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Unternehmensgründer: Erfolg mit den Wirtschaftspaten

Von Wer ein Unternehmen gründen will, braucht Rat und Unterstützung. Die Wirtschaftspaten wissen, wie der Hase läuft, und berichten aus ihren Erfahrungen in der Praxis.
Bodo Krüger (links) und Helmut Eikelmann beraten und begleiten junge Unternehmer bei Firmengründungen oder Geschäftsübernahmen. Foto: Leo F. Postl Bodo Krüger (links) und Helmut Eikelmann beraten und begleiten junge Unternehmer bei Firmengründungen oder Geschäftsübernahmen.
Neu-Isenburg. 

Die Wirtschaft in Deutschland boomt. Viele möchten davon profitieren und sehen in der Neu-Gründung eines Unternehmens ihre große Chance. Damit dies gelingt, gibt es mehrere Beratungsstellen, von der Industrie- und Handelskammer bis hin zur kommunalen Wirtschaftsförderung, die vor allem die lokalen Chancen ausloten. Es gibt aber auch Unternehmen, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind, und in vielen inhabergeführten Betrieben steht ein Generationswechsel bevor, der nicht immer innerhalb der Familie geregelt werden kann.

Alle diese Problemstellungen sind den Wirtschaftspaten bekannt, zwei von ihnen sind Bodo Krüger und Helmut Eikelmann. Die beiden Rentner haben sich dem Netzwerk Wirtschaftspaten angeschlossen und bringen – als unbezahlbares Kapital – ihre langjährige Berufserfahrung als Führungskräfte mit ein. Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) stellte die Wirtschaftspaten als ein sehr wichtiges Rad im Wirtschaftsgefüge der Hugenottenstadt heraus.

Tacheles reden

Seit vier Jahren sind die Wirtschaftspaten in der Hugenottenstadt nun aktiv, ihr Erfolg kann sich sehen lassen. Für Neu-Isenburg hat der erfahrene ehemalige Unternehmensberater und Unternehmensgründer Bodo Krüger von Beginn an diese ehrenamtliche Aufgabe übernommen. Gleichzeitig unterstützt der Wirtschaftsexperte innovative Gründerteams aus der Frankfurt University of Applied Sciences, einem Partner des Cross Innovation Netzwerks im Standort Plus-Programm des Kreises Offenbach. Mit im Boot des Kreises ist auch Helmut Eikelmann, einst Ingenieur bei General Electric und später in Führungsposition bei der Software AG in Darmstadt.

Einstündige Beratung

Der erste Termin im Jahr 2018 für die kostenfreie Beratung während der Sprechstunden der Wirtschaftspaten im Rathaus Neu-Isenburg ist Dienstag, 6. Februar, zwischen 14 und 17 Uhr.

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Das Netzwerk der Wirtschaftspaten, allein in Hessen sind es rund 40, bietet Seminare und Vortragsveranstaltungen zu vielfältigen Themen an und knüpft Kontakte zur lokalen Wirtschaft und den Verwaltungen. „Viele Fragen betreffen das Marketing und die Gewinnung von Neukunden“, schildert Bodo Krüger seine Erfahrungen. Dabei will das Netzwerk bewusst nicht in Konkurrenz zu Bildungsträgern wie IHK, Wirtschaftsförderung oder Finanzdienstleistern treten. Bisher gab es in Neu-Isenburg rund 60 Beratungen, meist mit Erfolg. „Es gibt aber auch Fälle, in denen wir Tacheles reden, und wenn wir mal abgeraten haben, dann endet auch die Unterstützung unsererseits“, so Krüger.

Fit im Metier bleiben

Das Angebot fußt auf einer kostenlosen Sprechstunde, falls es danach zu einer Vereinbarung über die weitere Begleitung kommt, fällt nur eine geringe Kostenpauschale an. „Dies ist ein wichtiger Aspekt, den junge Unternehmensgründer meist vor sich herschieben“, betont Bodo Krüger.

Aus seiner aktuellen Wahrnehmung heraus fragen sich derzeit viele Unternehmer, wie es mit dem Betrieb weitergehen wird, wenn der Zeitpunkt einer Altersgrenze gekommen ist. „Allein in Hessen stehen in den nächsten Jahren über 10 000 solcher Betriebsübergaben an. Wenn diese nicht gelingen, dann sind auch die Mitarbeiter von den Folgen betroffen“, sagt Krüger.

Für Helmut Eikelmann ist das Engagement als Wirtschaftspate auch mit dem Selbstanspruch, sich in diesem Metier fit zu halten, verbunden. Er nennt zwei Beispiele aus Neu-Isenburg, die zum Erfolg führten. Ein junger Mensch wollte sich mit einer Existenzgründung in der 3D-Visulisierung im Architektur- und Produktbereich selbständig machen, er wurde mit einem Business-Plan unterstützt.

„Bei einem anderen ging es um eine Unternehmenssicherung im Bereich textiles Wohnen“, so Eikelmann. Die eingekauften Rohprodukte, etwa Holz aus Schweden oder Stoffe aus Italien, werden nun im eigenen Werk zu hochwertigen Fertigprodukten verarbeitet. „Jetzt, nach einem Jahr ist das Unternehmen wieder auf stabilem Kurs“, betont Helmut Eikelmann. Geglückt ist auch die Überführung des „Café Balico“ in „Barlico“. Die junge Inhaberin wird derzeit noch auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft begleitet.

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