E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 27°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Auszeichnungen: Ehrenamtler geben ihre Zeit für die Gemeinschaft

Mit ihrer Verantwortung und ihrem Bürgersinn hätten die ehrenamtlich Engagierten den Landkreis Groß-Gerau besser und vielfältiger gemacht, lobte Landrat Thomas will. Aber er sprach auch nachdenkliche Worte.
Bei einer Feierstunde im  Landratsamt zeichnete Landrat Thomas Will (rechts.) Christa Wolf (von links), Annemarie Wiegand, Marianne Schmidt, Ute Zeh, Christa Voß und hinten Hartwig Rehm aus. Bei einer Feierstunde im Landratsamt zeichnete Landrat Thomas Will (rechts.) Christa Wolf (von links), Annemarie Wiegand, Marianne Schmidt, Ute Zeh, Christa Voß und hinten Hartwig Rehm aus.
Kreis Gross-Gerau. 

„Man muss sein Herz an etwas hängen, was es lohnt“, zitierte Landrat Thomas Will Hans Fallada – und zeichnete dann diejenigen Menschen aus, die als Ehrenamtliche ihr Herz an das Richtige gehängt haben. Im festlich dekorierten Georg-Büchner-Saal überreichte er Landesehrenbriefe an sechs verdiente Bürger.

Hartwig Rehm aus Stockstadt am Rhein, Christa Wolf aus Mörfelden-Walldorf, Christa Voß und Ute Zeh aus Groß-Gerau, Marianne Schmidt aus Wallerstädten sowie Annemarie Wiegand aus Kelsterbach heißen die Geehrten, die sich über Jahre und Jahrzehnte ehrenamtlich engagiert haben: für den Musikverein Goddelau, für den Sozialverband VdK in Walldorf, für den Helferkreis und die Patientenbücherei der Kreisklinik Groß-Gerau oder auch für die Evangelische Frauenhilfe in Kelsterbach.

Zwei Beispiele: Christa Martha Wolf vom VdK-Ortsverband Walldorf hat sich außerordentlich aktiv für den Sozialverband VdK eingesetzt: Von 2001 bis 2009 war sie Zweite Vorsitzende, von 2013 bis 2017 stellvertretende Frauenbeauftragte des VdK Walldorf. Für Ihren Einsatz erhielt sie bereits 2009 die VdK-Ehrenplakette in Bronze und 2013 eine Ehrung für langjährige engagierte Vorstandsarbeit. Annemarie Wiegand ist seit rund 44 Jahren Mitglied der Evangelischen Frauenhilfe der Christuskirchengemeinde Kelsterbach. In dieser Gemeinde war sie 25 Jahre im Kirchenvorstand – und dort ebenfalls für die Frauenhilfe, aber auch für Finanzen und die Kita zuständig. In der Christuskirchengemeinde war sie zudem von 1979 bis 2010 Mitglied des Frauenhilfe-Vorstands. Außerdem ist sie seit 2010 Mitglied der Frauenhilfe der St. Martinsgemeinde Kelsterbach.

Alle Geehrten aus dem Landkreis hätten etwas Sinnvolles getan und dabei nicht an den Lohn für sich selbst gedacht, sondern vor allem an die Gemeinschaft, nahm Will auf Fallada Bezug. Dass sie dabei auch etwas zurückbekommen, erwähnte Landrat Will ebenso vor den gut 50 Gästen der Veranstaltung: „Ich weiß diejenigen zu schätzen, die ihre Zeit opfern und viele kleine Zeichen setzen für ein gemeinschaftliches, solidarisches Miteinander.

Wobei das Wort ,opfern’ die Sache nicht ganz trifft: „,Zeit geben’ ist der bessere Ausdruck“, sagte Thomas Will. Denn wer anderen Menschen Zeit gibt, ist in keiner Opferrolle: „Er ist aktiv, er lebt und erlebt. Und er bekommt in der Regel viele schöne Dankesgesten zurück, hat Erfolgserlebnisse und sieht häufig lächelnde, zufriedene Menschen.“ Den Landesehrenbrief hätten sich die im Landratsamt Gewürdigten durch ihr ausdauernd ausgeübtes Ehrenamt verdient, aber auch durch Verantwortung und Bürgersinn. Dadurch machten sie das Leben im Kreis Groß-Gerau noch besser und vielfältiger.

Ein paar nachdenkliche Worte sprach Thomas Will auch. In Zeiten des Umbruchs, in denen bewährte Strukturen Risse bekommen, in denen ein Generationswechsel ansteht und viele Fleißige aus Altersgründen ausscheiden, muss vorgesorgt werden, damit die Gesellschaft weiter zusammenhält. Dazu könnten, so der Landrat, auch die Menschen in den Vereinen beitragen, indem sie vermehrt junge Leute ansprechen.

Denn ganz ohne freiwilliges Engagement könnten viele Angebote keineswegs aufrechterhalten werden: „Freiwilliges Engagement ist etwas, das wir fördern müssen, auch finanziell. Die Politik im Kreis
Groß-Gerau hat das vor vielen Jahren schon erkannt und unterstützt das Ehrenamt nach Kräften.“

(red)

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse