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Schon um 5 Uhr morgens Party: Eisenmänner durchpflügen den See

Von Bereits von 5 Uhr an herrschte gestern Partystimmung am Langener Waldsee. Die Zuschauer freuten sich auf den „Längsten Tag des Jahres“. Die Fans feuerten die Triathleten lautstark an.
Nach 3,8 Kilometern geht hier die Verfolgergruppe aus dem Wasser. Nach 3,8 Kilometern geht hier die Verfolgergruppe aus dem Wasser.
Langen. 

Die Sonne ist noch nicht richtig aufgegangen – da herrschte gestern am Langener Waldsee bereits Hochbetrieb. Na klar, am „Längsten Tag des Jahres“ tummeln sich die Triathlon-Fans schon lange vor dem Profistart zur „Early Bird-Party“ im Sand. Schon ab 5 Uhr dröhnte die Musik aus den Boxen und die Fans, wohl meist Familienmitglieder und Freunde der „Eisenmänner“, drängten sich schon an den Absperrgittern, um den besten Blick auf den See zum Schwimmstart zu erhaschen. Französische Fans sorgten mit lauten Kuhglocken für Stimmung, ein paar Anhänger hatten motivierende Plakate für „ihre Sportler“ gemalt und vereinzelt gab es auch vor dem Start schon Anfeuerungsrufe.

Die Profis waren vor dem Start bester Laune und ließen sich noch am Ufer von den Fans fotografieren.

Die Athleten haben für diese Details so kurz vor dem Start keine Augen. Ab 6 Uhr sammelten sich die ersten Sportler vor dem See. Seit zwei Jahren wird ja nicht mehr im See stehend gestartet, sondern als „Rolling Start“ vom Ufer. Gute Nachrichten auch von der Rennleitung nach der offiziellen Seemessung: Die Altersklassen-Athleten dürfen im beliebten Neoprenanzug starten. Der Langener See hat 24 Grad. Erst ab 24,5 Grad müssen auch die Hobbysportler auf den Auftrieb schenkenden Anzug verzichten. Für die Profis gilt das nicht, sie starten an diesem Morgen in den normalen Schwimmanzügen. Ihnen ist das Tragen des High-Tech-Materials nur bis 21,9 Grad erlaubt.

Es wird spannend

Manch einer hatte eine nervenaufreibende Anreise hinter sich. Der Weg an den Waldsee ist trotz aller professioneller und erfahrener Organisation ein Nadelöhr. „Ich hab gedacht, ich muss im Stau stehen bleiben und das Rennen startet ohne mich“, ruft einer der jungen Sportler seinen Begleitern augenrollend zu, während er dann lässig Richtung See joggt. Dann wird es spannend. Punkt 6.30 Uhr gehen die Profis rund um Vorjahressieger Sebastian Kienle und dem Darmstädter Patrick Langen nach dem Startschuss von Langens Bürgermeister Frieder Gebhardt auf die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke.

Viele Zuschauer sahen den Start am Langener Waldsee. Es immer wieder ein Spektakel, wenn 3000 Sportler die Kiesgrube zum Brodeln bringen.

Nur zwei Minuten später starten die Profi-Frauen mit Anja Beranek in das Rennen. Ab 6.40 Uhr starten die Altersklassen-Athleten das Abenteuer Ironman. Da ist die neue Regelung ein echter Gewinn. Schon nach Selbsteinschätzung der Schwimmdauer in Gruppen sortiert gehen immer rund 10 bis 15 Sportler gleichzeitig ins Wasser. Nur wenige Sekunden später der nächste Schwung. „Der Rolling Start hat sich bewährt, das entzerrt das ganze Feld und ist auch für die Sportler angenehmer, weil es einfach nicht so geballt im Wasser ist“, betont Pascal Morillion, Renndirektor der Ironman-Europameisterschaften. Um 7.08 Uhr geht Lothar Schneider als letzter Starter auf die Strecke.

Das Schwimmen im Langener Waldsee ist für Triathlon-Manager Jan Sibbersen immer besonders aufregend. Schließlich hält er seit 2004 den Streckenrekord in nur 42:17 Minuten. Der Frankfurter Schwimmer Lukasz Wojt hatte den Angriff auf die lange bestehende Bestzeit angekündigt. Doch nach zwei Dritteln der geschwommenen Meter steht Sibbersen entspannt am Strand.

Riesiger Jubel am Ufer

Als der grüne Ballon am Begleitkanu des Führenden in Strandnähe sichtbar wird sagt er schon schmunzelnd: „Die Zeit ist durch.“ Für Lukasz Wojt ist es dennoch ein Erfolg, der Pole geht als Erster über die Zeitschranke und rennt den Hang in die Wechselzone nach 45:44 Minuten nach oben zu seinem Fahrrad. Alle schnell ankommenden Eisenmänner werden dann lautstark angefeuert.

Noch lauter wird nur einer bejubelt: Ingo Dominik kommt mit der Startnummer 2732 – begleitet von den Kanufahrern auf dem Wasser – als vorletzter aus dem Wasser. Er darf gerade noch so ins Radrennen einsteigen. Der Jubel am Ufer ist riesig. Der allerletzte Schwimmer muss dann leider aufgeben – er hatte die Mindestzeit überschritten und ihm war der Umstieg aufs Rad verwehrt.

Von der Wechselzone nahmen die Triathleten das Rad, um  die 180 Kilometer lange Radstrecke zu bewältigen

Einige Sportler haben bereits am sogenannten „Australian Exit“ das Rennen beendet. Nach rund 1,5 Kilometern hatten die Schwimmer einen kleinen Landgang zu bewältigen, das war für manch einen Sportler ein guter Zeitpunkt zu erkennen, dass sie den Triathlon an diesem Tag nicht beenden können. Das Team des Deutschen Roten Kreuzes hatte auf Nachfrage in Langen einen recht ruhigen Vormittag. Bis auf einige kreislaufbedingte Probleme bei einigen Sportlern, gab es keine größeren Vorkommnisse im ersten Teilabschnitt des Ironman Frankfurt.

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