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Kelsterbach: Erste Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments ist gescheitert

Weil mit fünf Vertretern einer zu wenig da war, konnte die konstituierende Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments nicht durchgeführt werden. Die anwesenden Mitglieder hatten konkrete Wünsche im Gepäck.
<span></span> Foto: Leo F. Postl
Kelsterbach. 

Eine verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen ist eine Sache, diese auch verantwortungsvoll wahrzunehmen wohl eine andere. Dies zeigte sich gestern Morgen, als sich die gewählten Vertreter des Kelsterbacher Kinder- und Jugendparlament im Rathaus zur konstituierenden Sitzung treffen sollten. Von den elf Vertretern des jungen Parlaments ließen sich drei entschuldigen – es sind ja Herbstferien – von den anderen kamen nur fünf.

„Das ist ein Vertreter zu wenig, um die Konstituierung auch gesetzlich vertretbar durchführen zu können – es ist nämlich mehr als die Hälfte der Mitglieder erforderlich“, erklärte Markus Eggert von der Jugendförderung der Stadt Dreieich. Da half auch nichts, dass mit Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne, Stadtrat Paul Stein und auch Bürgermeister Manfred Ockel – im Wissen um ihre parlamentarische Pflicht eines Mandats – gekommen waren. „Es mag zwar recht früh sein, in den Herbstferien einen Termin um 9 Uhr wahrzunehmen, aber die anderen haben es ja auch geschafft“, meinte Stadtverordnetenvorsteherin Oehne, die das Kinder- und Jugendparlament bis zu dessen Konstituierung leiten sollte.

Es half auch nicht weiter, dass Markus Eggert noch versuchte, über das Sekretariat der Schulen einen Kontakt zu den Fehlenden zu suchen, denn auch dies blieb erfolglos. „Dann müssen wir es nehmen wie es ist, die Konstitution fällt heute leider aus. Beim nächsten Versuch sind wir dann nicht mehr auf eine Mindestanzahl von Vertretern angewiesen“, verwies Eggert auf die Regularien.

Diese Situation war für Helga Oehne und Bürgermeister Manfred Ockel nicht neu, denn auch vor zwei Jahren scheiterte der erste Versuch. Finn Hansen wurde im zweiten Anlauf zum Vorsitzenden des Kelsterbacher Kinder- und Jugendparlaments gewählt. Jene, die gekommen waren, hatten sich aber schon ein paar Gedanken gemacht, wie sie sich als Vertreter ihrer Fraktionen in die parlamentarische Vertretung von Kindern und Jugendlichen einbringen wollten.

Ideen mitgebracht

„Ein solches Parlament ist in mehrfacher Hinsicht recht hilfreich, denn nur in der Praxis erfahren die jungen Menschen, welche Arbeit mit einer parlamentarischen Aufgabe verbunden ist und vor allem welche gesetzlichen Schritte zur Umsetzung eines Vorhabens einzuhalten sind“, erklärte Manfred.

Die achtjährige Anouk Hoffmann aus der Klasse 3 d der Integrierten Ganztagsschule meinte: „Ich habe ganz viele Ideen und Wünsche von meinen Klassenkameraden mitgebracht.“ Vor allem mehr Veranstaltungen, speziell für ihre Altersgruppe sollten angeboten werden. „Mich hat der Pfarrer angesprochen, ob ich nicht die Interessen der jungen Menschen der katholischen Kirche mit einbringen möchte“, beschrieb Carmen Goy ihr Engagement im künftigen Kinder- und Jugendparlament. Erst einmal gucken und zuhören will Talcha Ompose aus der Karl-Krolopper-Schule. Ganz konkrete Wünsche hatte jedoch Christina Avrami mit dabei. „Wir wünschen uns einen geschlossen Freizeitpark für Kinder und Eltern, also einen abgeschlossenen Bereich, wo die Eltern sich unterhalten und Kaffee trinken können und wir Mädchen ebenfalls ungestört unsere Interessen, wie Spiele oder auch Tänze umsetzen können“, so die Zwölfjährige.

Beratende Funktion

„Ich bin erst einmal gespannt, wie es jetzt im Kinder- und Jugendferiendorf in Ober-Seemen ist, wie die Zimmer sind und welche anderen Jugendlichen ich dort treffen kann“, hatte Leni Paulsen erst einmal ganz andere Gedanken im Spiel. Dass sie ihre Aufgabe in der Kinder- und Jugendvertretung verantwortungsbewusst wahrnehmen will, stand aber außer Frage. „Ich mag es gerne wegzufahren und ich mag auch neue Aufgaben“, meinte die Zehnjährige selbstbewusst.

Bei der Freizeitaktion werden die Teilnehmer an die Aufgaben des Kinder- und Jugendparlaments herangeführt und bereiten sich auf den Besuch von Bürgermeister Ockel am heutigen Dienstag vor. Begleitet werden die Jugendlichen von Markus Eggert und Sabrina Stamm von der Jugendförderung der Stadt.

Das Kinder- und Jugendparlament, so es denn im Amt ist, hat eine beratende Funktion der großen Entscheidungsträger. Der nächste Versuch zur Konstituierung soll nach den Herbstferien unternommen werden.

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