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Rohbau steht: Festplatz: Bauarbeiten gehen voran

Der Magistrat der Doppelstadt informierte sich über den Fortschritt der Bauarbeiten auf dem Festplatz in Mörfelden. Dort sollen 30 neue Sozialwohnungen entstehen.
Der Rohbau für die neuen Sozialwohnungen auf dem Festplatz in Mörfelden ist fertig. Bilder > Der Rohbau für die neuen Sozialwohnungen auf dem Festplatz in Mörfelden ist fertig.
Mörfelden-Walldorf. 

Zahlreiche Projekte gehen in Mörfelden derzeit voran: Am Donnerstag, 19. April, will endlich der neue Supermarkt „Treff 3000“ in der Bürgermeister-Klingler-Straße eröffnen, mehrere Kindertagesstätten stehen vor dem Ausbau beziehungsweise werden neu errichtet. Und in der Straße „Am Schlichter“ entstehen 9 und auf dem südlichen Teil des Festplatzes 30 neue Sozialwohnungen.

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist in der Doppelstadt und im Rhein-Main-Gebiet allgemein sehr hoch. Dem sozialen Wohnungsbau kommt deshalb eine wichtige Funktion zu, diesen hohen Bedarf zu decken oder wenigstens zu verringern.

Ein bis vier Zimmer

Die 30 Sozialwohnungen auf dem Festplatz entstehen in drei Gebäudeblöcken. „Mit dem Baufortschritt können wir sehr zufrieden sein“, kommentierte Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD). Zusammen mit weiteren Mitgliedern des Magistrats und Roger Manger, zuständiger Abteilungsleiter im Stadtplanungs- und Bauamt, war der Rathauschef in dieser Woche zu einer Rohbaubegehung auf die Baustelle gekommen. Der Rohbau steht inzwischen, obwohl im März aufgrund der Witterungsverhältnisse mit den Arbeiten zwei Wochen pausiert werden musste. Ein Richtfest wie beim Bauprojekt „Am Schlichter“ wird es auf dem Festplatz aber nicht geben, da bei den dortigen Flachdächern kein klassischer Dachstuhl aufgebaut wird.

Der Bedarf ist groß: 275 Anträge im Jahr

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum im Rhein-Main-Gebiet ist groß, hier ist Mörfelden-Walldorf keine Ausnahme. Daher gibt es auch einen hohen Bedarf für Sozialwohnungsbau in der Doppelstadt.

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Auf insgesamt 1800 Quadratmetern Wohnfläche entsteht auf dem Festplatz ein Mix aus Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. „Den Fokus haben wir auf die Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen gelegt, da in diesen Segmenten der größte Bedarf zu verzeichnen ist“, erklärte Erster Stadtrat Burkhard Ziegler (Freie Wähler). Alle Wohnungen im Erdgeschoss werden barrierefrei sein. Zusätzlich werden zwei für Rollstühle geeignete Wohnungen mit einer größeren Bewegungsflächen entstehen.

Die Gebäude orientieren sich in ihrer Höhe und Ausrichtung an der Bebauung in der Umgebung, das heißt an der zweigeschossigen Bebauung in der Bürgermeister-Klingler-Straße beziehungsweise zum Festplatz hin an der Kurt-Bachmann-Halle. Der Entwurf der beauftragten Architekten Wagner und Ewald aus Trebur folgt hierbei der Maßgabe, drei möglichst kompakte Baukörper ohne Vor- und Rücksprünge zu errichten. Die Technik- beziehungsweise Anschlussräume werden jeweils in den Erdgeschossen der drei Gebäude untergebracht.

Mit Photovoltaikanlagen

Über die Feststraße soll die verkehrliche Erschließung erfolgen. Für die 30 Sozialwohnungen müssen 45 Stellplätze nachgewiesen werden, die auf dem Festplatz angeordnet werden. „Dies geschieht unter Berücksichtigung des Stellplatzbedarfs für die Halle der Sport- und Kulturvereinigung mit Fitnessstudio, der Kurt-Bachmann-Halle und der kleinen Sporthalle“, betonte Bürgermeister Becker.

Derzeit wird die genaue Anordnung der Stellplätze erarbeitet. Gleiches gilt für die Fußwegverbindungen und die geplante Eingrünung. Die Umsetzung soll nach Abschluss der Bauarbeiten im Herbst erfolgen. Über eine zentrale Nahwärmeversorgung soll der Wärmebedarf der drei Wohngebäude gedeckt werden. Die angrenzenden städtischen Gebäude – Kurt-Bachmann-Halle, Sporthalle und Altenhilfezentrum – werden in diese Nahwärmeversorgung mit integriert. Auf den Flachdächern der drei Wohngebäude werden Photovoltaikanlagen angebracht. Der hier erzeugte Strom soll den Bewohnern über ein „Mieter-Strom-Modell“ angeboten werden. Ebenfalls umweltfreundlich ist die vorgesehene Vorrüstung für zwei Ladesäulen für E-Autos und Pedelecs.

Ende 2018 sollen die Wohnungen bezogen werden können. „Die Außenanlagen werden dann abschließend im Frühjahr 2019 hergerichtet“, erläuterte Abteilungsleiter Manger. Das Budget umfasst Gesamtkosten von rund vier Millionen Euro. Es wird durch ein zinsloses Darlehen von knapp 3,3 Millionen Euro über das Kommunale Investitionsprogramm des Landes Hessen gefördert. Termine und Kosten liegen jeweils im Plan.

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