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Sanierung soll vorankommen: Ein Lichtblick für das Egelsbacher Eigenheim

Von Die Sanierung des Eigenheims stockt: Teilweise wurden schon Arbeiten ausgeführt, die so nicht genehmigt waren. Das Geld dafür fehlt jetzt an anderer Stelle. Verein, Politik und Verwaltung wollen nun gemeinsam eine Lösungen finden.
Das Egelsbacher Eigenheim: Es gibt Probleme, aber Verwaltung, Politik und der eigens gegründete Verein Saalbau Eigenheim wollen gemeinsam eine gute Lösung finden, wie der Saal noch saniert und das Haus dann wieder für Veranstaltungen und Vereine nutzbar wird.  Archivfoto: Leo Postl Das Egelsbacher Eigenheim: Es gibt Probleme, aber Verwaltung, Politik und der eigens gegründete Verein Saalbau Eigenheim wollen gemeinsam eine gute Lösung finden, wie der Saal noch saniert und das Haus dann wieder für Veranstaltungen und Vereine nutzbar wird. Archivfoto: Leo Postl
Egelsbach. 

Unruhe rund um die Sanierung des Saalbaus Eigenheim: Nachdem der eigens gegründete Verein Pro Saalbau Eigenheim vergangenes Jahr mit der Sanierung der traditionsreichen Versammlungsstätte begonnen hatte, ist das Projekt ins Stocken geraten. Bürgermeister Tobias Wilbrand (Grüne) hatte die Erörterung der Problemlage rund um das Haus in der Verwaltung angestoßen – ein rund 20-seitiges Dokument, eine wahre „Problemliste“ ist das Ergebnis. „Wir haben insgesamt sieben unterschiedliche Problemfelder diagnostiziert. Bei der Herangehensweise an die Sanierung sind viel zu viele Dinge parallel gelaufen, waren nicht vernünftig koordiniert, und jetzt haben wir ein ernsthaftes Problem“, betont Wilbrand.

Deutlich teurer

Aus den Unterlagen geht hervor, dass die Beschlusslage für die bisher getätigten Arbeiten im Kolleg und in der Gaststätte nie klar war. Die Zusage zur Sanierung galt immer ausschließlich für den Saal. Rund 200 000 Euro seien inzwischen geflossen – für Dinge, die so nicht genehmigt waren. Dieses Geld fehle jetzt für die eigentliche Sanierung des Versammlungssaals. Zudem seien diese Ausgaben nicht konform mit den Richtlinien des Kommunalen Investitionsprogramm (KIP).

Das Ergebnis aus den vergangenen Monaten: Das Gesamtvorhaben werde deutlich teurer, weil bereits getätigte Investitionen nicht vom Beschluss des Gemeindeparlaments gedeckt sind, sprich in der grundlegenden Planung eigentlich nicht vorgesehen waren. Darüber hinaus gibt es steuerliche Probleme, denn die Vorsteuer sei nicht zu 100 Prozent anrechenbar.

Insgesamt stehen rund 480 000 Euro an geplanten Ausgaben den 325 000 Euro gegenüber, die im Haushalt eingestellt sind. Ohne das Landesprogramm klaffe jetzt eine Lücke in Höhe von 155 000 Euro. Um diese jetzt dringend benötigte Förderung zu generieren – 270 000 Euro sind im Gespräch –, verlangt das Land ein langfristiges Bewirtschafts- und Nutzungskonzept, das es auch noch nicht gibt. Zudem fehlen wichtige Baugenehmigungen für die Sanierungen, und der von der Gemeinde eingesetzte Bauleiter fällt wegen langfristiger Krankheit aus.

Die nächsten Schritte

„Trotz der schlechten Nachrichten war die Gesprächsatmosphäre konstruktiv“, zieht Wilbrand eine positive Bilanz aus den Gesprächen mit Verein und Politik. SPD, Grüne, WEG und FDP haben einen Neustart für das Projekt Eigenheim vereinbart. Auch der Verein ist mit im Boot: „Wir haben weiterhin ein großes Interesse, einen weitreichenden Beitrag bei der Wiederherstellung und dem Betrieb des Eigenheims zu leisten und hoffen darauf, dass der nun eingeschlagene Weg zu konstruktiven Lösungen führt“, sagt Hans-Jürgen Rüster für den Verein. So habe die Verwaltung zugesagt, erneut mit der zuständigen Behörde zu sprechen, welche Lösung bezüglich der Einbindung des Vereins mit den Förderrichtlinien des KIP kompatibel ist.

„Zu unseren Hausaufgaben wird zunächst gehören, alle ruhenden Bauaufträge einer Prüfung zu unterziehen, diese gegebenenfalls zurückzuziehen und einen Architekten mit der Erstellung eines genehmigungsfähigen Bauantrages zu beauftragen“, zeichnet Tobias Wilbrand die nächsten Schritte vor. „Nur mit einem genehmigungsfähigen Bau- und KIP-Mittel-Antrag können wir abschätzen, was uns das gesamte Projekt kosten wird. Dann kann die Gemeindevertretung beschließen, ob sie die fehlendes Geld dafür bereitstellen will.“

Es brauche jetzt also einen neuen Beschluss aus der Gemeindevertretung für die „ordentliche und im Verfahren saubere Sanierung“ des Eigenheims. Dafür seien eine belastbare Kostenschätzung und alle nötigen Genehmigungen wichtig. Es gelte, die formalen Grundlagen so zu schaffen, dass eine gute Entscheidung für alle Beteiligten und in der Folge eine ordnungsgemäße Abwicklung des Projekts möglich wird, betont Wilbrand. Dabei sei zeitlicher Druck kontraproduktiv, waren sich die politischen Vertreter einig. Der Runde Tisch aus Politik, Verwaltung und Verein wolle die Probleme gemeinsam sachlich lösen und das beste Ergebnis für die Zukunft des Eigenheims erreichen.

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