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Ausstellung: Fotoclub zeigt 65 Motive des Wettbewerbs 2017

Ein Jahr lang waren sie auf Motivsuche, die Mitglieder des Fotoclubs Mörfelden-Walldorf. Die Ergebnisse dieser Suche nach vorgegebenen Themen, „Lichtspuren“, „Black is beautiful“, „Unter der Erde“ und „Kinderlied/Volkslied“ präsentierten sie jetzt im Rathaus Walldorf.
Herbert Sternberger aus Wiesbaden mit zwei seiner eindrucksvollen Fotografien zum Thema „Unter der Erde“. Bilder > Foto: red Herbert Sternberger aus Wiesbaden mit zwei seiner eindrucksvollen Fotografien zum Thema „Unter der Erde“.
Mörfelden-Walldorf. 

Es sticht ins Auge. Ob es sich um das sprichwörtliche schwarze Schaf inmitten weißer Lämmer auf einer Wiese handelt oder um nur ein einziges kleines schwarzes Spitzenhöschen inmitten blütenweißer Nachbarn auf der Wäscheleine. Mit geübtem Blick hatten acht Mitglieder des Fotoclubs Mörfelden-Walldorf anlässlich des Fotowettbewerbs im vergangenen Jahr die vielen Objekte in Szene und optische Schwerpunkte in ihren Arbeiten gesetzt.

65 von insgesamt 80 Motiven, die zum vierteiligen Clubwettbewerb 2017 eingereicht wurden, sind derzeit im ersten Obergeschoss des Rathauses in Walldorf ausgestellt. Eröffnet wurde die Präsentation vom Vorsitzenden Heinz Jürgen Huxhorn und Bürgermeister Heinz-Peter Becker. Etwa 30 Gäste inklusive der Hobbyfotografen und städtischen Mitarbeiter waren gekommen, um die überwiegend digital und bunten, aber auch analog fotografierten Schwarz-Weiß-Aufnahmen bei einem Gläschen Sekt auf sich wirken zu lassen.

Im Labor entwickelt

Die Ausstellung besteht ausschließlich aus neuen Arbeiten, die Clubmitglieder zu den Themen „Lichtspuren“, „Black is beautiful“, „Unter der Erde“ und zum Sonderthema „Kinderlied/Volkslied“ angefertigt hatten. Zu den ersten drei Themen durften jeweils drei Fotos eingereicht wurden, zum Sonderthema lediglich eins. Zu den Siegern des Fotowettbewerbs zählen Iris Duchêne, Joachim Osterwisch und Herbert Sternberger. Diese drei Aussteller zeigen alleine jeweils zehn Arbeiten.

Als Besonderheit geht Herbert Sternberger aus Wiesbaden aus der Reihe der Sieger hervor. Er ist der einzige Hobbyfotograf des 18 Mitglieder zählenden Clubs, der wie in früheren Zeiten noch ausschließlich analog fotografiert. Seine Schwarz-Weiß-Filme entwickelt er im heimischen Labor noch selbst, und dort zieht er auch seine Bilder ab. An der analogen Fotografie reize ihn, dass die Motive nicht etwa an einem Computer bearbeitet werden können. „Das ist meine persönliche Interpretation von Fotografie.“ Früher habe er lediglich geknipst, seit 1975 fotografiere er ernsthaft. 1998 trat er dem Fotoclub Mörfelden-Walldorf bei. „Ich habe mir den besten Fotoclub in der ganzen Umgebung ausgesucht“, lobte er.

Bei manchen Aufnahmen zu den vier Themen liegt der Fokus auf nur einem einzigen erkennbaren Objekt, das mit der verschwommenen Umgebung zu geheimnisvollen Momentaufnahmen verschmilzt – wie der flüchtige, beinahe scheue und pikante Blick auf den schwarzen BH seiner Trägerin, die sich offenbar in Zeit und Raum nahezu aufzulösen scheint.

Wieder andere Fotografien zum Thema „Lichtspuren“ leben von Lichtspielen wie Zeitaufnahmen im Dunkeln von einem sich drehenden Karussell von Renate Mollowitz und Suchbildern, hinter deren faszinierender Aussage sich kein klares Motiv erkennen lässt wie bei Jim Mc Donald.

Aus der Not geboren

Teilweise arbeiteten auch die anderen Aussteller wie Hans-Jürgen Enkelmann, Heinz Jürgen Huxhorn und Herbert Volk-Duchêne viele Stunden und übten sich in Geduld für eine einzige Aufnahme – besonders zum Thema „Kinderlied/Volkslied“. Mal wird „Hoch auf dem gelben Wagen“ in Szene gesetzt, mal „Backe, backe Kuchen“, mal „Alle meine Entchen“.

Becker erinnerte daran, dass die Ausstellung im Rathaus vor einem Jahr aus der Not heraus geboren wurde, als die Kommunale Galerie als Unterkunft für Flüchtlinge benötigt wurde. Die Präsentation im Rathaus Walldorf solle sich nun fest etablieren.

Huxhorn wies darauf hin, dass lediglich acht Clubmitglieder der derzeit insgesamt 18 ausstellen, weil die meisten aus Altersgründen nicht mehr an den jährlichen Clubwettbewerben teilnehmen können. Er erinnerte an die Anfänge des 1974 gegründeten Clubs, der ohne eigene Rahmen und Stellwände zunächst nur mit doppelseitigem Klebeband und Reißzwecken in Geldinstituten der Stadt seine Arbeiten präsentierte.

Die sehenswerte Ausstellung kann noch bis zum 1. Februar während der Öffnungszeiten des Rathauses Walldorf kostenfrei besichtigt werden.

(red)

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