uns, dass er Abitur gemacht hat, dann Germanistik für das Lehramt studierte – aber nebenbei immer Reportagen geschrieben hat. Ja, und man sieht einen Teil der Welt – es ist also kein langweiliger Schreibtisch-Job, sagte er. Damals habe er sich gefragt: „Bei welcher Sportart kann ich reisen?“ Und so sei er zum Fußball gekommen, weil dort mit das größte Interesse der Leser liegt.

Was denn der Nachteil bei seinem Job wäre, fragen wir. „Wenn ich über die National-Elf berichten soll, habe ich kaum eine Chance, an die Jungs ranzukommen, weil sie total abgeschottet werden“, sagte er. Nur bei offiziellen Pressekonferenzen würde er Informationen erhalten. Je unangenehmer die Fragen sind, desto mehr wird von offizieller Seite „gemauert“. „Auch wenn ich zu kritisch frage, zum Beispiel wenn es um Details einer Vertragsverlängerung geht und um eine Ausstiegs-Klausel, bekomme ich oft eine ausweichende Antwort“, erläuterte Veit.

Ob er vielleicht mal für eine andere Zeitung schreiben würde, fragten wir. Originalton Veit: „Wenn, dann niemals für die Offenbach Post. Dann müsste ich ja über die Offenbacher Kickers berichten!“ So schmunzelnd geht das interessante Interview zu Ende.

Anne Husung, Lea Streif, René Bilal, Richard Zebisch, Sahana Demeter, Youssef Rifi

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