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Spende: Feuerwehr freut sich über sieben neue Defibrillatoren

Von Es ist ein Alptraum nicht nur älterer Menschen: Mitten auf der Straße, beim Spielen, beim Sport einfach zusammenzubrechen, weil das Herz aussetzt – und jede medizinische Hilfe ist fern. In der Hugenottenstadt ist man für solche Notfälle dank einer großzügigen und sinnvoll investierten Spende noch besser gewappnet.
Stiftungs-Geschäftsführer Erwin Nöske (3. von rechts) präsentiert die neuen Defibrillatoren mit Frank Burger (von links), Michael Volke, Harald Schäfer, Christian Kunz, Gordana Petkovic und Inge Reich. Stiftungs-Geschäftsführer Erwin Nöske (3. von rechts) präsentiert die neuen Defibrillatoren mit Frank Burger (von links), Michael Volke, Harald Schäfer, Christian Kunz, Gordana Petkovic und Inge Reich.
Neu-Isenburg. 

Für diese Spende dankte Bürgermeister Herbert Hunkel dem Geschäftsführer der Dr. Bodo Sponholz-Stiftung für Wissen, Kunst und Wohlfahrt, Erwin Nöske, „im wahrsten Sinne des Wortes von ganzem Herzen“. Denn die 15 000-Euro-Gabe hat die Stadt in eine Anschaffung gesteckt, die in Notfällen Leben retten kann.

Die Rede ist von sieben sogenannten Automatischen Externen Defibrillatoren (AED-Geräten) und zwei Ausbildungsgeräten der neuesten Generation, die jetzt gegen ältere Modelle ausgetauscht werden.

„Damit“, freute sich Hunkel, „haben wir an allen wichtigen Standorten in Neu-Isenburg Geräte installiert. Denn je schneller geholfen wird, desto höher sind die Überlebenschancen.“ Weitere neun Geräte sollen im nächsten Jahr ausgetauscht werden.

Auch hier will Erwin Nöske die Kosten übernehmen. Die ältesten Geräte in Neu-Isenburg sind nach Informationen der Stadt aus dem Jahr 2006 und sollen im Laufe der nächsten Jahre gegen neue ausgetauscht werden, da mit zunehmenden Alter die Gefahr steige, dass die Platinen fehlerhaft werden oder die Geräte nach einem Einsatz nicht mehr reaktiviert werden können.

Sportstätten ausgerüstet

Aber auch mobil seien die „Defis“ im Einsatz. So liegt seit 2006 eines im Auto des Bürgermeisters; Anfang 2017 wurden zwei für die Autos der Ordnungspolizeibeamten angeschafft – ermöglicht durch eine Spende der Mitarbeiter von Leo Pharma.

Die Gründe für ein Herzkammerflimmern sind vielfältig, ein Auslöser für den plötzlichen Herzstillstand kann jedoch auch körperliche Aktivität sein. Deswegen hat die Stadt in drei zusätzliche Geräte der neuen Generation für den Sportplatz der SSG Gravenbruch, die Geschwister-Scholl-Halle und die Sporthalle in Zeppelinheim investiert – an letzterem beteiligte sich die Fraport mit 1000 Euro.

Die Vorzüge der Geräte der neuesten Generation lobte Frank Burger, der bei der freiwilligen Feuerwehr für die „Defis“ und die Ausbildung an ihnen zuständig ist: „Jeder kann mit diesen Geräten im Notfall Leben retten“, betonte er.

Wer den Sprachanweisungen folge, könne mit dem Defibrillator nichts falsch machen. „Die Schockabgabe erfolgt auch nur dann, wenn das Herzkammerflimmern durch den Defibrillator erkannt wurde,“ machte er deutlich.

Jede Sekunde zählt

Er berichtete von einem Fall vor vier Jahren, bei dem tatsächlich ein Leben in der Hugenottenstadt durch das Gerät gerettet werden konnte: Am 17. März habe die Feuerwehr einen Notruf zum Erste-Hilfe-Einsatz auf einer Baustelle für ein Einfamilienhaus im Buchenbusch erhalten.

„Unsere Ersthelfer waren eine Minute später dort“, erinnerte sich Burger. Sie fanden den bewusstlosen Bauarbeiter Antonio Trinchese vor – dessen Kollege Ferhat Akagunduz war bereits dabei, ihm eine Herzmassage zu geben. „Glücklicherweise hatte er zuvor von seiner Firma einen Erste-Hilfe-Kurs bezahlt bekommen“, sagte Frank Burger. Denn: „Die Zeit, die nach einem Herzstillstand bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes entsteht, ist lebensentscheidend.

Antonio Trinchese lag nach den Worten Frank Burgers drei Tage auf der Intensivstation, konnte aber gerettet werden und sei nach einer Reha vollständig genesen.

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