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Neuer Investor: Ein Hotel für den Güterbahnhof

Seit einigen Jahren liegt das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Neu-Isenburg verwaist da. Doch das könnte sich schon bald ändern: Der neue Investor hat dort ambitionierte Pläne.
Das Verwaltungsgebäude mit dem anschließenden Güterschuppen des ehemaligen Güterbahnhofs in Neu-Isenburg will der Investor erhalten. Auf den freien Flächen sollen ein Hotel und ein Bürokomplex mit Fitnessstudio entstehen. Das Verwaltungsgebäude mit dem anschließenden Güterschuppen des ehemaligen Güterbahnhofs in Neu-Isenburg will der Investor erhalten. Auf den freien Flächen sollen ein Hotel und ein Bürokomplex mit Fitnessstudio entstehen.
Neu-Isenburg. 

Das Gelände des alten Güterbahnhofs in Neu-Isenburg ist so etwas wie ein Sorgenkind in der Hugenottenstadt. Schon öfter haben Investoren mit Ambitionen dort versucht, aus ihren Ideen Profit zu schlagen, doch gescheitert sind sie am Ende eigentlich alle. Jetzt wagt Petros Vasiliou einen Neuanfang.

Der Geschäftsführer der Firma Vasiliou, erste Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, erstand das Gelände am 24. März bei einer Zwangsversteigerung und hat dafür große Pläne. „Im ersten Schritt wollen wir dort ein Hotel errichten“, erklärt Investor Vasiliou im Gespräch mit dieser Zeitung. Anschließend sollen in einem zweiten Gebäude Büros und ein Fitness-Center untergebracht werden. Die Pläne sind in der Anfangsphase, Einzelheiten gibt es noch keine.

20 Millionen Euro

Klar ist allerdings, dass das Verwaltungsgebäude mit dem anschließenden Güterschuppen erhalten bleibt. „Wir bauen Hotel und Bürokomplex auf der freien Fläche. Platz gibt es dafür ja mehr als genug“, erläutert Vasiliou. Verwaltungsgebäude und Güterschuppen sollen sogar saniert werden. Insgesamt nimmt der Investor für das Projekt nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro in die Hand. Wie viel er für das Gelände gezahlt hat, möchte er allerdings nicht verraten.

Wann die Arbeiten starten und bis wann sie abgeschlossen sind, dazu kann der Investor noch keine Auskunft geben. „Wir sind noch in der Anfangsphase.“ Wenn allerdings alles nach Plan läuft, könnten schon in rund einem halben Jahr die Bagger rollen.

Dazu Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos): „Wir arbeiten einen städtebaulichen Vertrag aus, in dem die Nutzung des Geländes festgelegt wird. Wenn alles so bleibt, ist das in einem halben Jahr unter Dach und Fach.“ Der Investor schließt sich mit seinen Plänen den Ideen der Stadt Neu-Isenburg an. Diese hatte bereits beim Eigentümerwechsel erklärt, dass sie auf dem Gelände gern Hotel, Bürogebäude und Gastronomie sehen würden.

Schöne Überleitung

„Wir haben intensive Gespräche geführt und begrüßen natürlich die Pläne für das Gelände“, erklärt der Bürgermeister. Das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs liegt für die Stadtplaner überaus interessant. Es müsse Ziel der Verwaltung sein, eine hochwertige gewerbliche Nutzung zu erreichen, so die Stadt. Besonders, um eine schöne Überleitung zum angrenzenden Stadtquartier Süd zu schaffen.

Die Hugenottenstadt will auf dem Areal ebenfalls die dauerhafte Nutzung von Spielhallen ausschließen. Eine Spielhalle wurde vor einigen Jahren aus dem alten Teil des Isenburg-Zentrums dorthin umgesiedelt, um damals die Umgestaltung des Einkaufstempels zu ermöglichen. Auch hier entspricht der neue Investor den Wünschen der Stadt. In seinen Plänen spielt die Spielhalle auf dem Grundstück keine Rolle mehr. Die Konzession der Spielhalle läuft zum 30. September aus. „Darauf haben wir uns einvernehmlich mit den Betreibern geeinigt“, berichtet Hunkel.

Der ehemalige Güterbahnhof ist bisher auf vielfältige Weise genutzt worden. Nach der Aufgabe waren in den Räumen des Verwaltungsgebäudes eine Versicherung und ein Weinhändler untergebracht. Derzeit befindet sich dort eine Autovermietung. Den Güterschuppen hatte zuletzt der niederländische Investor Leo Geeris für mehr als eine Million Euro zu einem Restaurant („Gleis eins“) umbauen lassen. Er ließ unter anderem den Keller ausbauen, rund zehn der Lagerhallen abbrechen und die holzverkleideten Seitenwände völlig neu gestalten. Doch lange hielt sich das Projekt nicht. „Gleis eins“ ist schon seit geraumer Zeit geschlossen.

Zuvor hatte dort 1998 ein Verbund Neu-Isenburger Künstler den Verein Kunstbahnhof gegründet, um das Gebäude vor dem völligen Verfall zu retten. Ausstellungen, Konzerte, Theaterstücke wurden dort mit Hilfe der Stadt angeboten.

Der Güterbahnhof war 100 Jahre lang in Betrieb. Er nahm diesen am 1. April 1903 auf und hielt ihn bis zum 19. Dezember 2003 aufrecht.

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