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Ehrenamt: Feuerwehr Mörfelden-Walldorf war 2017 mehr als 12.300 Stunden aktiv

Die Feuerwehren der Doppelstadt hatten zur gemeinsamen Hauptversammlung eingeladen. Neben dem ausführlichen Jahresbericht 2017 standen vor allem Ehrungen im Mittelpunkt.
Georg Schmidt (von rechts), Otto Busch, Johannes Zahlmann, Martin Filusch und Karl-Heinz Cezanne wurden für ihr Engagement geehrt. Daneben Harald Sippel (links) und Theo Herrmann. Georg Schmidt (von rechts), Otto Busch, Johannes Zahlmann, Martin Filusch und Karl-Heinz Cezanne wurden für ihr Engagement geehrt. Daneben Harald Sippel (links) und Theo Herrmann.
Mörfelden-Walldorf. 

Auf der Hauptversammlung der Feuerwehr, die in Mörfelden und Walldorf über jeweils eine Einsatzabteilung verfügt, wurden die vielfältigen Aufgaben der Floriansjünger deutlich, die sie ehrenamtlich für die Bevölkerung übernehmen. Laut Jahresbericht 2017, der in der Walldorfer Stadthalle vom stellvertretenden Stadtbrandinspektor Theo Herrmann vorgetragen wurde, waren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Mörfelden-Walldorf insgesamt 12 328 Stunden ehrenamtlich für die Gesellschaft aktiv. Hierbei sind bürokratische Verwaltungstätigkeiten und diverse Schriftwechsel sowie Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten nicht mit eingerechnet.

Theo Herrmann dankte allen Ehrenamtlichen und hob hervor, dass die Feuerwehr Mörfelden-Walldorf insgesamt 303 Mal alarmiert wurde. Der zeitliche Aufwand der Einsatzkräfte belief sich umgerechnet auf 6108 Stunden. So gab es 93 Brand- und 109 Hilfseinsätze. Insgesamt 101 Mal mussten die Feuerwehrleute zu Fehlalarmen ausrücken. Hiervon waren 12 Alarmierungen mit böswilliger Absicht erfolgt, 23 waren eine „blinde Alarmierung“ aus Versehen. Die meisten Fehlalarme (66) waren auf automatische Brandmeldeanlagen zurückzuführen, die in größeren Gewerbetrieben üblich sind.

Auch nachts im Einsatz

Die hohe Belastung der Ehrenamtlichen wird auch daran deutlich, dass insgesamt 120 Alarmierungen zwischen 18 Uhr und 6 Uhr morgens erfolgten. Die Mehrzahl der Brandeinsätze betraf nicht Wohnungs- und Gebäudebrände (zwölf Fälle), sondern Fahrzeug-, Wald-, Wiesen- oder Containerbrände. Hinzu kommen 483 Stunden bei Brandsicherheitsdiensten und 666 Stunden bei der Brandschutzerziehung.

Weiterhin ist zu bedenken, dass viele Einsätze nicht nur bei Nacht, sondern auch bei widrigen Witterungsbedingungen erbracht wurden. Insgesamt 23 Einsätze gab es nach Verkehrsunfällen. Diese Hilfseinsätze können – mindestens bei Schwerverletzten am Unfallort – psychisch belastend sein. Darüber hinaus wurden in 26 Einsätzen Menschen oder Tiere aus Notlagen befreit, 17 Einsätze erfolgten bei Wasserschäden.

Hinzu kommen 62 Schulungen und Übungen, davon 15 Atemschutzübungen, sowie 49 Lehrgänge und Seminare bei der Landesfeuerwehrschule in Kassel oder auf Kreisebene. Zusätzlich gab es Seminare und Sonderübungen sowie diverse Sitzungen, Mitglieder- und Jahreshauptversammlungen und eine gemeinsame Hauptversammlung in der Doppelstadt.

Laut Stand vom 31. Dezember 2017 stehen der Einsatzabteilung der Feuerwehr Mörfelden-Walldorf 141 Kameraden und 11 Kameradinnen zur Verfügung. Hinzu kommen tagsüber 15 Feuerwehrleute, die in der Doppelstadt arbeiten, aber nicht wohnen. Die Alters- und Ehrenabteilung besteht aus 36 Mitgliedern, die Jugendfeuerwehr aus 37 Jungen und 4 Mädchen.

Kontroverses ausgespart

Für die Stadtverordnetenversammlung würdigte Berndfried Lupus das vielfältige Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Für den Magistrat übernahm das Bürgermeister Heinz-Peter Becker: „Ich sage danke an alle Ehrenamtlichen für ihr tolles Engagement, aber auch an alle Angehörigen für ihr Verständnis“. Politisch kontroverse Themen wie die neue Container-Kita bei der Feuerwehr Mörfelden oder mögliche neue Standorte für die zwei Feuerwehrgerätehäuser der beiden Einsatzabteilungen wurden während der Hauptversammlung nicht diskutiert.

Kreisbrandmeister Harald Sippel war gekommen, um der Feuerwehr Mörfelden-Walldorf seine Referenz zu erweisen und um zahlreiche Ehrungen zusammen mit Theo Herrmann und Bürgermeister Becker vorzunehmen. So erhielten Karl-Heinz Cezanne für 60 Jahre sowie Georg Schmidt und Otto Busch für jeweils 50 Jahre bei der Feuerwehr das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Gold überreicht. Johannes Zahlmann erhielt vom Land Hessen für 40-jährige Mitgliedschaft das Brandschutzehrenzeichen in Gold, Martin Filusch bekam für 25 Jahre die selbe Auszeichnung in Silber.

Rainer Hamela und Martin Pohl (40 Jahre), Martin Schäfer (20 Jahre) sowie Stefan Dinkel, Christian Grölz und Fabian Sauer (10 Jahre) erhielten für ihren Einsatz Anerkennungsprämien vom Land Hessen. Tristan Burchardt durfte sich für zehn Jahre Feuerwehr über Jubiläumsgeld von der Stadt Mörfelden-Walldorf freuen.

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